Nachweise in SysLex
Atheismus(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Atheismus hat eine herkömmliche Bedeutung sowie eine systematisch weitergefasste. Im ersten Fall meint Atheismus die Verneinung der Existenz Gottes bzw. der Sinnhaftigkeit religiöser Orientierung. Der zweite Fall ist komplizierter, da sich das, was im Atheismus konkret verneint wird, gewandelt hat beginnend mit der spezifischen Absage an dogmatische Lehrstücke bis hin zur umfassenden Religionskritik. Dabei hat schließlich auch die Theologie selbst versucht, ein produktives Verhältnis zum Atheismus zu gewinnen, indem Bestandteile dieser Gegenposition in die Architektur des Glaubens integriert werden. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Agnostizismus, Anthropomorphismus, Existenz, Glauben, Gott, Monotheismus, Pantheismus, Polytheismus, Religionskritik, Religiöse Indifferenz, Theismus, Theodizee, Tod Gottes |
| Version | 1.0 |
Auferstehung Jesu Christi(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Die Auferstehung Jesu gilt als zentraler Inhalt und ereignishafter Grund des christlichen Glaubens, da durch sie die Sammlung der Jünger, ihre Verkündung und die Traditionsbildung initiiert wurden. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass Jesus nach seinem Kreuzestod durch Gott auferweckt wurde und sich seinen Jünger als Auferstandener offenbarte. Dass dieses Geschehen als Vorwegnahme dessen zu deuten ist, was alle Menschen für sich und die Welt hoffen dürfen, wird im Glauben, der Taufe und dem Osterfest vergegenwärtigt. Freilich ist diese Botschaft nicht erst für moderne Christ*innen irritierend, sondern wurde von Beginn an als Torheit und Ärgernis aufgefasst (vgl. 1Kor 1,23), das unser Weltverständnis herausfordert und zur Auseinandersetzung mit theologischen Grundfragen ruft. Sich diesen zu stellen, ist Aufgabe einer Theologie, die zeigen kann, warum die Auferstehung eine Hoffnungsperspektive eröffnet, die für das gesamte Leben relevant ist. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Erlösung, Gerechtigkeit, Glauben, Heil, Jesus Christus, Offenbarung, Rechtfertigung, Soteriologie, Sünde, Tod Jesu Christi |
| Version | 1.0 |
Berufung(Autor*in )
| Veröffentlicht | 19. März 2026 |
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| Exzerpt | Die Rede von Berufung gehört zum festen Bestandteil christlicher Existenz und kirchlichen Lebens. Mit dem Wort Berufung werden personale Glaubenserfahrungen, kirchliche Anerkennungsprozesse und die Gestaltung individueller Lebenswege beschrieben. Der Begriff wird in einem weiten Sinn verwendet, um das Wirken Gottes, das allen Menschen gilt und in der Geschichte konkret wird, zu explizieren. Im engeren Sinn wird er auf besondere Formen christlichen Lebens, auf Profession und Dienstämter angewendet. Im Kontext soziologischer und spiritueller Individualisierung des Christentums und der Pluralisierung christlicher Gemeinschaften und Lebensformen ist der Berufungsbegriff attraktiv und perspektivenreich, aber auch erklärungsbedürftig und kritikwürdig. |
| Sachschlagwort | Amt, Arbeit, Aufgabe, Beruf, Berufung, Ekklesiologie, Gemeinschaft, Gewissheit, Gott, Identität, Macht, Offenbarung, Relation, Subjekt, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Black Theology(Autor*in )
| Veröffentlicht | 26. Juni 2025 |
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| Exzerpt | Dieser Artikel bietet einen kurzen Überblick über die Bewegung der Black Theology, wie sie in den Vereinigten Staaten entstanden ist. Zunächst werden eine kurze Definition und die Ziele der Bewegung dargelegt. Anschließend wird ihre Entstehung in den breiteren Kontext des westlichen Siedlerkolonialismus, der amerikanischen Sklaverei und des Freiheitskampfes der Schwarzen in den USA in der Zeit nach der Bürgerrechtsbewegung eingeordnet. Anschließend wird das bahnbrechende Werk von James H. Cone |
| Sachschlagwort | Befreiung, Christentum, Erlösung, Exodus, Freiheitskampf der Schwarzen, James H. Cone, Jesus Christus, Rassismus, Systematische Theologie, amerikanische Sklaverei |
| Version | 1.0 |
Dogmatik(Autor*innen )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Dogmatik ist ein Teilbereich der (Systematischen) Theologie, der sich mit der Entfaltung der Inhalte christlichen Glaubens und deren Verantwortung in der Gegenwart befasst. Vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen des Faches wird gefragt, was Dogmatik als wissenschaftliche Disziplin kennzeichnet (etwa Systematizität, Positionalität, Kontextualität, Interdisziplinarität), welche Aufgaben und Ziele Dogmatik verfolgt, auf welche Quellen (Bibel, Glaubenspraxis, Erfahrung) und Normen sie sich bezieht und welche Gegenstände sie behandelt. Angesichts der inneren Pluralität von Dogmatik wird zum einen die Verortung der Dogmatik im Kontext der Systematischen Theologie diskutiert und zum anderen die Rede von Dogmatik als Fach thematisiert. Abschließend wird das eigene Verständnis von Dogmatik im Kontext des SysLex vorgestellt und erläutert: „Dogmatik bedeutet Theologisieren im Angesicht der Gegenwart und ist als reflexiver Grundmodus bezogen auf den christlichen Glauben und seine Praktiken. Dieser Prozess entwickelt einen Gesprächszusammenhang, der im Kontext wissenschaftlicher Dogmatik auf zunehmende Kohärenz und methodisch grundierten Streit um und zwischen Deutungskategorien abzielt. Dogmatik findet einen zentralen – aber nicht den einzigen Ort – in der wissenschaftlichen Theologie.“ |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Erfahrung, Glauben, Prolegomena, Schrift, Systematische Theologie, Theologie, Wissenschaft, Wissenschaftstheorie |
| Version | 1.0 |
Ehe(Autor*in )
| Veröffentlicht | 13. Februar 2026 |
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| Exzerpt | Die Ehe gilt seit biblischen Zeiten als grundlegende Form menschlicher Gemeinschaft und erfährt im Verlauf der Geschichte tiefgreifende Wandlungen. Mit der Reformation wird sie von Martin Luther als weltlicher Stand göttlicher Ordnung verstanden und als Rahmen für Gemeinschaft, Verantwortung und Sittlichkeit bestimmt. In der Neuzeit entwickelt sie sich zu einer partnerschaftlichen Lebensform, die auf Liebe, Gleichberechtigung und individueller Entscheidung gründet. Aktuelle theologische und gesellschaftliche Debatten thematisieren Fragen nach Freiheit, Fairness und Geschlechterrollen, wodurch die Ehe als Spiegel fortwährender Aushandlungsprozesse über das gute Leben in Gemeinschaft erscheint. |
| Sachschlagwort | Abhängigkeit, Beziehung, EKD, Ehe, Eltern, Emotion, Ethik, Familie, Feminismus, Frau, Freiheit, Gemeinschaft, Gender, Geschlechtlichkeit, Kinder, Martin Luther, Nächstenliebe, Ordnungstheologie, Partnerschaft, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Erlösung(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Erlösung bezeichnet im christlichen Glauben die Erfahrung und Gegenwart des von Gott geschenkten Heils. Sie bezeichnet eine Realität bzw. Prozesse hin zu einer solchen, in der das Böse, das Leiden und die Sünde überwunden worden sind. Grund und Ausgangspunkt des christlichen Erlösungsverständnisses sind Menschwerdung, Tod und Auferstehung Jesu Christi. Soteriologie und Eschatologie sind als dogmatische Lehrstücke, die sich mit der Lehre von der Erlösung beschäftigen, eng mit dem Deutungsrahmen der Christologie verbunden. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Eschatologie, Glauben, Jesus Christus, Soteriologie, Sünde |
| Version | 1.0 |
Familie(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Familie ist für die meisten Menschen ihre wichtigste Lebenswirklichkeit. Formen und Funktionen sind sehr variabel. Im Kern geht es um die alltägliche, generationenübergreifende Sorge für sich und andere. Deshalb ist es sinnvoll, von vielfältigen Praxen des Zusammenlebens zu sprechen und theologisch-ethisch nach dem Humanen, dem Menschsein-Können, zu fragen. Biblisch-theologisch werden Menschen als Geschöpfe und Bundesgenoss_innen des Gottes Israels und als Teilhaber der auf Hoffnung ausgerichteten Menschheit gedacht. In der Schrift sind Offenheit und Weite, aber auch das Ringen um Recht und Gerechtigkeit der Benachteiligten dokumentiert. Die Menschenrechte sind Grundnorm für die politisch-ethische Bemühung um Familien in der heutigen Gesellschaft. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Care, Ehe, Eltern, Jugendliche, Kinder, Schöpfung, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Gesetz(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | In der Theologie des Gesetzes treffen dogmatische, ethische und exegetische Fragen aufeinander. Neben der Frage nach einer ethischen Orientierung am Willen Gottes stehen hier auch die Heilsbedeutung des Gesetzes vor allem in seiner Unterscheidung und Zuordnung zum Evangelium in der Diskussion. Daneben ist aber auch immer zu fragen, wie und woran der sich im Gesetz ausdrückende Wille Gottes erkennbar ist. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Dekalog/ Zehn Gebote, Dialektische Theologie, Ethik, Evangelium, Fundamentalethik, Gesetz, Kirchenkampf, Naturrecht, Neuluthertum, Ordnungstheologie, Queere Theologie, Reformation, Schöpfungsordnung, Situationsethik, Tora, Wort Gottes |
| Version | 1.0 |
Gnade(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | „Gnade“ indiziert den Kernsachverhalt von Gottes Weltzuwendung. Das Wort ist eine theologische Bündelungsmetapher von enormer Konzentration: Weite Teile des biblischen Erzählgeflechts und ihrer anderen Textgruppen samt zugrundeliegender Axiomatik lassen sich (auch) auf „Gnade“ hin verdichten, sodass keine Kurzbeschreibung des christlichen Glaubens ohne dies Kennwort auskommt. Freilich müssen diese Bündelungen aufgelöst werden, um sie zu verstehen, und zwar sowohl im Blick auf das bleibend Wichtige des Glaubens als auch auf jetzt anstehende Herausforderungen hin. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anerkennung, Befreiung, Erwählung, Exklusivpartikel, Gabe, Liebe Gottes, Molinismus, Pelagianismus, Prädestination, Rechtfertigung, Teilhabe, Vergöttlichung, Wiedergeburt |
| Version | 1.0 |
Jesus Christus (als Glaubensinhalt)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16. Oktober 2025 |
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| Exzerpt | Der Name „Jesus Christus“ verbindet den historischen Menschen Jesus von Nazareth mit der religiösen Erwartung des von Gott gesandten Messias und steht im Zentrum christlicher Glaubensüberzeugung. Die Suche nach dem „wirklichen“ oder „historischen“ Jesus hat seit der Aufklärung zu vielfältigen, oft widersprüchlichen Rekonstruktionen geführt, da historische Quellen nur Wahrscheinlichkeiten, aber keine Gewissheiten liefern. Theologisch entscheidend ist jedoch nicht die historische Faktizität, sondern das Bekenntnis zu Jesus Christus als dem lebendigen, in der Geschichte wirkenden Gottessohn, wie es das Neue Testament bezeugt. Die Evangelien erzählen von der Menschlichkeit Jesu im Licht des Osterglaubens, wobei die wahre Bedeutung Jesu für den Glauben in seiner Gegenwart und Wirksamkeit als Christus liegt, nicht in historischer Rekonstruktion. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Bekenntnis, Geschichte, Gewissheit, Glauben, Name Gottes, Offenbarung, Wort Gottes, historische Kritik, historischer Jesus, irdischer Jesus |
| Version | 1.0 |
Jesus Christus (als Thema systematischer Theologie)(Autor*in )
| Verwandte Artikel | |
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Das Bekenntnis, Jesus Christus ist Gott und Mensch, artikuliert den christlichen Glauben. Seine dogmatische Reflexion nennt man Christologie. Bei ihr handelt es sich um eine theologische Beschreibung der Bedeutung und Funktion Jesu Christi für den christlichen Glauben. Als theologische Lehre ist die Christologie, so wird im Folgenden vorgeschlagen, nicht gegenständlich-sachhaltig als Darstellung einer Person und ihrer Besonderheit zu verstehen, sondern reflexiv. Sie erörtert den christlichen Glauben als ein in die Geschichte eingebundenes Kommunikationsgeschehen. Dieser Vorschlag nimmt sowohl die Entwicklungsgeschichte der Christologie in der Moderne als auch die verschiedenen Kritiken an ihr seit der europäischen Aufklärung auf und überführt sie in eine konstruktive Neubestimmung der theologischen Lehre von Jesus Christus. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Christologie, Evangelium, Gott, Kreuz, Offenbarung, Zwei-Naturen-Lehre, historischer Jesus |
| Version | 1.0 |
Kanon(Autor*in )
| Verwandte Artikel | |
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Das Wort Kanon hat eine mehrfache Bedeutung. Im christlichen Kontext steht es einerseits für die Bibel als Sammlung heiliger Schriften und andererseits für die Grundlage oder die elementaren Inhalte des christlichen Glaubens. In welchem Verhältnis beide zueinanderstehen, ist Thema der Fundamentaltheologie, aber auch der materialen Dogmatik. Gleiches gilt für Bibelkanon und Bibelhermeneutik, wobei die Bibel in ihrer Funktion als Heilige Schrift einen noch näher zu bestimmenden normativen Rang nicht nur für die Verkündigung und das Leben der Kirche, sondern auch für die Theologie in all ihren Disziplinen hat. Inwiefern dies gilt und wie sich dies konkret in der theologischen Arbeit zeigt, ist allerdings Gegenstand bleibender Debatten. |
| Sachschlagwort | Glauben, Kirche, Konfession, Offenbarung, Schrift, Tradition, Wort Gottes |
| Version | 1.0 |
Leib/ Körper(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Leiblichkeit bzw. Körperlichkeit ist zentraler Bezugspunkt einer Vielzahl von Zugängen und Perspektiven und zugleich von hoher Bedeutung für die theologische Anthropologie und Ethik, darüber hinaus etwa auch für die Christologie und die Gotteslehre. Gegenüber Formen einer Leibvergessenheit zielt die Wiedergewinnung der Leiblichkeit in der Theologie darauf, diese phänomenologisch als unhintergehbares Medium des menschlichen Zugangs zur Welt, schöpfungstheologisch als Gabe und Aufgabe ernst zu nehmen. Christologie und Erlösungslehre (vgl. Art. Soteriologie) halten fest, dass die Selbstzentriertheit auf den eigenen menschlichen Körper gegebenenfalls entmachtet werden muss, um zu einem befreiten Verhältnis zum Körper zu gelangen. Der Entlastungs- und Freiheitsgewinn lässt sich ethisch explizieren. Beispiele hierfür böten der Umgang mit Begrenzungen der körperlichen Modellierbarkeit oder mit dem Ressourcenverlust im Alter. Eine Bejahung des Gegebenen kann in diesen Fällen auch gesundheitlich protektiv sein. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anthropologie, Gabe, Körper, Leib-Seele-Problem, Leib, Leibphänomenologie, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Mensch (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Theologische Anthropologie markiert eine Schnittstelle zwischen Dogmatik und Ethik. Als Disziplin, die sich auch selbst so bezeichnet, ist sie eine relativ junge Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Bereits die biblischen Texte stecken jedoch voller impliziter Anthropologie. Neuere Entwürfe thematisieren neben Menschenwürde und Menschenrechten vor allem die Körperlichkeit des Menschen. Fragen nach dem sozialen Leben und der Verantwortung des Menschen und solche nach dem Umgang mit Diversität, Fragmentarität und Vulnerabilität rücken in den Mittelpunkt. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Freiheit, Gender, Gerechtigkeit, Intersektionalität, Mensch, Menschenrechte, Sexualität, Teilhabe, Tier, Vielfalt, Vulnerabilität, Würde |
| Version | 1.0 |
Mission(Autor*in )
| Veröffentlicht | 27. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Im Zusammenhang mit Religion beschreibt der Begriff Mission (lat.: missio = Senden) meist die Vermittlung der eigenen Glaubensüberzeugung und -praxis gegenüber Personen und Gruppen, anderer religiöser Tradition oder Weltanschauung. Dies geschieht durch verschiedene Praktiken und Medien. Neben der Religionsvermittlung zielt Mission nach vielen Verständnissen auch auf ein altruistisch-fürsorgliches Handeln an Mitmenschen und der Umwelt. Während Mission umgangssprachlich und auch vereinzelt in der Forschung exklusiv für den christlichen Glauben genutzt wird,[i] findet er in der religionsbezogenen Forschung auch Anwendung auf andere religiöse Traditionen. Religionsgeschichtlich lässt sich Mission nicht für alle religiöse Traditionen belegen.[ii] [i] Bürkle, Horst, Art. Mission. I. Religionsgeschichtlich, in: LThK 7 ([Sonderdruck] ³2009), 288–289, 288. [ii] Vgl. Sundermeier, Theo, Art. Mission. I. Religionsgeschichtlich, in: RGG4 5 (2002), 1272–1273. |
| Sachschlagwort | Dienst, Evangelium, Globalisierung, Heil, Jüngerschaft, Kolonialismus, Kultur, Macht, Religionsfreiheit, Taufe, Zeugnis, interreligiöser Dialog, Ökumene |
| Version | 1.0 |
Nachfolge(Autor*in )
| Veröffentlicht | 26. Juni 2025 |
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| Exzerpt | Nachfolge (imitatio Christi) bleibt in der evangelischen Theologie ein sperriger Begriff, der in aktuellen Debatten oft vermieden wird. In diesem Artikel wird Nachfolge hingegen als christliches Empowermentkonzept insbesondere im Horizont religiöser Erfahrungen, theologischer Sprachfähigkeit und gelebter Theologie diskutiert. So kann Nachfolge als Schlüsselkonzept einer von Ernst Lange [i] Lange, Ernst, Sprachschule für die Freiheit. Bildung als Problem und Funktion der Kirche, in: Schloz, Rüdiger/Butenuth, Alfred (Hrsg.), Kirche für die Welt. Aufsätze zur Theorie kirchlichen Handelns, München/Gelnhausen 1992. |
| Sachschlagwort | Amt, Berufung, Christentum, Erfahrung, Freiheit, Gemeinschaft, Glauben, Gnade, Jesus Christus, Kirche, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Offenbarung (katholisch)(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
| Exzerpt | Der Artikel untersucht den Begriff der Offenbarung in seiner sprachlichen, theologischen und philosophiegeschichtlichen Entwicklung. Ausgehend von einer normalsprachlichen Bedeutungsanalyse wird gezeigt, wie das religiöse Verständnis von Offenbarung als grundlegende Veränderung des Gottes- und Weltbezugs zu deuten ist. Dabei werden Spannungen zwischen Vernunft und Offenbarung, insbesondere seit der neuzeitlichen Religionskritik, adressiert. Historische Linien von der biblischen Apokalypsis bis zur modernen Theologie verdeutlichen die Entwicklungen instruktions- und kommunikationshermeneutischer Offenbarungsbegriffe. Auf der Grundlage wird ein systematischer selbstmitteilungshermeneutischer Offenbarungsbegriff skizziert und mit aktuellen Diskursbrennpunkten (interreligiöse Verständigung, Kritik an Anthropozentrismus u. a.) herausgefordert. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Glauben, Gott, Gotteserkenntnis, Jesus Christus, Katholisch, Kommunikation, Mensch, Offenbarung, Religionskritik, Selbstmitteilung, Vernunft, Wort Gottes, interreligiöser Dialog |
| Version | 1.0 |
Pflicht(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Der Begriff der Pflicht bezieht sich auf das Sollen, das dem einzelnen Menschen ethisch oder rechtlich geboten ist. Er spielte bereits in der antiken Philosophie eine Rolle. Jedoch stieg er erst in der Aufklärungsepoche in das Zentrum der Ethik auf. Obwohl er im 20. Jahrhundert durch „Verantwortung“ als neuem Leitbegriff der Ethik abgelöst wurde, ist er für ethische Argumentationen unverzichtbar geblieben. |
| Sachschlagwort | Gebot, Gesetz, Medizinethik, Menschenwürde, Pflicht, Recht |
| Version | 1.0 |
Rassismus/ Rassismuskritik (dogmatisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16. Oktober 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | Die Dogmatik war historisch an der Reproduktion rassistischer Denkweisen beteiligt, legitimierte rassistische Hierarchien und vernachlässigte die Thematisierung von Rassismus. Schwarze Theologien und die biblische Reich-Gottes-Tradition bieten wichtige Bezugspunkte für eine rassismuskritische Dogmatik, die Glaubensinhalte so reformuliert, dass sie Empowerment und antirassistische Solidarität fördern. Eine selbstreflexive rassismuskritische Dogmatik sollte sich der Gefahr der Reproduktion von Rassismus bewusst sein, intersektionale Aspekte berücksichtigen und sich mit Kritik auseinandersetzen, um theologische Missverständnisse zu vermeiden und zur dogmatischen Präzision beizutragen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Black Theology, Bund, James H. Cone, Jesus Christus, Kreuz, Rechtfertigung, Reich Gottes, Schöpfung, Sünde, Womanist Theology |
| Version | 1.0 |
Rechtfertigung(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | Der Begriff der Rechtfertigung ist ein Zentralbegriff evangelischer Theologie. In seinem theologischen Sinn unterscheidet er sich grundlegend vom außertheologischen Sprachgebrauch. Im alltagssprachlichen Verständnis wird von Rechtfertigung gesprochen, wenn Menschen sich für ein bestimmtes Verhalten oder eine Handlung vor einer anderen Instanz rechtfertigen bzw. verantworten. Theologisch bezieht sich Rechtfertigung auf das Verhältnis des Menschen zu Gott und bezeichnet ein Handeln Gottes, durch das Gott dem Menschen von der Ungerechtigkeit seiner Sünde befreit und ihm Gerechtigkeit zuerkennt. Die Fragen, wie Gott den Menschen rechtfertigt, inwiefern es sich bei der Rechtfertigung um einen Akt der göttlichen Gnade handelt, ob und in welcher Weise der Mensch zu seiner Rechtfertigung beitragen kann und worin das Heilsame der Gerechtigkeit besteht, sind in der theologischen Diskussion seit der Antike Gegenstand theologischer Reflexion und Debatten. |
| Sachschlagwort | Erlösung, Gerechtigkeit, Heil, Jesus Christus, Schuld, Soteriologie, Sünde, Vergebung |
| Version | 1.0 |
Reich Gottes (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 10. März 2026 |
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| Exzerpt | Mit diesem Begriff ist entsprechend der „Vaterunser“-Bitte Jesu („Dein Reich komme!“; Mt 6,10) die Herrschaft Gottes gemeint, in deren adventliches Präsent-Werden man „wartend und eilend“ einbezogen wird. Weil das Reich Gottes kommt und mit seinem Kommen die irdischen Verhältnisse grundlegend verändert werden, ist es auch von erheblichem moralischem und politischem Einfluss und als solches Gegenstand der ethischen Reflexion. Das Reich Gottes bricht in der von Jesus konstituierten Beziehung zum Vater bereits an und ist eben nicht nur zukünftig, sondern auch gegenwärtig, nicht nur transzendent, sondern auch immanent, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Das im Kommen begriffene Reich Gottes wirft die grundlegende ethische Frage auf, wie sich menschliches Handeln zum Handeln Gottes verhalten kann und soll. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Christologie, Gesellschaft, Kirche, Politik, Staat |
| Version | 1.0 |
Taufe(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | Die Taufe ist ein in allen christlichen Kirchen praktiziertes Ritual, das verschiedene theologische Deutungsaspekte in sich vereint. In den konfessionellen Traditionen werden verschiedene dieser Aspekte unterschiedlich betont. Vor allem die unterschiedliche Praxis im Hinblick auf die Taufe von Kleinkindern – aber nicht nur – führen zu Problemen hinsichtlich der gegenseitigen Anerkennung der Taufe. Im ökumenischen Dialog sind bisher mehrere Vorschläge gemacht worden, um diese zu lösen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Geist Gottes, Glauben, Kirche, Leib Christi, Ritus, Sakrament, Vergebung, Ökumene |
| Version | 1.0 |
Teufel(Autor*in )
| Veröffentlicht | 23. September 2025 |
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| Exzerpt | Die Figur des Teufels symbolisiert wie kaum eine andere Instanz Phänomene des Bösen in Religionen und Literatur, obwohl sowohl biblische als auch theologische Gründe gegen die Existenz des Teufels sprechen. Systematisch-theologisch attraktiv ist auf den ersten Blick die Entlastung endlicher und göttlicher Freiheit durch die Teufelsgestalt. Bei genauerem Hinsehen wird die Frage nach dem Ursprung des Bösen durch den Teufel aber nicht beantwortet, da diese Figur als endliches Wesen und Geschöpf gedacht werden muss und daher nicht an die Stelle der Freiheit des Menschen und Gottes treten kann. Die Figur des Teufels kommt im Christentum und in den Religionen allerdings stets um den Preis der Angst, da Freiheit, wie im Fall von Besessenheit, völlig korrumpierbar erscheint. Diese Art des Zugriffs von Teufeln und Dämonen auf andere endliche Freiheit kann theologisch jedoch nicht gedacht werden. Der Artikel diskutiert zudem, inwiefern die Figur des Teufels dem Bösen als Exzessivem oder Unverstandenem in der Welt Ausdruck verleiht und sogar ethische Potentiale hat. Wenn für das Böse nämlich ein Teufel als Genie der Versuchung verantwortlich ist und Personen im Ausagieren des Bösen nur nachgeben, liegt darin ein Schutz der Person vor absoluter Verurteilung. Allerdings hängt offensichtlich der moralische Schutz von Personen auch in den Religionen erneut nicht an der Annahme der Existenz eines Teufels. Insgesamt zeigt der Artikel die systematisch-theologische Tendenz zur Begrenzung von Teufelsvorstellungen mit interdisziplinärem Anklang. |
| Sachschlagwort | Böses, Dämon, Freiheit, Gott, Sünde, Verantwortung, Vergebung |
| Version | 1.0 |
Theodizee(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | Dieser Artikel bietet eine Einführung in das Theodizeeproblem und die Versuche seiner argumentativen Bewältigung. Dazu werden wirkmächtige religionsphilosophische und theologische Konzepte sowie deren Kritik besprochen. Die Analyse führt schließlich zum Plädoyer für eine leidsensible Theologie, die die Theodizeefrage bewusst offenhält. |
| Sachschlagwort | Allmacht, Allwissenheit, Böses, Gerechtigkeit, Gotteslehre, Leid, Liebe, Macht, Übel |
| Version | 1.0 |
Theologie der Religionen(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | Die Bezeichnung „Theologie der Religionen“ bezeichnet das Themenfeld, das sich mit der systematisch-theologischen Beziehungsbestimmung des christlichen Glaubens und der Glaubensgemeinschaft (Kirche) zu nichtchristlichen Religionen beschäftigt. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit religiöser Pluralität im Allgemeinen, aber auch die Diskussion von Fragen, die sich im Verhältnis zu bestimmten nichtchristlichen Religionen (etwa dem Islam) stellen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Heil, Hermeneutik, Kirche, Komparative Theologie, Offenbarung, Pluralismus, Religionskritik, Transzendenz, Wahrheit, Weltreligionen, interreligiöser Dialog, Ökumene |
| Version | 1.0 |
Theologische Ethik(Autor*innen )
| Veröffentlicht | 5. März 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | Theologische Ethik beschäftigt sich mit der Reflexion von Moral und Ethos vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens. Sie analysiert entsprechend Handlungsorientierungen und Diskurse über das gute Leben und Lebensführung. Dabei nimmt sie sowohl normative Vorstellungen von Individuen als auch die Strukturen, in die Individuen eingebunden sind, in den Blick. Die wissenschaftliche Ethik befasst sich dabei mit aktuellen Themen in verschiedenen anwendungsorientierten Bereichsethiken, wie Medizinethik, politische Ethik und Umweltethik. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit metaethischen Fragestellungen. Es existiert eine Vielzahl verschiedener protestantischer ethischer Ansätze, die sich jeweils unterschiedlich zu bestehenden Spannungsfeldern verhalten. Dazu zählen beispielsweise die Frage nach dem Verhältnis von evangelischer Tradition und gegenwärtigen Herausforderungen, die Balance zwischen deskriptiven Aufgaben und normativer Orientierung sowie die Reflexion über das Verhältnis von theologischer und philosophischer Ethik. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Autonomie, Ethik, Freiheit, Fundamentalethik, Fähigkeit, Gebot, Gerechtigkeit, Gesetz, Gesinnungsethik, Handlung, Individuum, Normative Ethik, Normen, Nächstenliebe, Person, Prinzipienethik, Recht, Rechte, Sozialethik, Systematische Theologie, Theologie, Utilitarismus, Verantwortung, Verantwortungsethik, Vernunft, Wissenschaft |
| Version | 1.0 |
Tod Gottes (Autor*in )
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|---|---|
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Dargestellt werden Motive der Tod-Gottes-Idee in der Religions-, Kultur-, Literatur-, Philosophie- und Theologiegeschichte. Markante Kennzeichen der Rede vom Tod Gottes sind ihr kultureller Variantenreichtum, ihre produktive Mehrdeutigkeit und ihr wiederkehrendes Irritationspotential. Die Verbindung von Tod und Gott irritiert geläufige Vorstellung von Gott und Tod, unsterblich und sterblich. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Atheismus, Glauben, Gott, Kreuz, Nihilismus, Religionskritik, Säkularismus |
| Version | 1.0 |
Trinität(Autor*in )
| Veröffentlicht | 30. September 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | „Trinität“ (Dreieinigkeit/Dreifaltigkeit) ist der Versuch, das Wesentliche des christlichen Glaubens zu benennen. Christ*innen glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist und sie führen diesen Glauben auf das Wirken des Heiligen Geistes zurück. Gehören der Sohn und der Geist zu Gott dazu, dann ist es sein Wesen, sich dem Menschen zuzuwenden. Der trinitarische Gottesgedanken will daher zum Ausdruck bringen, dass Gott Liebe ist. Die Trinitätslehre, die dieses Bekenntnis begrifflich entfaltet, war immer auch umstritten. Aus theologischer Perspektive wird gefragt, ob es legitim ist, vom Handeln Gottes auf sein Wesen zu schließen; andere Religionen bezweifeln den monotheistischen Charakter des Christentums; diskutiert wird schließlich, inwiefern der trinitarische Gottesgedanken heteronormative und patriarchale Vorstellungen religiös fundiert. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Homoousios, Hypostase, Immanente Trinität, Liebe, Modalismus, Monotheismus, Offenbarung, Passion, Perichoresis, Rechtfertigung, Soziale Trinitätslehre, Subordinatianismus, Tritheismus, filioque, Ökonomische Trinität |
| Version | 1.0 |
Verantwortung(Autor*in )
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|---|---|
| Veröffentlicht | 7. Oktober 2025 |
| Exzerpt | Verantwortung ist ein zentraler Begriff (evangelischer) Ethik, der retrospektiv Schuld- und prospektiv Zuständigkeitsfragen klären soll. Verantwortung bezieht sich dabei besonders auf Handlungen angesichts von Sollenskonflikten und -unsicherheiten. Theologisch wird Verantwortung oft als Antwort auf das Christusgeschehen verstanden. |
| Sachschlagwort | Alltag, Aufgabe, Folgen, Macht, Politik, Rechtfertigung, Relativität, Responsivität, Reziprozität, Sozialethik, Technik, Verantwortung, Verantwortungsethik, Widerstand, Zukunft |
| Version | 1.0 |
Vergebung (dogmatisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 30. September 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | „Vergebung“ ist einer der Begriffe, mit dem in der Dogmatik Gottes Heilshandeln an dem Menschen beschrieben wird. Genauer dient der Begriff „Vergebung“ der Bezeichnung des Umgangs Gottes mit dem Menschen als Sünder*in, d. h. dessen*deren Sündhaftigkeit und Sünden. Mit göttlicher Vergebung ist entsprechend in der Dogmatik Sündenvergebung gemeint. Ein möglicher Zusammenhang von göttlicher Vergebung und zwischenmenschlicher Vergebung wird in der protestantischen Theologie teils angenommen, teils kritisiert. |
| Sachschlagwort | Buße, Erlösung, Gerechtigkeit, Gnade, Heil, Person, Rechtfertigung, Reue, Sünde, Versöhnung, Werk |
| Version | 1.0 |
Versöhnung (dogmatisch)(Autor*in )
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|---|---|
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Versöhnung im dogmatischen Verständnis zielt darauf ab, die aus der Sünde resultierende Trennung von Gott und Schöpfung zu beheben. Mit dem Begriff der Versöhnung wird also eine spezifische Form des In-Beziehung-Tretens von Gott und der Schöpfung verstanden, die an Konzepte wie Erlösung, Rechtfertigung oder Zurechtbringung angrenzt und zusammen mit diesen der Soteriologie zuzurechnen ist. Ihr Spezifikum erhält sie durch die Prozesshaftigkeit und Vorläufigkeit des Gott-weltlichen Beziehungsgeschehens und seiner Effekte. Der Artikel führt systematisch und historisch in den Begriff ein und entfaltet die gegenwärtigen Problemfelder für Ökumene, individuelles Leben und unversöhnlich bleibenden Konstellationen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Christologie, Erlösung, Mensch, Offenbarung, Rechtfertigung, Sünde, Trinität, Ökumene |
| Version | 1.0 |
Zukunft(Autor*in )
| Veröffentlicht | 23. Juni 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | Der Artikel behandelt die Zukunft zunächst im Allgemeinen von der Zukunftserfahrung und ihrer sprachlichen Erfassung ausgehend hinsichtlich sprachlicher Logiken der Zukunft und deren ontologischen, d. h. die Existenz betreffenden Realitätszuschreibungen (1–4). Speziell theologische Aspekte werden durch die Unterscheidung von Futur und Advent, deren Bedeutung für die Ethik, verschiedene Vorstellungen von Eschatologie, die sich an unterschiedlichen Konzeptionen des Reiches Gottes ausrichten, der Apokalyptik, Utopien und Dystopien sowie der Hoffnung auf die Vollendung der Welt entfaltet (5–10). Der letzte Abschnitt zeigt, dass sich Zukunftsvorstellung und Gotteslehre wechselseitig bedingen (11). |
| Sachschlagwort | Advent, Apokalyptik, Das Neue, Dystopie, Eschatologie, Futur, Parusie, Utopie, Zeit |
| Version | 1.0 |
Nachweise in SysLex [English]
Baptism(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | Baptism is a ritual practiced in all Christian churches that combines in itself various theological interpretive dimensions. The denominational traditions emphasize these dimensions differently. Diverging practices with regard to infant baptism in particular – but not only this – create difficulties for a mutual recognition of baptism. Ecumenical dialogues have so far made numerous suggestions for how to solve these difficulties. |
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| Version | 1.0 |
Black Theology(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | This article briefly offers an account of the Black theology movement as it emerged in the United States context. First, it offers a brief definition and aims of the movement. Second, it situates its emergence in the broader context of Western settler colonialism, American chattel slavery, and the mid-twentieth-century U.S. Black freedom struggle during the post-Civil Rights era. Then the article will analyze James H. Cone’s |
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| Version | 1.0 |
Canon(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | The word canon has multiple meanings. In the Christian context, it refers on the one hand to the Bible as a collection of sacred writings (cf. art. Scripture) and on the other hand to the foundation or elementary contents of the Christian faith. The relationship between the two is a topic handled within fundamental theology as well as within material dogmatics. The latter disciplines also deal with the biblical canon and biblical hermeneutics, where, in its function as Holy Scripture, the Bible has a normative status that is yet-to-be-determined more precisely not only in the context of proclamation and the life of the Church but also in all of the theological disciplines. However, the extent to which this applies to, and how it manifests itself concretely in, theological work is the subject of ongoing debate. |
| Version | 1.0 |
Death of Jesus Christ(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | The death of Jesus is a historical event to which a theological significance has been assigned that still provokes new reflection. A reconstruction of the historical events surrounding Jesus’ death is fraught with questions and debates. The theological significance of his death has been variously articulated in the Christian tradition. Contemporary reflections engage with tradition and question it, in part offering new and critical perspectives.
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| Version | 1.0 |
Democracy(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | This article examines how democracy can be a way of enacting fundamental Christian commitments. It opens with a definition and then assesses the scriptural precedents for a commitment to democracy. The article closes by outlining the key modern theological arguments that exhort active involvement in democratic struggles for justice and liberation as well as responsibility for developing and sustaining democratic political systems. The entry as a whole outlines a theological grammar of democracy, providing a means to evaluate theologically whether a particular polity or form of politics is democratic. |
| Version | 1.0 |
Dogmatics(Autor*innen )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | Dogmatics is a field within (systematic) theology that deals with the development of the content of Christian faith and its responsibility to the present. Against the background of dogmatics’ historical developments, we focus on what characterizes dogmatics as an academic (wissenschaftliche) discipline (such as systematicity, positionality, contextuality, interdisciplinarity), the tasks and goals it pursues, the sources (Bible, practice of faith, experience) and norms it refers to, and the subjects that it deals with. In light of the plurality internal to dogmatics, we discuss the position of dogmatics in the context of systematic theology and also thematize the status of dogmatics as an academic discipline. Finally, our own understanding of dogmatics in the context of the SysLex project is presented and explained as followed: “Dogmatics means theologizing in the face of the present as a reflective endeavor related to the Christian faith and its practices. This process gives rise to a dialogical context that, within academic dogmatics at least, aims at increasing coherence and at methodologically grounded dispute around and between categories of interpretation. Dogmatics finds a central – but not the only – place in academic theology (wissenschaftliche Theologie).” |
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| Version | 1.0 |
Justification(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | The concept of justification is central in Protestant theology. Its theological meaning differs fundamentally from its meaning in non-theological language. In everyday language, the term refers to the act of explaining, or accounting for, a particular behavior or action before another entity. Within theology, it designates the relationship between human beings and God. It designates a divine act through which God frees human beings from the injustice of their sins and bestows righteousness on them. Questions about how God justifies, to what extent justification is an act of divine grace, whether and in what way human beings can contribute to their justification, and what constitutes the healing power of righteousness have been the subject of theological reflection and debate since ancient times. |
| Version | 1.0 |
Law(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | Dogmatic, ethical, and exegetical questions intertwine with each other in the theology of law. Along with the question regarding an ethical orientation towards God’s will, what is also under discussion in the theology of the law is the law’s significance for salvation, especially in its distinction from, and relationship to, the Gospel. In addition, we must also always ask how, and by what means, the will of God is expressed in the law. |
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| Version | 1.0 |
Theodicy(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | This article offers an introduction to the problem of theodicy and the arguments that have attempted to cope with it. To this end, it discusses the concepts from the philosophy of religion and theology that have been influential as well as the criticisms of them. Ultimately, the analysis makes the plea for a theology that is sensitive to suffering and that deliberately keeps open the theodicy question. |
| Version | 1.0 |
Theology of Religions(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | The term “Theologies of Religion” refers to the field within systematic theology that deals with the relationship of the Christian faith and the community of the faithful (Church) to other religions. It involves the examination of religious plurality in general as well as questions that emerge in relation to specific non-Christian religions (such as Islam). |
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| Version | 1.0 |

