Nachweise in SysLex
Allversöhnung/ Allerlösung(Autor*in )
| Verwandte Artikel | |
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| Veröffentlicht | 25. Juni 2026 |
| Exzerpt | Die Lehre von der Allversöhnung (griech. Apokatastasis panton), seltener Allerlösung oder Wiederbringung aller Dinge, besagt, dass dank der Versöhnungstat Christi alles Geschaffene in Gottes Reich eingehen wird. Die Allversöhnungslehre reagiert auf die biblischen Aussagen, dass die Liebe Gottes der gesamten Schöpfung gilt. Bereits in der Alten Kirche formuliert, wurde die Lehre im 6. Jahrhundert verurteilt. Mehrheitlich wurde von da an durch Mittelalter, Reformation und Neuzeit ein doppelter endzeitlicher Ausgang mit der Rettung der Glaubenden und der Verwerfung der Ungläubigen gelehrt. Die von der Lehre von der Apokatastasis panton formulierten theologischen Probleme sind aber bis in die Gegenwart virulent geblieben. Dies gilt umso mehr in einer global gewordenen Welt, in welcher die religiöse und weltanschauliche Pluralität zur allgemeinen Erfahrung geworden ist. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Allerlösung, Apokatastasis panton, Eschatologie, Freiheit Gottes, Freiheit des Menschen, Freiheit, Hoffnung, Jüngstes Gericht, Reich Gottes, Sünde |
| Version | 1.0 |
Apokalyptik(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | Apokalyptik ist sowohl eine literarische Form als auch eine religiöse Denkweise, die im Frühjudentum entstand und an die bis heute theologisch und kulturell immer wieder angeknüpft wird. In der systematischen Theologie wird vor allem das Verhältnis von Apokalyptik und Eschatologie kontrovers diskutiert. In politischen und kontextuellen Theologien interessiert die zeitkritische Anwendung apokalyptischer Kategorien. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anthropozän, Dystopie, Eschatologie, Geschichte, Jenseits, Jüngstes Gericht, Kosmos, Krise, Politische Theologie, Reich Gottes, Schöpfung, Utopie, Welt, Zukunft |
| Version | 1.0 |
Glück(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16. Dezember 2025 |
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| Exzerpt | In der Theologiegeschichte wurde der Glücksbegriff lange stiefmütterlich behandelt. Das liegt zum einen daran, dass bis zur Reformation vor allem die Glückseligkeit als jenseitiges Heil als Ziel des menschlichen Lebens und Strebens gedacht wurde. „Glück“ als irdisches Gut und im Hier und Jetzt Gegebenes kommt erst mit der Neuzeit in den Fokus. Der Versuch einer zeitgenössischen Definition muss mit einem stark subjektivistischen Verständnis von Glück umgehen: „Glück ist das, was Menschen sich darunter vorstellen.“[1] Zwischen Glücksforschern und -angeboten unterschiedlichster Weltanschauungen sucht die christliche Theologie in den letzten Jahrzehnten wieder verstärkt nach einer anschlussfähigen, biblisch reflektierten Orientierung für das menschliche Streben nach Glück. |
| Sachschlagwort | Anthropologie, Begehren, Existenz, Gefühl, Gegenwart Gottes, Heil, Leben, Leid, Lust, Mensch, Philosophie, Reich Gottes, Würde, höchstes Gut |
| Version | 1.0 |
Hoffnung(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | Hoffnung ist eine Form positiver Zukunftserwartung – neben beispielsweise Vertrauen oder Optimismus. Sie gehört zu den zentralen Inhalten des christlichen Glaubens, in dem Gottes Zuwendung als zu gestaltender Möglichkeitsraum wahrgenommen wird. Elemente christlicher Hoffnung finden sich in säkularisierter Form in modernen Entwicklungsutopien wieder. Zwar variieren Hoffnungsnarrative im Laufe der Geschichte. Hoffnung lässt sich aber durchweg als Haltung verstehen, die sowohl für die individuelle wie auch gesellschaftliche Orientierung konstitutiv ist. |
| Sachschlagwort | Eschatologie, Hoffnung, Reich Gottes, Tugend, Vertrauen, Zukunft |
| Version | 1.0 |
Rassismus/ Rassismuskritik (dogmatisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16. Oktober 2025 |
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| Exzerpt | Die Dogmatik war historisch an der Reproduktion rassistischer Denkweisen beteiligt, legitimierte rassistische Hierarchien und vernachlässigte die Thematisierung von Rassismus. Schwarze Theologien und die biblische Reich-Gottes-Tradition bieten wichtige Bezugspunkte für eine rassismuskritische Dogmatik, die Glaubensinhalte so reformuliert, dass sie Empowerment und antirassistische Solidarität fördern. Eine selbstreflexive rassismuskritische Dogmatik sollte sich der Gefahr der Reproduktion von Rassismus bewusst sein, intersektionale Aspekte berücksichtigen und sich mit Kritik auseinandersetzen, um theologische Missverständnisse zu vermeiden und zur dogmatischen Präzision beizutragen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Black Theology, Bund, James H. Cone, Jesus Christus, Kreuz, Rechtfertigung, Reich Gottes, Schöpfung, Sünde, Womanist Theology |
| Version | 1.0 |
