Nachweise in SysLex
Existenz(Autor*in )
| Veröffentlicht | 18. August 2026 |
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| Exzerpt | Den Begriff „Existenz“ findet man in philosophischen und theologischen Schriften mit zwei Grundbedeutungen: als ontologischer Ausdruck – eng verbunden mit dem Seinsbegriff und theologisch relevant für das Denken über Gottes Verhältnis zur Welt – und als anthropologischer Ausdruck, also als Wort, das das menschliche Leben mit seinen Grenzen, seiner Freiheit und Sterblichkeit meint, geprägt vom Existentialismus des 20. Jahrhunderts. Während die ontologische Fassung aus antiker und scholastischer Tradition stammt, entstand die anthropologische mit Impulsen von modernen Denkern wie Schelling |
| Sachschlagwort | Gott, Hermeneutik, Leben, Mensch, Religionsphilosophie, Schöpfung, Sein, Sprache, Subjekt, Welt, Wirklichkeit |
| Version | 1.0 |
Geschöpf (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16. September 2026 |
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| Exzerpt | Von sich selbst, seinen Mitmenschen, von Tieren oder von weiteren Größen als Geschöpf (lat. creatura) zu sprechen, gehört zur traditionellen wie gegenwärtigen Grundgrammatik des christlichen Glaubens. Mit dieser Redeweise verbinden sich weitreichende ethische Implikationen; besonders gilt dies für die Verwendung der Abstrakta Geschöpflichkeit und Kreatürlichkeit sowie der Komposita Mitgeschöpf bzw. Mitgeschöpflichkeit. Die Reflexion der Frage, was es bedeutet, als Gottes Geschöpf im Kontext anderer Geschöpfe zu leben, bildet damit einen Kernbestand christlich-theologischer Ethik. |
| Sachschlagwort | Beziehung, Demut, Ethik, Gabe, Geschöpf, Gottebenbildlichkeit, Leben, Menschenwürde, Natur, Ordnungstheologie, Relation, Schöpfung, Tier, Tierethik, Umweltethik, Vulnerabilität |
| Version | 1.0 |
Glück(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16. Dezember 2025 |
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| Exzerpt | In der Theologiegeschichte wurde der Glücksbegriff lange stiefmütterlich behandelt. Das liegt zum einen daran, dass bis zur Reformation vor allem die Glückseligkeit als jenseitiges Heil als Ziel des menschlichen Lebens und Strebens gedacht wurde. „Glück“ als irdisches Gut und im Hier und Jetzt Gegebenes kommt erst mit der Neuzeit in den Fokus. Der Versuch einer zeitgenössischen Definition muss mit einem stark subjektivistischen Verständnis von Glück umgehen: „Glück ist das, was Menschen sich darunter vorstellen.“[1] Zwischen Glücksforschern und -angeboten unterschiedlichster Weltanschauungen sucht die christliche Theologie in den letzten Jahrzehnten wieder verstärkt nach einer anschlussfähigen, biblisch reflektierten Orientierung für das menschliche Streben nach Glück. |
| Sachschlagwort | Anthropologie, Begehren, Existenz, Gefühl, Gegenwart Gottes, Heil, Leben, Leid, Lust, Mensch, Philosophie, Reich Gottes, Würde, höchstes Gut |
| Version | 1.0 |
Mensch (dogmatisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 13. Oktober 2026 |
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| Exzerpt | Die theologische Anthropologie reflektiert im interdisziplinären Austausch das Menschsein vor Gott. Sie lässt sich in Anlehnung an den menschlichen Lebenslauf gliedern: vom Ursprung des menschlichen Lebens, in dem zugleich seine Zielbestimmung liegt, über das Leben in Beziehungen bis hin zur Hoffnung über den Tod hinaus. Dabei sind gegenwärtig verschiedene kritische Anfragen an die theologische Anthropologie zu bedenken (vor allem Kritik am Essentialismus, Kritik am Anthropozentrismus, Kritik am Gottesbezug). Die Beziehung zu Gott als Grund und Ziel menschlichen Lebens lässt zugleich die Vielfalt des Menschseins, seine Eingebundenheit in die Mitwelt und das Ineinander von Endlichkeit und Zukunftsoffenheit zutage treten. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anthropologie, Anthropomorphismus, Anthropozän, Auferstehung, Beziehung, Eschatologie, Ewiges Leben, Fleisch, Frau, Freiheit, Geschöpf, Glück, Gottebenbildlichkeit, Humanität, Identität, Individuum, Körper, Leben, Leib-Seele-Problem, Leib, Leibphänomenologie, Mann, Menschenwürde, Mitwelt, Passivität, Person, Posthumanismus, Postkoloniale Studien, Queere Theologie, Religionskritik, Schöpfung, Selbstbewusstsein, Sexualität, Sprache, Sterben, Subjekt, Sünde, Technologie, Tier, Tod, Transhumanismus, Transzendenz, Vernunft, Vertrauen, Vielfalt, Vulnerabilität, Willensfreiheit |
| Version | 1.0 |

