Nachweise in SysLex
Anthropozän(Autor*in )
| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
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| Exzerpt | Der Anfang der 2000er-Jahre geprägte Begriff des Anthropozäns entstammt ursprünglich den Naturwissenschaften. Er steht für eine wesentlich vom Menschen bestimmte geochronologische Epoche, die das Holozän abgelöst hat und in der der Mensch selbst zu einer Naturgewalt geworden ist. Der Begriff ist jedoch nicht allein auf naturwissenschaftliche und technologische Phänomene beschränkt, sondern erhält aufgrund der implizierten Mensch-Natur-Verstrickung auch eine ethische Bedeutung, die sich vor allem in Fragestellungen nach der Verantwortung des Menschen für die Natur manifestiert. Trotz verschiedener Kritiken an seiner deskriptiven und normativen Adäquatheit, und trotz seiner Ablehnung durch die International Commission on Stratigraphy im Jahr 2024, erweist sich der Begriff gerade mit Blick auf theologische, naturethische, naturästhetische und kulturphilosophische Fragestellungen als interdisziplinär anschlussfähig. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Klimakrise, Kultur, Mensch, Mitwelt, Natur, Naturethik, Technologie, Umweltethik, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Geschöpf (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16.09.2026 |
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| Exzerpt | Von sich selbst, seinen Mitmenschen, von Tieren oder von weiteren Größen als Geschöpf (lat. creatura) zu sprechen, gehört zur traditionellen wie gegenwärtigen Grundgrammatik des christlichen Glaubens. Mit dieser Redeweise verbinden sich weitreichende ethische Implikationen; besonders gilt dies für die Verwendung der Abstrakta Geschöpflichkeit und Kreatürlichkeit sowie der Komposita Mitgeschöpf bzw. Mitgeschöpflichkeit. Die Reflexion der Frage, was es bedeutet, als Gottes Geschöpf im Kontext anderer Geschöpfe zu leben, bildet damit einen Kernbestand christlich-theologischer Ethik. |
| Sachschlagwort | Beziehung, Demut, Ethik, Gabe, Geschöpf, Gottebenbildlichkeit, Leben, Menschenwürde, Natur, Ordnungstheologie, Relation, Schöpfung, Tier, Tierethik, Umweltethik, Vulnerabilität |
| Version | 1.0 |
Naturschutz und Landschaftspflege(Autor*in )
| Veröffentlicht | 29.10.2026 |
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| Exzerpt | Naturschutz und Landschaftspflege sind angesichts des fortschreitenden Klimawandels, des Verlustes biologischer Vielfalt und des weltweit nach wie vor steigenden Verbrauchs natürlicher Ressourcen auch innerhalb der theologischen Ethik ein wichtiges Querschnittsthema. Aus dem Verständnis als Mitgeschöpf ergibt sich für den Menschen ein ethischer Auftrag, natürliche Lebensgrundlagen zu schützen und gesellschaftliche sowie politische Strukturen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen ökologischer Nachhaltigkeit und intergenerationeller Gerechtigkeit entsprechen. Dabei bilden dogmatische und ethische Themenbereiche wie die Schöpfungslehre, die theologische Anthropologie, das machtkritische Potenzial der Eschatologie oder Modelle der Verantwortungsethik zentrale Grundlagen. |
| Sachschlagwort | Anthropozän, Eschatologie, Gerechtigkeit, Hoffnung, Klimakrise, Klimawandel, Kolonialismus, Nachhaltigkeit, Natur, Naturethik, Schöpfung, Umwelt, Umweltethik, Verantwortung, dominium terrae |
| Version | 1.0 |
