Johannes Calvin

Nachweise in SysLex

Abendmahl(Autor*in )
Verwandte Artikel
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Das Abendmahl ist neben der Taufe das zentrale christliche Sakrament. Entsprechend soll es auf eine von Gott selbst bestimmte Weise dessen Präsenz in der Welt ermöglichen. Als formalisierte Speisung mit Brot und Wein vollzogener Ritus beruht es auf den neutestamentlichen Berichten von Jesu letztem Abendmahl mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. In der konfessionellen Vervielfältigung des Christentums haben die Gestalt der Mahlfeier, vor allem aber die Interpretationsweisen der Vergegenwärtigung Christi zu Zerwürfnissen geführt, die die gemeinsame Grundlage – dass es um eine Form der Repräsentation Christi geht – in den Hintergrund haben rücken lassen.

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SachschlagwortAmt, Gabe, Gegenwart Gottes, Geist Gottes, Gemeinschaft, Jesus Christus, Kirche, Rechtfertigung, Sakrament
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Bekenntnisse(Autor*in )
Veröffentlicht4. November 2025
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Bekenntnisse sind gemeinschaftliche Ausdrucksgestalten des für eine Kirche charakteristischen Glaubens. Sie definieren die Zugehörigkeit und beanspruchen als solche Verbindlichkeit. (Glaubens-)Bekenntnisse in diesem allgemeinen Sinn gibt es in allen christlich-kirchlichen Gemeinschaften. Grundlegende Bedeutung für das kirchliche Selbstverständnis haben sie aber besonders in den reformatorischen Kirchen gewonnen, da diese ihre Identität dezidiert auf einen lehrförmig in „Bekenntnisschriften“ ausformulierten und öffentlich bezeugten „Konsens über die Verkündigung des Evangeliums (doctrina evangelii) und die Darreichung der Sakramente“ (so das lutherische „Augsburgische Bekenntnis“, Confessio Augustana, Art. 7) gründeten. Obwohl dies für andere Kirchen nicht im selben Maße gilt, hat sich im deutschen Sprachraum seit dem 19. Jahrhundert „Konfession“ als beschreibender Oberbegriff für die unterschiedlichen kirchlichen Realisierungsformen gemeinschaftlich gelebten christlichen Glaubens durchgesetzt, deren vergleichender wissenschaftlicher Darstellung sich die „Konfessionskunde“ widmet.

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SachschlagwortEvangelium, Glauben, Kirche, Konfession, Konzil, Konzilien, Martin Luther, Reformation, Sakrament, Ökumene
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Frieden(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Der Artikel bietet einen Überblick, wie der Topos des „Friedens“ innerhalb der christlichen Tradition als ethische Aufgabe verstanden, wahrgenommen und konzeptualisiert wird. In Konzentration auf die protestantische Tradition wird zunächst die Fachdisziplin christlicher Friedensethik definiert und deren Aufgabenfeld vorgestellt. Dem folgt ein historischer Abriss zur Genese christlicher Friedensethik anhand zentraler theologiegeschichtlicher Entwicklungen, Diskurse und Quellentexte. Die anschließende Darstellung gegenwärtiger Friedensgefährdungen zeigt die lebensweltliche Relevanz christlicher Friedensethik und deren problem- und realitätsbewusste Ausrichtung auf. In einem vierten Abschnitt werden theologische Perspektiven vorgestellt, die für eine ethische Bearbeitung des Friedensthematik leitend sein können.

SachschlagwortEKD, Friedensethik, Friedenstheologie, Gerechter Frieden, Pazifismus, rechtserhaltende Gewalt, Ökumenischer Rat der Kirchen
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Geist Gottes(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2025
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„Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.“ Dieser Satz bildet den Schluss des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (bezeugt seit 404), das in allen westlichen Traditionen gebetet wird. Es ist trinitarisch aufgebaut, das heißt, es gibt an, was unter dem Glauben an Gott, den Schöpfer (vgl. Art. Schöpfung) und Vater, an Jesus Christus und an den Heiligen Geist zu verstehen ist. Doch lässt die Rede des dritten Glaubensartikels von Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und dem ewigen Leben als Erklärung für den Heiligen Geist nicht viele Gläubige eher ratlos zurück? Wie können wir den Heiligen Geist verstehen?

Das hebräische und das griechische Wort für Geist (Ruach und Pneuma) steht auch für Wind. Wie der Wind, so „überkommt“ der Geist Menschen, er „kommt herab“. Er „ergreift“ sowohl einzelne Menschen als auch Gemeinschaften. Doch da er schwer zu fassen ist, wird er gern als numinose, als unbegreifliche göttliche Macht angesehen. Ist es also sinnlos, sich um ein klares Verständnis von Gottes Geist zu bemühen? Wie können wir deutlich machen: Gottes Geist, der Heilige Geist, ist eine sehr reale Kraft, die Menschen befreit und erhebt? Er ist ein unbedingt guter Geist und muss von allen möglichen Geistern und natürlichen und kulturellen Mächten und Kräften unter den Menschen unterschieden werden. Das gelingt nicht über den religiös überhöhten Bezug auf eine Naturromantik. Denn auch wenn der göttliche Geist mit seinem „Überkommen“ an eine angenehm wärmende Sonne, einen kühlenden Wind oder einen ersehnten Regen erinnern kann, darf er nicht mit natürlichen und kosmischen Kräften verwechselt werden.[1] Die Sonne kann verbrennen, Stürme und Unwetter können vernichten und töten. Und alles natürliche Leben lebt unabdingbar auf Kosten von anderem Leben.[2] Auf welch anderem Weg können wir den unbedingt guten Geist Gottes, den Heiligen Geist, zu erfassen suchen?

Biblische Texte und Geschichten können uns davor bewahren, im Eindruck stecken zu bleiben: Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten – das sind doch nur verstiegene Sprechblasen vergangener Zeiten. Biblische Orientierungen, gerade an Texten des Alten Testaments, führen heraus aus dem Geflecht von Unklarheiten.

[1] Vgl. dazu Moltmann, Jürgen, Der Geist des Lebens. Eine ganzheitliche Pneumatologie, Gütersloh 2010. Er möchte den Geist entdecken „in der Natur, in den Pflanzen, in den Tieren und in den Ökosystemen der Erde“ (23), „Gott in allen Dingen erfahren“ (49ff.).

[2] Vgl. Welker, Michael, „Der Geist der Freiheit und die Freiheit des Geistes“, in: Theologie im Gespräch. Jürgen Moltmann zum 95. Geburtstag, Bad Boll, 22.–24.10.2021, epd-Dokumentation 5, 2022, 7–12.

 

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SachschlagwortGemeinschaft, Glauben, Gott, Kirche, Offenbarung, Relation, Sakrament, Trinität, Wunder
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Gesetz(Autor*in )
Verwandte Artikel
Veröffentlicht1. Mai 2025
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In der Theologie des Gesetzes treffen dogmatische, ethische und exegetische Fragen aufeinander. Neben der Frage nach einer ethischen Orientierung am Willen Gottes stehen hier auch die Heilsbedeutung des Gesetzes vor allem in seiner Unterscheidung und Zuordnung zum Evangelium in der Diskussion. Daneben ist aber auch immer zu fragen, wie und woran der sich im Gesetz ausdrückende Wille Gottes erkennbar ist.

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SachschlagwortDekalog/ Zehn Gebote, Dialektische Theologie, Ethik, Evangelium, Fundamentalethik, Gesetz, Kirchenkampf, Naturrecht, Neuluthertum, Ordnungstheologie, Queere Theologie, Reformation, Schöpfungsordnung, Situationsethik, Tora, Wort Gottes
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Kirchenlied (dogmatisch)(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Das Kirchenlied ist ein wesentlicher Bestandteil christlicher Gottesdienste und Frömmigkeitskulturen. Seit der Antike wird im Christentum gesungen. Seine bis heute bestehende Form erlangte das Kirchenlied in der Reformationszeit. Obwohl das Singen im Gottesdienst gern als Ausdruck des „Priestertums aller Gläubigen“ betrachtet wird, ergeben sich in der Forschung und im praktischen Gebrauch doch einige Kontroversen um das Kirchenlied, die u. a. seine Rezeptionsgeschichte, unterschiedlich geartete Kontakte zwischen europäischen und außereuropäischen Kulturen oder Genderfragen betreffen.

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SachschlagwortFrömmigkeit, Gebet, Gender, Glauben, Gottesdienst, Kirche, Kultur, Kunst
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Kirchenlied (ethisch)(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Im Wesentlichen sind im Blick auf das Kirchenlied zwei ethische Perspektiven zu unterscheiden, die sich aus der formalen Gestalt dieser musikalischen Gattung ergeben. Erstens handelt es sich bei Kirchenliedern ausschließlich um textgebundene Musik, sodass die Liedtexte etwa hinsichtlich der ihnen inhärenten Aussagen über das Menschsein oder Aufforderungen zum Handeln beziehungsweise Unterlassen Gegenstände einer ethischen Untersuchung sein können. Zweitens entfalten sich ethische Implikationen des Kirchenliedes aber vor allem in performativer Dimension. Die Partizipation an und durch Musik an und in situativ je eigenen Kontexten hat nachgewiesene psychische Effekte, die aus ethischer Sicht besonders bedenkenswert sind. Der Schwerpunkt in diesem Beitrag wird auf der Musik liegen.

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SachschlagwortEmotion, Gemeinschaft, Gottesdienst, Musik, Theologie
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Maria(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Maria, die Mutter Jesu spielt im Christentum eine wichtige Rolle. Die biblische Maria von Nazareth verbindet die christlichen Konfessionen, wobei das Verständnis ihrer Rolle als Mutter Jesu und „Gottesgebärerin“ variiert. Die Marienverehrung dagegen trennt die evangelischen Kirchen von der katholischen Kirche und der Orthodoxie. Maria wurde bereits früh zur Glaubensgestalt, deren Verehrung sich im Lauf der Theologiegeschichte intensivierte: als Trostspenderin, als Symbol gelungenen Frauseins, als Fürsprecherin und Gnadenmittlerin. Für die Reformation waren vor allem die beiden letztgenannten Aspekte unvereinbar mit dem Prinzip „solus Christus“ (vgl. Art. Jesus Christus); die späteren katholischen Mariendogmen vertieften die konfessionelle Trennung weiter. In der Gegenwart hat der Streit um Maria an Relevanz verloren, insofern Marienverehrung nicht mehr als der Marker von Katholizität gilt. Zudem hat eine feministische Relecture zu einer Annäherung der Konfessionen beigetragen.

SachschlagwortBibel, Feministische Theologie, Frau, Gnade, Jesus Christus, Konfession, Marienverehrung, Mutter, Sünde, Ökumene
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Mensch (ethisch)(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Theologische Anthropologie markiert eine Schnittstelle zwischen Dogmatik und Ethik. Als Disziplin, die sich auch selbst so bezeichnet, ist sie eine relativ junge Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Bereits die biblischen Texte stecken jedoch voller impliziter Anthropologie. Neuere Entwürfe thematisieren neben Menschenwürde und Menschenrechten vor allem die Körperlichkeit des Menschen. Fragen nach dem sozialen Leben und der Verantwortung des Menschen und solche nach dem Umgang mit Diversität, Fragmentarität und Vulnerabilität rücken in den Mittelpunkt.

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SachschlagwortFreiheit, Gender, Gerechtigkeit, Intersektionalität, Mensch, Menschenrechte, Sexualität, Teilhabe, Tier, Vielfalt, Vulnerabilität, Würde
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Pflicht(Autor*in )
Verwandte Artikel
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Der Begriff der Pflicht bezieht sich auf das Sollen, das dem einzelnen Menschen ethisch oder rechtlich geboten ist. Er spielte bereits in der antiken Philosophie eine Rolle. Jedoch stieg er erst in der Aufklärungsepoche in das Zentrum der Ethik auf. Obwohl er im 20. Jahrhundert durch „Verantwortung“ als neuem Leitbegriff der Ethik abgelöst wurde, ist er für ethische Argumentationen unverzichtbar geblieben.

SachschlagwortGebot, Gesetz, Medizinethik, Menschenwürde, Pflicht, Recht
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Rechtfertigung(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Der Begriff der Rechtfertigung ist ein Zentralbegriff evangelischer Theologie. In seinem theologischen Sinn unterscheidet er sich grundlegend vom außertheologischen Sprachgebrauch. Im alltagssprachlichen Verständnis wird von Rechtfertigung gesprochen, wenn Menschen sich für ein bestimmtes Verhalten oder eine Handlung vor einer anderen Instanz rechtfertigen bzw. verantworten. Theologisch bezieht sich Rechtfertigung auf das Verhältnis des Menschen zu Gott und bezeichnet ein Handeln Gottes, durch das Gott dem Menschen von der Ungerechtigkeit seiner Sünde befreit und ihm Gerechtigkeit zuerkennt. Die Fragen, wie Gott den Menschen rechtfertigt, inwiefern es sich bei der Rechtfertigung um einen Akt der göttlichen Gnade handelt, ob und in welcher Weise der Mensch zu seiner Rechtfertigung beitragen kann und worin das Heilsame der Gerechtigkeit besteht, sind in der theologischen Diskussion seit der Antike Gegenstand theologischer Reflexion und Debatten.

SachschlagwortErlösung, Gerechtigkeit, Heil, Jesus Christus, Schuld, Soteriologie, Sünde, Vergebung
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Reich Gottes (ethisch)(Autor*in )
Veröffentlicht10. März 2026
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Mit diesem Begriff ist entsprechend der „Vaterunser“-Bitte Jesu („Dein Reich komme!“; Mt 6,10) die Herrschaft Gottes gemeint, in deren adventliches Präsent-Werden man „wartend und eilend“ einbezogen wird. Weil das Reich Gottes kommt und mit seinem Kommen die irdischen Verhältnisse grundlegend verändert werden, ist es auch von erheblichem moralischem und politischem Einfluss und als solches Gegenstand der ethischen Reflexion. Das Reich Gottes bricht in der von Jesus konstituierten Beziehung zum Vater bereits an und ist eben nicht nur zukünftig, sondern auch gegenwärtig, nicht nur transzendent, sondern auch immanent, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Das im Kommen begriffene Reich Gottes wirft die grundlegende ethische Frage auf, wie sich menschliches Handeln zum Handeln Gottes verhalten kann und soll.

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SachschlagwortChristologie, Gesellschaft, Kirche, Politik, Staat
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Schrift(Autor*innen )
Verwandte Artikel
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Der Bezug auf die Bibel als Heilige Schrift ist in Praxis und Theorie konstitutiv für das Christentum und hat insbesondere im Protestantismus eine identitätsstiftende Funktion. Dies wird deutlich an ihrer herausgehobenen Bedeutung als Kanon. Seit der Reformation verstehen evangelische Kirchen die Bibel als „Regel und Richtschnur“ (Konkordienformel, Art. I) des Glaubens, an der sich kirchliches Leben und theologische Lehre zu orientieren haben. Wie diese Orientierung an der Bibel aber im Leben der Kirche wie auch in der theologischen Reflexion genau zu verstehen ist, bleibt sowohl im Protestantismus als auch zwischen den Konfessionen strittig. Insofern kommt die Schrift in der gegenwärtigen evangelischen Dogmatik vor allem im Modus der Krisenbeschreibung in den Blick: Die Debatte um die sog. „Krise des Schriftprinzips“ ist ein Grundmoment gegenwärtiger theologischer Reflexion auf die Schrift: Für wen gilt die Schrift wie und in welchen Belangen? Wie verhalten sich historisch zu deutende Texte zu gegenwärtigen Herausforderungen? Wie ist mit der Pluralität der Schrift und ihrer Auslegung umzugehen?

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SachschlagwortAutorität, Bekenntnis, Evangelium, Exegese, Geist Gottes, Glauben, Hermeneutik, Jesus Christus, Kanon, Kirche, Lehramt, Offenbarung, Rationalismus, Tradition, historische Kritik
Version1.0
Versöhnung (dogmatisch)(Autor*in )
Verwandte Artikel
Veröffentlicht1. Mai 2025
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Versöhnung im dogmatischen Verständnis zielt darauf ab, die aus der Sünde resultierende Trennung von Gott und Schöpfung zu beheben. Mit dem Begriff der Versöhnung wird also eine spezifische Form des In-Beziehung-Tretens von Gott und der Schöpfung verstanden, die an Konzepte wie Erlösung, Rechtfertigung oder Zurechtbringung angrenzt und zusammen mit diesen der Soteriologie zuzurechnen ist. Ihr Spezifikum erhält sie durch die Prozesshaftigkeit und Vorläufigkeit des Gott-weltlichen Beziehungsgeschehens und seiner Effekte. Der Artikel führt systematisch und historisch in den Begriff ein und entfaltet die gegenwärtigen Problemfelder für Ökumene, individuelles Leben und unversöhnlich bleibenden Konstellationen.

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SachschlagwortChristologie, Erlösung, Mensch, Offenbarung, Rechtfertigung, Sünde, Trinität, Ökumene
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Nachweise in SysLex [English]

Holy Spirit(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2026
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“I believe in the Holy Spirit, the holy Christian church, the communion of saints, the forgiveness of sins, the resurrection of the dead and eternal life.” This sentence forms the conclusion of the Apostles’ Creed (witnessed since 404), which is prayed in all Western traditions. It has a Trinitarian structure, i.e. it states what is meant by faith in God, the Creator (cf. art. Creation) and Father, in Jesus Christ and in the Holy Spirit. But doesn’t the third article of faith’s talk of the communion of saints, forgiveness of sins, resurrection of the dead and eternal life as an explanation for the Holy Spirit leave many believers rather perplexed? How can we understand the Holy Spirit?

The Hebrew and Greek words for spirit (ruach and pneuma) also stand for wind. Like the wind, the spirit “overcomes” people, it “descends.” It “takes hold” of both individuals and communities. However, as it is difficult to grasp, it is often regarded as a numinous, incomprehensible divine power. So is it pointless to strive for a clear understanding of God’s spirit? How can we make it clear that God’s Spirit, the Holy Spirit, is a very real power that liberates and uplifts people? He is an unconditionally good spirit and must be distinguished from all kinds of spirits and natural and cultural powers and forces among people. This cannot be achieved through a religiously exaggerated reference to the romance of nature. For even if the divine spirit with its “overcoming” can remind us of a pleasantly warming sun, a cooling wind or a longed-for rain, it must not be confused with natural and cosmic forces.[1] The sun can burn, storms and thunderstorms can destroy and kill. And all natural life inevitably lives at the expense of other life. In what other way can we seek to grasp the unconditionally good spirit of God, the Holy Spirit?
Biblical texts and stories can prevent us from getting stuck in our impressions: Forgiveness of sins, the resurrection of the dead – these are just the fanciful speech bubbles of times past. Biblical orientation, especially in the texts of the Old Testament, leads us out of the tangle of ambiguities.

[1] Cf. Moltmann, Jürgen, Der Geist des Lebens. Eine ganzheitliche Pneumatologie, Gütersloh 2010. He wants to discover the spirit “in nature, in plants, in animals and in the earth’s ecosystems” (23), “to experience God in all things” (49ff.), translation by Michael Welker.

[2] Cf. Welker, Michael, Der Geist der Freiheit und die Freiheit des Geistes, in: Theologie im Gespräch. Jürgen Moltmann zum 95. Geburtstag, Bad Boll, 22.–24.10.2021, epd-Dokumentation 5, 2022, 7–12.

 

 

 

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Hymn (Christian Ethics)(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2026
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Essentially, two ethical perspectives can be distinguished when it comes to the Church hymn, both of which emerge out of the formal character (Gestalt) of this genre of music. First, we are with the Church hymn dealing exclusively with text-bound music. These texts can be the object of ethical analysis with respect to their inherent claims about human existence or with respect to the ways in which they either prompt action or the omission of action. Second and even more primarily, the ethical implications of the Church hymn disclose themselves in the performative dimension. Participation in and through music in particular situational contexts has demonstrable effects on the body that are worthy of ethical consideration. The emphasis in this essay lies on the music.

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Justification(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2026
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The concept of justification is central in Protestant theology. Its theological meaning differs fundamentally from its meaning in non-theological language. In everyday language, the term refers to the act of explaining, or accounting for, a particular behavior or action before another entity. Within theology, it designates the relationship between human beings and God. It designates a divine act through which God frees human beings from the injustice of their sins and bestows righteousness on them. Questions about how God justifies, to what extent justification is an act of divine grace, whether and in what way human beings can contribute to their justification, and what constitutes the healing power of righteousness have been the subject of theological reflection and debate since ancient times.

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Last Supper(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2026
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Alongside baptism, the Last Supper is the core Christian sacrament. Accordingly, it is intended to facilitate God’s presence in the world in a way determined by God. Based on the New Testament accounts of Jesus’ final meal with his disciples on the night before his crucifixion, the Last Supper is a formalized rite involving the eating of bread and the drinking of wine. With the multiplication of Christian denominations, disagreements have emerged concerning the form of the meal celebration and, above all else, the ways of interpreting the presence of Christ. These disagreements have overshadowed the common foundation in all Christian denominations – namely, that the Last Supper is a way of representing Christ.

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Law(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2026
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Dogmatic, ethical, and exegetical questions intertwine with each other in the theology of law. Along with the question regarding an ethical orientation towards God’s will, what is also under discussion in the theology of the law is the law’s significance for salvation, especially in its distinction from, and relationship to, the Gospel. In addition, we must also always ask how, and by what means, the will of God is expressed in the law.

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Peace(Autor*in )
Veröffentlicht1. Mai 2026
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This article offers an overview of how “peace” is understood, perceived, and conceptualized as an ethical task within the Christian tradition. Focusing on the Protestant tradition, it first defines the discipline of Christian peace ethics and introduces its range of tasks. This is followed by an overview of the genesis of Christian peace ethics that concentrates on central developments in the history of theology, discourses, and textual sources. The outline of contemporary threats to peace that follows demonstrates the real-world relevance of Christian peace ethics and its orientation toward concrete problems and reality. The fourth section sketches theological perspectives that can guide an ethical approach to the theme of peace.

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Scripture(Autor*innen )
Veröffentlicht1. Mai 2026
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Reference to the Bible as Holy Scripture is constitutive for Christianity in both praxis and theory and it plays a particularly important role in shaping identity within Protestantism. This is evident in its prominent status as canon. Since the Reformation, Protestant churches have regarded the Bible as the “rule and norm” (Formula of Concord, Art. I) of faith, towards which ecclesial life and theological teaching must be oriented. However, the manner in which this orientation towards the Bible is to be understood in the life of the churches and in the context of theological reflection remains controversial – both within Protestantism and among other denominations. In this respect, in contemporary Protestant dogmatics, Scripture is primarily viewed in terms of crisis. The debate surrounding the so-called “crisis of the Scripture principle” is a fundamental aspect of contemporary theological reflection on Scripture. To whom does Scripture apply, how, and in what respects? How do texts that must be interpreted historically relate to contemporary challenges? How should we deal with the plurality of Scripture and its interpretation?

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