Nachweise in SysLex
Abendmahl(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
| Exzerpt | Das Abendmahl ist neben der Taufe das zentrale christliche Sakrament. Entsprechend soll es auf eine von Gott selbst bestimmte Weise dessen Präsenz in der Welt ermöglichen. Als formalisierte Speisung mit Brot und Wein vollzogener Ritus beruht es auf den neutestamentlichen Berichten von Jesu letztem Abendmahl mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. In der konfessionellen Vervielfältigung des Christentums haben die Gestalt der Mahlfeier, vor allem aber die Interpretationsweisen der Vergegenwärtigung Christi zu Zerwürfnissen geführt, die die gemeinsame Grundlage – dass es um eine Form der Repräsentation Christi geht – in den Hintergrund haben rücken lassen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Amt, Gabe, Gegenwart Gottes, Geist Gottes, Gemeinschaft, Jesus Christus, Kirche, Rechtfertigung, Sakrament |
| Version | 1.0 |
Gabe (dogmatisch)(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 28.08.2025 |
| Exzerpt | Die Forschungen zur Gabe umfassen ein weites Feld von Praktiken und Theorien. In der Dogmatik wird „Gabe“ vor allem als Metapher für das Verhältnis von Gott und Mensch verstanden. Sie dient u. a. zu einer Beschreibung von Schöpfung und Rechtfertigung und von Gottes Geben im Herrenmahl. Damit werden neue sprachliche Zugänge zu diesen christlichen Grundüberzeugungen ermöglicht. |
| Sachschlagwort | Abendmahl, Gabe, Gnade, Rechtfertigung, Relation, Schöpfung |
| Version | 1.0 |
Geschöpf (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16.09.2026 |
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| Exzerpt | Von sich selbst, seinen Mitmenschen, von Tieren oder von weiteren Größen als Geschöpf (lat. creatura) zu sprechen, gehört zur traditionellen wie gegenwärtigen Grundgrammatik des christlichen Glaubens. Mit dieser Redeweise verbinden sich weitreichende ethische Implikationen; besonders gilt dies für die Verwendung der Abstrakta Geschöpflichkeit und Kreatürlichkeit sowie der Komposita Mitgeschöpf bzw. Mitgeschöpflichkeit. Die Reflexion der Frage, was es bedeutet, als Gottes Geschöpf im Kontext anderer Geschöpfe zu leben, bildet damit einen Kernbestand christlich-theologischer Ethik. |
| Sachschlagwort | Beziehung, Demut, Ethik, Gabe, Geschöpf, Gottebenbildlichkeit, Leben, Menschenwürde, Natur, Ordnungstheologie, Relation, Schöpfung, Tier, Tierethik, Umweltethik, Vulnerabilität |
| Version | 1.0 |
Gnade(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
| Exzerpt | „Gnade“ indiziert den Kernsachverhalt von Gottes Weltzuwendung. Das Wort ist eine theologische Bündelungsmetapher von enormer Konzentration: Weite Teile des biblischen Erzählgeflechts und ihrer anderen Textgruppen samt zugrundeliegender Axiomatik lassen sich (auch) auf „Gnade“ hin verdichten, sodass keine Kurzbeschreibung des christlichen Glaubens ohne dies Kennwort auskommt. Freilich müssen diese Bündelungen aufgelöst werden, um sie zu verstehen, und zwar sowohl im Blick auf das bleibend Wichtige des Glaubens als auch auf jetzt anstehende Herausforderungen hin. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anerkennung, Befreiung, Erwählung, Exklusivpartikel, Gabe, Liebe Gottes, Molinismus, Pelagianismus, Prädestination, Rechtfertigung, Teilhabe, Vergöttlichung, Wiedergeburt |
| Version | 1.0 |
Helfen(Autor*in )
| Veröffentlicht | 29.10.2026 |
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| Exzerpt | Der Beitrag untersucht das Phänomen des Helfens aus anthropologischer, gesellschaftlicher und insbesondere aus theologischer Perspektive. Ausgehend von einer grundlegenden Bestimmung des Helfens als wechselseitiger Unterstützung und als Möglichkeit zur Förderung von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe werden zunächst unterschiedliche Dimensionen und Entwicklungslinien helfenden Handelns nachgezeichnet. Dabei wird insbesondere der Wandel von informeller, zwischenmenschlicher Unterstützung hin zu formalisierten und professionalisierten Formen des Hilfehandelns in Sozialer Arbeit und Diakonie betrachtet. Im Anschluss werden theologisch-ethische Begründungen und Kritiken des Helfens herausgearbeitet. |
| Sachschlagwort | Gabe, Gegenseitigkeit, Hilfe, Reziprozität, Selbstbestimmung, Teilhabe, Unterstützung |
| Version | 1.0 |
Leib/ Körper(Autor*in )
| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
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| Exzerpt | Leiblichkeit bzw. Körperlichkeit ist zentraler Bezugspunkt einer Vielzahl von Zugängen und Perspektiven und zugleich von hoher Bedeutung für die theologische Anthropologie und Ethik, darüber hinaus etwa auch für die Christologie und die Gotteslehre. Gegenüber Formen einer Leibvergessenheit zielt die Wiedergewinnung der Leiblichkeit in der Theologie darauf, diese phänomenologisch als unhintergehbares Medium des menschlichen Zugangs zur Welt, schöpfungstheologisch als Gabe und Aufgabe ernst zu nehmen. Christologie und Erlösungslehre (vgl. Art. Soteriologie) halten fest, dass die Selbstzentriertheit auf den eigenen menschlichen Körper gegebenenfalls entmachtet werden muss, um zu einem befreiten Verhältnis zum Körper zu gelangen. Der Entlastungs- und Freiheitsgewinn lässt sich ethisch explizieren. Beispiele hierfür böten der Umgang mit Begrenzungen der körperlichen Modellierbarkeit oder mit dem Ressourcenverlust im Alter. Eine Bejahung des Gegebenen kann in diesen Fällen auch gesundheitlich protektiv sein. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anthropologie, Gabe, Körper, Leib-Seele-Problem, Leib, Leibphänomenologie, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
