Selbstbestimmung

Nachweise in SysLex

Behinderung (ethisch)(Autor*in )
Veröffentlicht29.10.2026
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Eine Behinderung ist kein Merkmal eines Menschen, sondern ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Umweltbedingungen und Beeinträchtigungen eines Menschen. In diesem Sinne wird ein Mensch behindert, soll aber nicht als der oder die „Behinderte“ etikettiert werden, weil damit impliziert würde, dass dieser Mensch ein Defizit habe. Dieser Wechsel im heutigen Begriffsverständnis zeigt an, dass eine Behinderung kulturgeschichtlich unterschiedlich gedeutet wurde und gegenwärtig vor allem die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen leitende Orientierung ist. Auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sollen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Selbstbestimmung der betroffenen Menschen befördert werden.

SachschlagwortAbwertung, Assistenz, Beeinträchtigung, Behinderung, Gottebenbildlichkeit, Inklusion, Menschenwürde, Norm, Selbstbestimmung, Teilgabe, Teilhabe, medizinisches Modell, natürliche Ordnung, soziale Konstruktion
Version1.0
Helfen(Autor*in )
Veröffentlicht29.10.2026
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Der Beitrag untersucht das Phänomen des Helfens aus anthropologischer, gesellschaftlicher und insbesondere aus theologischer Perspektive. Ausgehend von einer grundlegenden Bestimmung des Helfens als wechselseitiger Unterstützung und als Möglichkeit zur Förderung von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe werden zunächst unterschiedliche Dimensionen und Entwicklungslinien helfenden Handelns nachgezeichnet. Dabei wird insbesondere der Wandel von informeller, zwischenmenschlicher Unterstützung hin zu formalisierten und professionalisierten Formen des Hilfehandelns in Sozialer Arbeit und Diakonie betrachtet. Im Anschluss werden theologisch-ethische Begründungen und Kritiken des Helfens herausgearbeitet.

SachschlagwortGabe, Gegenseitigkeit, Hilfe, Reziprozität, Selbstbestimmung, Teilhabe, Unterstützung
Version1.0
Sexualität(Autor*in )
Veröffentlicht01.05.2025
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Sexualität ist dem Menschen nicht einfach gegeben, sondern zur Gestaltung aufgegeben. Diese Überzeugung bildet den übergreifenden Horizont der theologischen Reflexion über Sexualität, in der Vorstellungen darüber, was Sexualität ist, mit Vorstellungen darüber einhergehen, wie Sexualität zu sein hat. In der traditionellen Sexualethik entstanden daraus Normengefüge, die detailliert regelten, wem was wann wie und mit wem erlaubt oder verboten war. Dagegen ist in den letzten Jahrzehnten eine stärkere Beziehungsorientierung der Sexualethik zu beobachten: Nicht mehr einzelne sexuelle Handlungen stehen im Mittelpunkt, sondern die Umstände und Bedingungen ihres Zustandekommens und Vollzugs.

Artikelsammlung
SachschlagwortBeziehung, Fortpflanzung, Freiheit, Fruchtbarkeit, Gewalt, Humanität, Identität, Interaktionsmoral, Konsensmoral, Lust, Machtmissbrauch, Menschenwürde, Selbstbestimmung, Sexualethik, Sexualität
Version1.0