Nachweise in SysLex
Abendmahl(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Das Abendmahl ist neben der Taufe das zentrale christliche Sakrament. Entsprechend soll es auf eine von Gott selbst bestimmte Weise dessen Präsenz in der Welt ermöglichen. Als formalisierte Speisung mit Brot und Wein vollzogener Ritus beruht es auf den neutestamentlichen Berichten von Jesu letztem Abendmahl mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. In der konfessionellen Vervielfältigung des Christentums haben die Gestalt der Mahlfeier, vor allem aber die Interpretationsweisen der Vergegenwärtigung Christi zu Zerwürfnissen geführt, die die gemeinsame Grundlage – dass es um eine Form der Repräsentation Christi geht – in den Hintergrund haben rücken lassen. |
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| Sachschlagwort | Amt, Gabe, Gegenwart Gottes, Geist Gottes, Gemeinschaft, Jesus Christus, Kirche, Rechtfertigung, Sakrament |
| Version | 1.0 |
Alltag(Autor*in )
| Veröffentlicht | 24. Juli 2025 |
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| Exzerpt | Mit dem Begriff „Alltag“ verbinden sich in der Theologie unterschiedliche Denktraditionen. Findet sich der Begriff vor allem in den Handlungsfelddiskursen der Praktischen Theologie, so eröffnet die Reflexion des „Alltags“ auch für die Systematische Theologie wichtige Perspektiven und ist durch sie maßgeblich geprägt. In diesem Artikel wird die interdisziplinäre Entwicklung des Alltagsbegriffs sowie seine theologische Adaption skizziert. |
| Sachschlagwort | Arbeit, Familie, Frömmigkeit, Gottesdienst, Spiritualität |
| Version | 1.0 |
Ehe(Autor*in )
| Veröffentlicht | 13. Februar 2026 |
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| Exzerpt | Die Ehe gilt seit biblischen Zeiten als grundlegende Form menschlicher Gemeinschaft und erfährt im Verlauf der Geschichte tiefgreifende Wandlungen. Mit der Reformation wird sie von Martin Luther als weltlicher Stand göttlicher Ordnung verstanden und als Rahmen für Gemeinschaft, Verantwortung und Sittlichkeit bestimmt. In der Neuzeit entwickelt sie sich zu einer partnerschaftlichen Lebensform, die auf Liebe, Gleichberechtigung und individueller Entscheidung gründet. Aktuelle theologische und gesellschaftliche Debatten thematisieren Fragen nach Freiheit, Fairness und Geschlechterrollen, wodurch die Ehe als Spiegel fortwährender Aushandlungsprozesse über das gute Leben in Gemeinschaft erscheint. |
| Sachschlagwort | Abhängigkeit, Beziehung, EKD, Ehe, Eltern, Emotion, Ethik, Familie, Feminismus, Frau, Freiheit, Gemeinschaft, Gender, Geschlechtlichkeit, Kinder, Martin Luther, Nächstenliebe, Ordnungstheologie, Partnerschaft, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Erlösung(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Erlösung bezeichnet im christlichen Glauben die Erfahrung und Gegenwart des von Gott geschenkten Heils. Sie bezeichnet eine Realität bzw. Prozesse hin zu einer solchen, in der das Böse, das Leiden und die Sünde überwunden worden sind. Grund und Ausgangspunkt des christlichen Erlösungsverständnisses sind Menschwerdung, Tod und Auferstehung Jesu Christi. Soteriologie und Eschatologie sind als dogmatische Lehrstücke, die sich mit der Lehre von der Erlösung beschäftigen, eng mit dem Deutungsrahmen der Christologie verbunden. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Eschatologie, Glauben, Jesus Christus, Soteriologie, Sünde |
| Version | 1.0 |
Fundamentaltheologie (evangelisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 5. März 2026 |
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| Exzerpt | Fundamentaltheologie ist eine Teildisziplin oder Perspektive der Systematischen Theologie, die nach den Grundlagen (wissenschaftlicher) Theologie fragt. Fundamentaltheologisches Fragen gibt es, seit Theologie sich über sich selbst im erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Horizont ihrer Zeit verständigt. Ihr zentraler Fokus ist deswegen apologetisch. Auch wenn sich im evangelisch-theologischen Diskurs Fundamentaltheologie nicht konsequent als eigenständige Teildisziplin durchgesetzt hat, ist fundamentaltheologisches Fragen nach den Grundlagen der Theologie ein Kernbestandteil der Systematischen Theologie. Zentrale Themen sind die der Apologetik, Religions-, Wissenschafts- und Erkenntnistheorie und der Enzyklopädie der Theologie. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Glauben, Offenbarung, Theologie, Vernunft, Wissenschaft |
| Version | 1.0 |
Gottesdienst(Autor*in )
| Veröffentlicht | 24. Oktober 2025 |
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| Exzerpt | In diesem Beitrag wird der evangelische Gottesdienst als rituelle, symbolisch verdichtete und kommunikative Praxis aus ethischer Perspektive analysiert. Im Zentrum steht das Wechselspiel von göttlichem Handeln und menschlicher Antwort als konstitutives Merkmal gottesdienstlicher Praktiken, die vom Sonntagsgottesdienst bis in den Alltag hineinreichen. Neben historischen Entwicklungslinien werden auch aktuelle Diskussionen um neue Formen von Gottesdiensten berücksichtigt. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung gottesdienstlicher Praktiken für die Ausbildung christlicher Ethik und Lebensformen sowie der Problematik der Moralisierung des Gottesdienstes. |
| Sachschlagwort | Abendmahl, Bekenntnis, Bibel, Dienst, Ekklesiologie, Erfahrung, Ethik, Evangelium, Frömmigkeit, Gebet, Geist Gottes, Gemeinschaft, Geschöpf, Glauben, Gott, Gottesdienst, KI-Gottesdienst, Kirche, Kirchenkampf, Kommunikation, Mensch, Reformation, Religion, Schrift, Schöpfer, Spiritualität, Wort Gottes, Öffentliche Theologie |
| Version | 1.0 |
Identität(Autor*in )
| Veröffentlicht | 18. August 2025 |
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| Exzerpt | Nach einer lebensweltlichen Hinführung (1) erläutert der Artikel die beiden wichtigsten Quellen des Identitätsbegriffs: die neuzeitliche Philosophie (2) sowie die moderne Sozialpsychologie (3). Die religiöse Dimension der Identität (4) wird exemplarisch anhand der Symbole „Schöpfung“, „innerer Mensch“ und „Erlösung“ ausgewiesen (5). |
| Sachschlagwort | Gemeinschaft, Politik, Religion, Selbstbewusstsein |
| Version | 1.0 |
Jesus Christus (als Thema systematischer Theologie)(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Das Bekenntnis, Jesus Christus ist Gott und Mensch, artikuliert den christlichen Glauben. Seine dogmatische Reflexion nennt man Christologie. Bei ihr handelt es sich um eine theologische Beschreibung der Bedeutung und Funktion Jesu Christi für den christlichen Glauben. Als theologische Lehre ist die Christologie, so wird im Folgenden vorgeschlagen, nicht gegenständlich-sachhaltig als Darstellung einer Person und ihrer Besonderheit zu verstehen, sondern reflexiv. Sie erörtert den christlichen Glauben als ein in die Geschichte eingebundenes Kommunikationsgeschehen. Dieser Vorschlag nimmt sowohl die Entwicklungsgeschichte der Christologie in der Moderne als auch die verschiedenen Kritiken an ihr seit der europäischen Aufklärung auf und überführt sie in eine konstruktive Neubestimmung der theologischen Lehre von Jesus Christus. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Christologie, Evangelium, Gott, Kreuz, Offenbarung, Zwei-Naturen-Lehre, historischer Jesus |
| Version | 1.0 |
Kanon(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Das Wort Kanon hat eine mehrfache Bedeutung. Im christlichen Kontext steht es einerseits für die Bibel als Sammlung heiliger Schriften und andererseits für die Grundlage oder die elementaren Inhalte des christlichen Glaubens. In welchem Verhältnis beide zueinanderstehen, ist Thema der Fundamentaltheologie, aber auch der materialen Dogmatik. Gleiches gilt für Bibelkanon und Bibelhermeneutik, wobei die Bibel in ihrer Funktion als Heilige Schrift einen noch näher zu bestimmenden normativen Rang nicht nur für die Verkündigung und das Leben der Kirche, sondern auch für die Theologie in all ihren Disziplinen hat. Inwiefern dies gilt und wie sich dies konkret in der theologischen Arbeit zeigt, ist allerdings Gegenstand bleibender Debatten. |
| Sachschlagwort | Glauben, Kirche, Konfession, Offenbarung, Schrift, Tradition, Wort Gottes |
| Version | 1.0 |
Leib/ Körper(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Leiblichkeit bzw. Körperlichkeit ist zentraler Bezugspunkt einer Vielzahl von Zugängen und Perspektiven und zugleich von hoher Bedeutung für die theologische Anthropologie und Ethik, darüber hinaus etwa auch für die Christologie und die Gotteslehre. Gegenüber Formen einer Leibvergessenheit zielt die Wiedergewinnung der Leiblichkeit in der Theologie darauf, diese phänomenologisch als unhintergehbares Medium des menschlichen Zugangs zur Welt, schöpfungstheologisch als Gabe und Aufgabe ernst zu nehmen. Christologie und Erlösungslehre (vgl. Art. Soteriologie) halten fest, dass die Selbstzentriertheit auf den eigenen menschlichen Körper gegebenenfalls entmachtet werden muss, um zu einem befreiten Verhältnis zum Körper zu gelangen. Der Entlastungs- und Freiheitsgewinn lässt sich ethisch explizieren. Beispiele hierfür böten der Umgang mit Begrenzungen der körperlichen Modellierbarkeit oder mit dem Ressourcenverlust im Alter. Eine Bejahung des Gegebenen kann in diesen Fällen auch gesundheitlich protektiv sein. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anthropologie, Gabe, Körper, Leib-Seele-Problem, Leib, Leibphänomenologie, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
Rechtfertigung(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Der Begriff der Rechtfertigung ist ein Zentralbegriff evangelischer Theologie. In seinem theologischen Sinn unterscheidet er sich grundlegend vom außertheologischen Sprachgebrauch. Im alltagssprachlichen Verständnis wird von Rechtfertigung gesprochen, wenn Menschen sich für ein bestimmtes Verhalten oder eine Handlung vor einer anderen Instanz rechtfertigen bzw. verantworten. Theologisch bezieht sich Rechtfertigung auf das Verhältnis des Menschen zu Gott und bezeichnet ein Handeln Gottes, durch das Gott dem Menschen von der Ungerechtigkeit seiner Sünde befreit und ihm Gerechtigkeit zuerkennt. Die Fragen, wie Gott den Menschen rechtfertigt, inwiefern es sich bei der Rechtfertigung um einen Akt der göttlichen Gnade handelt, ob und in welcher Weise der Mensch zu seiner Rechtfertigung beitragen kann und worin das Heilsame der Gerechtigkeit besteht, sind in der theologischen Diskussion seit der Antike Gegenstand theologischer Reflexion und Debatten. |
| Sachschlagwort | Erlösung, Gerechtigkeit, Heil, Jesus Christus, Schuld, Soteriologie, Sünde, Vergebung |
| Version | 1.0 |
Reich Gottes (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 10. März 2026 |
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| Exzerpt | Mit diesem Begriff ist entsprechend der „Vaterunser“-Bitte Jesu („Dein Reich komme!“; Mt 6,10) die Herrschaft Gottes gemeint, in deren adventliches Präsent-Werden man „wartend und eilend“ einbezogen wird. Weil das Reich Gottes kommt und mit seinem Kommen die irdischen Verhältnisse grundlegend verändert werden, ist es auch von erheblichem moralischem und politischem Einfluss und als solches Gegenstand der ethischen Reflexion. Das Reich Gottes bricht in der von Jesus konstituierten Beziehung zum Vater bereits an und ist eben nicht nur zukünftig, sondern auch gegenwärtig, nicht nur transzendent, sondern auch immanent, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Das im Kommen begriffene Reich Gottes wirft die grundlegende ethische Frage auf, wie sich menschliches Handeln zum Handeln Gottes verhalten kann und soll. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Christologie, Gesellschaft, Kirche, Politik, Staat |
| Version | 1.0 |
Schrift(Autor*innen )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Der Bezug auf die Bibel als Heilige Schrift ist in Praxis und Theorie konstitutiv für das Christentum und hat insbesondere im Protestantismus eine identitätsstiftende Funktion. Dies wird deutlich an ihrer herausgehobenen Bedeutung als Kanon. Seit der Reformation verstehen evangelische Kirchen die Bibel als „Regel und Richtschnur“ (Konkordienformel, Art. I) des Glaubens, an der sich kirchliches Leben und theologische Lehre zu orientieren haben. Wie diese Orientierung an der Bibel aber im Leben der Kirche wie auch in der theologischen Reflexion genau zu verstehen ist, bleibt sowohl im Protestantismus als auch zwischen den Konfessionen strittig. Insofern kommt die Schrift in der gegenwärtigen evangelischen Dogmatik vor allem im Modus der Krisenbeschreibung in den Blick: Die Debatte um die sog. „Krise des Schriftprinzips“ ist ein Grundmoment gegenwärtiger theologischer Reflexion auf die Schrift: Für wen gilt die Schrift wie und in welchen Belangen? Wie verhalten sich historisch zu deutende Texte zu gegenwärtigen Herausforderungen? Wie ist mit der Pluralität der Schrift und ihrer Auslegung umzugehen? |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Autorität, Bekenntnis, Evangelium, Exegese, Geist Gottes, Glauben, Hermeneutik, Jesus Christus, Kanon, Kirche, Lehramt, Offenbarung, Rationalismus, Tradition, historische Kritik |
| Version | 1.0 |
Selbstbewusstsein(Autor*in )
| Veröffentlicht | 24. Februar 2026 |
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| Exzerpt | Mit dem Begriff „Selbstbewusstsein“ wird auf eine Beziehung rekurriert, die ein Subjekt zwar permanent zu sich selbst einnimmt, derer es sich jedoch nur in bestimmten Reflexionsakten gewahr wird. Diese Beziehung ermöglicht es einem Subjekt in formalpragmatischer Hinsicht, sich zu sich selbst, zu anderen und zu Gott aus der Teilnehmerperspektive der ersten Person zu verhalten. Unter Formalpragmatik wird dabei die epistemischen Voraussetzungen der Bezugnahme eines Menschen auf sich selbst, die Welt und Gott verstanden. Aus diesen Verhältnissen wiederum lassen sich ethische (mit Blick auf die Handlungen), anthropologische (mit Blick auf die den Handlungen zugrunde liegende Autonomie) und theologische Konsequenzen (mit Blick auf die existentielle Vorfindlichkeit des eigenen Seins) ableiten. In stark verkürzter Form gedenkt der vorliegende Artikel an die historische Entwicklung zu erinnern (1.) und sodann in systematischer Hinsicht eine Reihe von neuralgischen Stichwörtern zumindest zu benennen (2.), ohne allerdings eine der Breite angemessene oder der Komplexität tiefgreifende Darstellung entwickeln zu können. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Bewusstsein, Gott, Mensch, Reflexion, Subjekt, Welt |
| Version | 1.0 |
Sprache(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Sprache ist für den christlichen Glauben das zentrale Medium zur Vermittlung des Heils. Darüber wurde im Laufe der Theologie- und Frömmigkeitsgeschichte viel nachgedacht. Systematische Theologie muss aber diese Bedeutung der Sprache auch im gegenwärtigen Horizont lebensweltlicher Fragestellungen um Funktion und Fähigkeit der Sprache sowie unter den Herausforderungen kritischer Wissenschaften überdenken. |
| Sachschlagwort | Botschaft, Evangelium, Hermeneutik, Jesus Christus, Kommunikation, Sprache, Vernunft, Vertrauen |
| Version | 1.0 |
Teufel(Autor*in )
| Veröffentlicht | 23. September 2025 |
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| Exzerpt | Die Figur des Teufels symbolisiert wie kaum eine andere Instanz Phänomene des Bösen in Religionen und Literatur, obwohl sowohl biblische als auch theologische Gründe gegen die Existenz des Teufels sprechen. Systematisch-theologisch attraktiv ist auf den ersten Blick die Entlastung endlicher und göttlicher Freiheit durch die Teufelsgestalt. Bei genauerem Hinsehen wird die Frage nach dem Ursprung des Bösen durch den Teufel aber nicht beantwortet, da diese Figur als endliches Wesen und Geschöpf gedacht werden muss und daher nicht an die Stelle der Freiheit des Menschen und Gottes treten kann. Die Figur des Teufels kommt im Christentum und in den Religionen allerdings stets um den Preis der Angst, da Freiheit, wie im Fall von Besessenheit, völlig korrumpierbar erscheint. Diese Art des Zugriffs von Teufeln und Dämonen auf andere endliche Freiheit kann theologisch jedoch nicht gedacht werden. Der Artikel diskutiert zudem, inwiefern die Figur des Teufels dem Bösen als Exzessivem oder Unverstandenem in der Welt Ausdruck verleiht und sogar ethische Potentiale hat. Wenn für das Böse nämlich ein Teufel als Genie der Versuchung verantwortlich ist und Personen im Ausagieren des Bösen nur nachgeben, liegt darin ein Schutz der Person vor absoluter Verurteilung. Allerdings hängt offensichtlich der moralische Schutz von Personen auch in den Religionen erneut nicht an der Annahme der Existenz eines Teufels. Insgesamt zeigt der Artikel die systematisch-theologische Tendenz zur Begrenzung von Teufelsvorstellungen mit interdisziplinärem Anklang. |
| Sachschlagwort | Böses, Dämon, Freiheit, Gott, Sünde, Verantwortung, Vergebung |
| Version | 1.0 |
Theologische Ethik(Autor*innen )
| Veröffentlicht | 5. März 2026 |
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| Exzerpt | Theologische Ethik beschäftigt sich mit der Reflexion von Moral und Ethos vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens. Sie analysiert entsprechend Handlungsorientierungen und Diskurse über das gute Leben und Lebensführung. Dabei nimmt sie sowohl normative Vorstellungen von Individuen als auch die Strukturen, in die Individuen eingebunden sind, in den Blick. Die wissenschaftliche Ethik befasst sich dabei mit aktuellen Themen in verschiedenen anwendungsorientierten Bereichsethiken, wie Medizinethik, politische Ethik und Umweltethik. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit metaethischen Fragestellungen. Es existiert eine Vielzahl verschiedener protestantischer ethischer Ansätze, die sich jeweils unterschiedlich zu bestehenden Spannungsfeldern verhalten. Dazu zählen beispielsweise die Frage nach dem Verhältnis von evangelischer Tradition und gegenwärtigen Herausforderungen, die Balance zwischen deskriptiven Aufgaben und normativer Orientierung sowie die Reflexion über das Verhältnis von theologischer und philosophischer Ethik. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Autonomie, Ethik, Freiheit, Fundamentalethik, Fähigkeit, Gebot, Gerechtigkeit, Gesetz, Gesinnungsethik, Handlung, Individuum, Normative Ethik, Normen, Nächstenliebe, Person, Prinzipienethik, Recht, Rechte, Sozialethik, Systematische Theologie, Theologie, Utilitarismus, Verantwortung, Verantwortungsethik, Vernunft, Wissenschaft |
| Version | 1.0 |
Tod Gottes (Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Dargestellt werden Motive der Tod-Gottes-Idee in der Religions-, Kultur-, Literatur-, Philosophie- und Theologiegeschichte. Markante Kennzeichen der Rede vom Tod Gottes sind ihr kultureller Variantenreichtum, ihre produktive Mehrdeutigkeit und ihr wiederkehrendes Irritationspotential. Die Verbindung von Tod und Gott irritiert geläufige Vorstellung von Gott und Tod, unsterblich und sterblich. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Atheismus, Glauben, Gott, Kreuz, Nihilismus, Religionskritik, Säkularismus |
| Version | 1.0 |
Trinität(Autor*in )
| Veröffentlicht | 30. September 2025 |
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| Exzerpt | „Trinität“ (Dreieinigkeit/Dreifaltigkeit) ist der Versuch, das Wesentliche des christlichen Glaubens zu benennen. Christ*innen glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist und sie führen diesen Glauben auf das Wirken des Heiligen Geistes zurück. Gehören der Sohn und der Geist zu Gott dazu, dann ist es sein Wesen, sich dem Menschen zuzuwenden. Der trinitarische Gottesgedanken will daher zum Ausdruck bringen, dass Gott Liebe ist. Die Trinitätslehre, die dieses Bekenntnis begrifflich entfaltet, war immer auch umstritten. Aus theologischer Perspektive wird gefragt, ob es legitim ist, vom Handeln Gottes auf sein Wesen zu schließen; andere Religionen bezweifeln den monotheistischen Charakter des Christentums; diskutiert wird schließlich, inwiefern der trinitarische Gottesgedanken heteronormative und patriarchale Vorstellungen religiös fundiert. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Homoousios, Hypostase, Immanente Trinität, Liebe, Modalismus, Monotheismus, Offenbarung, Passion, Perichoresis, Rechtfertigung, Soziale Trinitätslehre, Subordinatianismus, Tritheismus, filioque, Ökonomische Trinität |
| Version | 1.0 |
Vergebung (dogmatisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 30. September 2025 |
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| Exzerpt | „Vergebung“ ist einer der Begriffe, mit dem in der Dogmatik Gottes Heilshandeln an dem Menschen beschrieben wird. Genauer dient der Begriff „Vergebung“ der Bezeichnung des Umgangs Gottes mit dem Menschen als Sünder*in, d. h. dessen*deren Sündhaftigkeit und Sünden. Mit göttlicher Vergebung ist entsprechend in der Dogmatik Sündenvergebung gemeint. Ein möglicher Zusammenhang von göttlicher Vergebung und zwischenmenschlicher Vergebung wird in der protestantischen Theologie teils angenommen, teils kritisiert. |
| Sachschlagwort | Buße, Erlösung, Gerechtigkeit, Gnade, Heil, Person, Rechtfertigung, Reue, Sünde, Versöhnung, Werk |
| Version | 1.0 |
Versöhnung (dogmatisch)(Autor*in )
| Verwandte Artikel | |
|---|---|
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Versöhnung im dogmatischen Verständnis zielt darauf ab, die aus der Sünde resultierende Trennung von Gott und Schöpfung zu beheben. Mit dem Begriff der Versöhnung wird also eine spezifische Form des In-Beziehung-Tretens von Gott und der Schöpfung verstanden, die an Konzepte wie Erlösung, Rechtfertigung oder Zurechtbringung angrenzt und zusammen mit diesen der Soteriologie zuzurechnen ist. Ihr Spezifikum erhält sie durch die Prozesshaftigkeit und Vorläufigkeit des Gott-weltlichen Beziehungsgeschehens und seiner Effekte. Der Artikel führt systematisch und historisch in den Begriff ein und entfaltet die gegenwärtigen Problemfelder für Ökumene, individuelles Leben und unversöhnlich bleibenden Konstellationen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Christologie, Erlösung, Mensch, Offenbarung, Rechtfertigung, Sünde, Trinität, Ökumene |
| Version | 1.0 |
Zukunft(Autor*in )
| Veröffentlicht | 23. Juni 2025 |
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| Exzerpt | Der Artikel behandelt die Zukunft zunächst im Allgemeinen von der Zukunftserfahrung und ihrer sprachlichen Erfassung ausgehend hinsichtlich sprachlicher Logiken der Zukunft und deren ontologischen, d. h. die Existenz betreffenden Realitätszuschreibungen (1–4). Speziell theologische Aspekte werden durch die Unterscheidung von Futur und Advent, deren Bedeutung für die Ethik, verschiedene Vorstellungen von Eschatologie, die sich an unterschiedlichen Konzeptionen des Reiches Gottes ausrichten, der Apokalyptik, Utopien und Dystopien sowie der Hoffnung auf die Vollendung der Welt entfaltet (5–10). Der letzte Abschnitt zeigt, dass sich Zukunftsvorstellung und Gotteslehre wechselseitig bedingen (11). |
| Sachschlagwort | Advent, Apokalyptik, Das Neue, Dystopie, Eschatologie, Futur, Parusie, Utopie, Zeit |
| Version | 1.0 |
