Stadt

Im „Jahrtausend der Städte“ (Kofi Annan), in dem mehr als 70 Prozent der Menschen in Städten leben werden, ist die bewusste, nachhaltige und zukunftsfähige Gestaltung der urbanen Großräume eine gewichtige Herausforderung geworden, in der sich eine Fülle von sozialethischen Fragen bündelt. In christlicher Perspektive wird die Hoffnung auf das „neue Jerusalem“ in der Offenbarung des Johannes zur Aufforderung, sich um eine humane, menschengerechte und nachhaltige Stadtentwicklung zu bemühen; insbesondere im 20. Jahrhundert haben theologische Konzepte und kirchliche Dokumente diese Vision versucht mit Leben zu füllen. Die Vorstellung einer offenen, sorgenden „Gartenstadt“ als soziologische Übersetzung der „idealen Stadt“ sowie die Beispiele aus Großstädten wie Barcelona und Bogota in der Gegenwart können anregend wirken, die Stadt zu dem Ort zu machen, an dem der „Kampf für nachhaltige Entwicklung […] gewonnen“ werden kann (Ban Ki-Moon).

Inhaltsverzeichnis

    1. Globale Perspektiven: Zunehmende Urbanisierung

    1.1 Historische Entwicklungen

    Die Stadt löste im 12. Jahrhundert die Burg ab und zeichnete sich durch die Merkmale Marktrecht, Selbstverwaltung und Sicherheit aus. Dadurch entstand ein klar abgegrenztes Konglomerat von Gruppen, Familien und Verbänden, das im Unterschied zur Leibeigenschaft auf dem Land freiere Lebensformen zuließ („Stadtluft macht frei nach Jahr und Tag“). Diese Grenzziehung, die durch die Stadtmauern symbolisiert und insbesondere in den freien Reichsstädten praktiziert wurde, ging im ausgehenden Mittelalter zunehmend verloren und wurde durch rechtliche Konstruktionen ersetzt. Mit der zunehmenden Industrialisierung und dem Bau von Eisenbahnlinien wurden die Städte zu Knotenpunkten der wirtschaftlichen Entwicklung; parallel dazu entstanden im 20. Jahrhundert an den Stadträndern neue, auf Wohnen und Versorgung ausgerichtete Siedlungen (Suburbanisierung) – teilweise verbunden mit neuen Problemerscheinungen.

    1.2 Das „Jahrtausend der Städte“ 

    Mit dem 21. Jahrhundert hat das „Jahrtausend der Städte“ begonnen, so der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan  oes-gnd-icon waiting... während der „Urban 21“1Vgl. Holl, Peter u. a. (Hg.): Urban 21. Der Expertenbericht zur Zukunft der Städte, Berlin 2000., der Weltkonferenz der Städte im Jahr 2000. Die Städte könnten Brutstätten einer zukunftsfähigen Kultur werden, aber auch zu Orten der Arbeitslosigkeit, der Ausbeutung und der zunehmenden Gewalt. Deswegen bedürfe die Stadt der Zukunft einer bewussten Gestaltung. Auch wenn sich keine einheitliche Definition des Begriffes Stadt durchgesetzt hat, wird es von keiner Seite bezweifelt, dass die Stadtbevölkerung in Relation zur Weltbevölkerung sehr viel schneller wächst.2Zu aktuellen Zahlen vgl. den Annual Report von UN-Habitat: UN-Habitat (Hg.): Annual Report 2025, Nairobi 2025. Seit 2008 lebt nach UN-Angaben die Mehrzahl der Erdbewohner*innen in einer Stadt, 2050 werden weltweit zwei von drei Menschen in Städten leben. Diese dramatische Entwicklung hat keine historischen Vorbilder: Das gewaltige Wachstum der Städte im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verlief geradezu gemächlich verglichen mit der zunehmenden Urbanisierung rund um den Globus in der Gegenwart. Mexiko City wuchs in 30 Jahren von einer auf zwanzig Millionen Einwohner; London hat für diese Entwicklung 130 Jahre gebraucht. Und: Ein Großteil dieser Entwicklung ereignet sich in den Ländern des Südens oder Asiens. So wird erwartet, dass Lagos bis 2050 mehr als 32 Millionen beherbergt, bis 2100 sogar 88 Millionen Menschen: Somit wird Lagos zur größten Stadt weltweit heranwachsen. Zum Vergleich: Vor 70 Jahren war Lagos noch eine Stadt mit 250.000 Einwohnern. Diese Tendenz zur explosionsartig sich vertiefenden Urbanisierung der Weltbevölkerung stellt das bisherige Leitbild, Städte systematisch zu planen und das Wachstum in geordnete Bahnen zu lenken, weitgehend in Frage bzw. vor neue und gewaltige Herausforderungen.

    1.3 Städte als Knotenpunkte im globalen Netz

    Jedoch nicht nur die Quantitäten haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich geändert, sondern auch die Qualität dessen, was eine Stadt heute ausmacht und welches Erscheinungsbild sie bietet. Die skizzierte Entwicklung steht im Zusammenhang mit der voranschreitenden Globalisierung.3Vgl. zur ethischen Einordnung der Globalisierungsprozesse: Hübner, Jörg: Globalisierung als Herausforderung für Theologie und Kirche, Stuttgart 2004. Die Bedeutung der Nationalstaaten als Steuerungsinstrumente im internationalen Geflecht verändert sich erheblich: Gesteuert wird das globale Geflecht aus Wirtschafts-, Politik- und Sozialbeziehungen in den Knotenpunkten der Städte.4Vgl. Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarkts. Die neue Rolle der Global Cities, Weinheim 1998. So beginnen sich Städte zu verwandeln; in den Innenstädten finden sich zunehmend mehr Dienstleistungszentren: Banken, Beratungsgesellschaften und Firmenzentralen. Es wird für Mitarbeitende dieser Dienstleistungszentralen sowie für Singles wieder „chic“ und bedeutsam, eine Wohnung im innerstädtischen Bezirk zu beziehen. Parallel zu dieser Entwicklung wandern Einkaufsmöglichkeiten an den Rand der Städte aus bzw. verlagern sich in den digitalen Raum. Zugleich bilden sich dort mehr und mehr Wohnquartiere schlechteren Zuschnitts. So urteilte Ban Ki-Moon  oes-gnd-icon waiting... , der Nachfolger von Kofi Annan  oes-gnd-icon waiting... als UN-Generalsekretär zum „Jahrtausend der Städte“: „Städte sind die Orte, an denen der Kampf für nachhaltige Entwicklung gewonnen oder verloren wird.“ 

    2. Sozialethische Fragestellungen

    2.1 Aus der zunehmenden Urbanisierung sich ergebende Herausforderungen 

    Die zunehmende Verstädterung wird in Zukunft fortschreiten; andernfalls droht durch die demografische Entwicklung der ökologische Kollaps. Jedoch: Wirtschaftliche und soziale Entwicklung fallen in den Städten mehr und mehr auseinander. Auf der einen Seite bieten Städte eine bessere Versorgung mit Gesundheitsdienstleistungen. Oder: In den Städten gibt es weitaus geringere Bildungsunterschiede zwischen Männern und Frauen als in ruralen Regionen. Auf der anderen Seite steht der in den Städten rasch einsetzende Zusammenbruch der großfamiliären Solidarsysteme, die sich vertiefende soziale Fragmentierung in Quartieren, die Überforderung der städtischen Infrastruktur, übergriffige Handlungen gegenüber Stadtbewohner*innen oder das überproportionale Wachstum der Elendsviertel. Hinzu kommen gewaltige ökologische Herausforderungen sowie die Fragen des Baubodenrechts: Bodenspekulationen, steigende Mieten von Stadtwohnungen, Gentrifizierung und Nutzung der Wohnungen für online vermittelte Kurzmieten werfen eine Fülle von wirtschaftsethischen Fragen zur Gerechtigkeit auf. Zudem werden Konzepte einer „Smart City“ immer bedeutsamer, so dass Fragen zur demokratischen Teilhabe sowie zum Datenschutz entstehen. In der sozialethischen Betrachtung von Städten als Knotenpunkte im globalen Netz überschneiden sich also eine Vielzahl von ökonomischen, rechtlichen, sozialen und ökologischen Aspekten.5Vgl. dazu insgesamt: Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umwelt Veränderungen (WBGU) (Hg.): Der Umzug der Menschheit. Die transformative Kraft der Städte, Berlin 2016, 43ff.

    2.2 Die Stadt als zentraler Anwendungsfall für sozialethische Reflexionen

    Die Stadt wird so zum Nukleus angewandter Sozialethik. Die entscheidenden sozialethischen Fragestellungen lauten also: Wie können Städte so gestaltet werden, dass allen Menschen faire Lebenschancen eröffnet werden? Ist Wohnen ein marktwirtschaftliches Gut oder ein soziales Grundrecht, das ökonomische und rechtliche Korrekturen in der Stadtpolitik einfordert? Wie lassen sich die ökologischen Lasten der Stadt bewältigen und so tragen, dass eine nachhaltige Stadtentwicklung ermöglicht wird? Wie sieht ein gerechtes Zusammenleben in ethnisch und kulturell vielfältigen Städten aus? In einer Sozialethik der Stadt bündeln sich in dieser Weise zentrale Fragen zukünftiger, transformativer Entwicklungsprozesse der Menschheit und des Zusammenlebens.6Vgl. Brocchi, Davide: Die große Transformation der Stadt. In: EthikJournal 1 (2021), https://www.ethikjournal.de/archiv/sozialoekologische-transformation-diskursfelder-und-themen-fuer-die-und-in-der-sozialen-arbeit/die-grosse-transformation-der-stadt-gelebte-demokratie-als-motor-sozial-oekologischen-wandels, abgerufen am 01.02.2026. Die Stadt wird zum Paradebeispiel angewandter Sozialethik, wobei die angesprochenen Verantwortungsebenen ebenfalls sehr unterschiedlich sind: Auf der Makroebene geht es u. a. um (wirtschafts-)politische Entscheidungen, auf der Mesoebene um die Verantwortung der Städteplanung, der kommunalen Regierungsbehörden oder der Unternehmen, auf der Mikroebene um die Verantwortung aller Bürger*innen sowie der Zivilgesellschaft. Auf Grund der historischen Entwicklungen der frühchristlichen Gemeinden in urbanen Regionen (z. B. Korinth, Ephesus oder Rom), gleichzeitig aber auf der Basis der biblischen Visionen von der Bedeutung der Stadt als Ort der göttlichen Gegenwart (Jerusalem) oder aber als Ort der widergöttlichen Konzentration (Turmbau zu Babel) haben sich die Kirchen und die christliche Sozialethik fortwährend mit den Herausforderungen städtischen Lebens auseinandergesetzt und es mitzugestalten versucht. Dass die Stadt zum zentralen Anwendungsfall für sozialethische Reflexionen wird, trifft deswegen im besonderen Maße in christlicher Perspektive zu.      

    3. Sozialethische Beurteilungen in christlicher Perspektive

    3.1 Biblische Perspektiven

    Von zentraler Bedeutung waren und sind in christlicher Perspektive die Deutungen, die sich aus den biblischen Sichtweisen des irdischen und himmlischen Jerusalems ergeben (2Sam 5f., Jes 54 und 60, Sach 14, Hebr 13 oder Offb 21f.) – gebündelt in dem bekannten biblischen Wort „Suchet der Stadt Bestes“ (Jer 29,7Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.Zur Bibelstelle). Das irdische bzw. das himmlische Jerusalem und damit die Stadt an sich wird zum Symbolort der Geborgenheit in Gott. Insbesondere die neutestamentliche Hoffnung und Suche nach der „zukünftigen“ als der „bleibenden Stadt“ (Hebr 13,14Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.Zur Bibelstelle) sowie die Vision des himmlischen Jerusalems (Offb 21f.) haben dazu herausgefordert, die Zielvorstellung einer humanen Stadt zu thematisieren und anzustreben: Als Gegenbild zur irdischen Stadt Rom7Vgl. Wengst, Klaus: Pax Romana. Anspruch und Wirklichkeit, München 1986; Wengst, Klaus: „Wie lange noch?“ Schreien nach Recht und Gerechtigkeit – eine Deutung der Apokalypse des Johannes, Stuttgart 2010. ist das neue Jerusalem als „ideale Stadt“ ein Ort, an dem die Unterscheidung zwischen Fremden und Einheimischen nicht mehr besteht. Die Tore sind offen (Offb 21,25Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein.Zur Bibelstelle), die „neue“ Stadt ist in ihren Ausmaßen sowie mit ihren edelsteinbesetzten Toren (Offb 21,10–14[10] Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, [11] die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Leuchten war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; [12] sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: [13] von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. [14] Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.Zur Bibelstelle) ein ästhetisches Gebilde. Herrschaftlich-imperiale Gebäude haben in dieser Stadt keinen Platz, da Gott in ihr regiert (Offb 21,22–27[22] Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. [23] Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. [24] Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. [25] Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. [26] Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen. [27] Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Gräuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.Zur Bibelstelle). Auch das Zusammenspiel von Natur und Sozialität gelingt in dieser visionären Stadt, die sich von den von Kloaken durchzogenen Städten nach dem Vorbild Roms scharf unterscheidet, da in ihr ein „Strom lebendigen Wasser, klar wie Kristall“ (Offb 22,1Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes,Zur Bibelstelle) zu finden ist, gesäumt von „Bäumen des Lebens“ (Offb 22,2mitten auf ihrer Straße und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.Zur Bibelstelle). Das neue, himmlische Jerusalem wird damit zum kritischen Maßstab für die Humanität der Städte. Das irdische Rom wird mittels dieser Vision entthront und mit dem Stichwort „Babylon“ verbunden: Diese imperiale, auf Ausbeutung und Ausgrenzung ausgerichtete Stadt wird untergehen.8Vgl. dazu Schüssler Fiorenza, Elisabeth: Das Buch der Offenbarung. Vision einer gerechten Welt, Stuttgart 1991, 134ff.

    3.2 Harvey Cox: Stadt ohne Gott? 

    In vielfältiger Weise hat die biblische Vision einer „idealen Stadt“ Kirchen und Theolog*innen dazu animiert, der Stadt ein bewusstes Gesicht zu verleihen. Im 20. Jahrhundert war es insbesondere das 1965 von dem US-amerikanischen Theologen Harvey Cox  oes-gnd-icon waiting... veröffentliche und enorm einflussreiche Werk „Stadt ohne Gott?“9Cox, Harvey: Stadt ohne Gott, 4. Auflage, Stuttgart 1968. (englisch: „The Secular City“), das entscheidenden Einfluss auf die Urteilsbildung in christlicher Perspektive ausgeübt hat. Harvey Cox stellt dort die These auf, dass die zunehmende Säkularisierung in den Städten, der Zusammenbruch großfamiliärer Solidarsysteme, das Wachsen von Organisationen oder das Auseinanderfallen von Arbeitsplatz und Wohnort („technopolitische Epoche“) durchaus nicht nur negativ zu beurteilen sei. Die „Säkularisierung der Arbeit“ sowie die Profanität und der Pragmatismus als Zeichen des Städters sind nach seiner Einschätzung den biblischen Leitbildern näher als eine mythische Beurteilung des Vorhandenen in ihrer traditionellen Deutung. „Trotz seiner Fußangeln ist die anonyme Gestalt des urbanen Lebens ein Beitrag zur Befreiung des Menschen vom Gesetz. Für viele ist es eine herrliche Befreiung, eine herrliche Befreiung von trostlosen Traditionen und lästigen Erwartungen des Stadtlebens und der Eingang in die aufregenden neuen Möglichkeiten der Wahl, von denen die säkulare Metropolis voll ist.“10Cox, Harvey: Stadt ohne Gott, 4. Auflage, Stuttgart 1968, 62. Der Grad an Freiheit und Einflussnahme könne in den Städten zunehmen – und deswegen sei die Verstädterung „lieber als ein Handeln dessen zu erkennen, der schon einmal ein Volk aus der endlosen Mühsal […] in einen Land geführt hat, in dem Milch und Honig flossen.“11Cox, Harvey: Stadt ohne Gott, 4. Auflage, Stuttgart 1968, 209. Im urbanen Kontext sollten sich die christlichen Glaubensgemeinschaften deswegen progressiv verhalten und aktiv den politischen Diskurs mitgestalten, einladende Zeichen setzen und sichtbare Formen von gelebtem Glauben erkennbar werden lassen.

    3.3 EKD (1984): Menschengerechte Stadt

    Weitergeführt wurde die Fragestellung von Harvey Cox  oes-gnd-icon waiting... u. a. von der 1984 veröffentlichten und ebenfalls einflussreichen Studie der Sozialkammer der EKD „Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung.“12Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984. Die Studie verfolgt das Ziel, den Lebensraum Stadt für adäquates kirchliches Handeln zu entdecken und verständlich zu machen. Leitbild der Studie ist die offene, gegliederte Stadt. Im Anschluss an das Konzept „Verantwortliche Gesellschaft“ der Vollversammlung des ÖRK in Amsterdam (1948)13Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 25. werden u. a. folgende Kriterien für eine „mitmenschlich“ und „naturgerechte“ Stadt14Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 44. genannt: Förderung der nachbarschaftlichen und quartierbezogenen Kommunikation als Beitrag zur gemeinschaftlichen Basis der Stadt, Teilhabe der Bürger*innen in allen Dimensionen städtischen Lebens,15Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 52ff. Einbindung der Quartiere in die Natur16Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 64ff. Orientierung an den Schwächeren, die Durchdringung von Wohnen und Arbeiten in den Unterzentren sowie die Schaffung überschaubarer, multifunktionaler Lebens- und Erlebnisbereiche. „Die Vision der kommenden Gottesstadt vermag schöpferische Phantasie freizusetzen, kann und soll dazu führen, dass Christen Verantwortung für die Gestaltung der Städte übernehmen.“17Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 126. Die Studie war ein bedeutsamer Beitrag zur ethischen Beurteilung von Urbanität in christlicher Perspektive; sie leitete dazu an, in den Quartieren ortsnahe Einkaufszentren zu schaffen, die kulturelle Vielfalt zu beleben oder Grüngürtel bei der Stadtplanung zu bedenken.

    3.4 EKD (2007): Gott in der Stadt

    Schon in den frühen 2000er Jahren stand die Suche nach einer „menschengerechten Stadt“ jedoch vor immer größer werdenden Herausforderungen: Angesichts der schnell wachsenden Städte wurde eine geordnete Stadtplanung zur „Quadratur des Kreises“. Stadtverwaltungen gelang es nicht mehr, die Segregation der Viertel und Quartiere in gezielte Bahnen zu lenken.18Vgl. Opaschowski, Horst Werner: Besser leben, schöner wohnen? Leben in der Stadt der Zukunft, Darmstadt 2005. Hinzu kam das kapitalgetriebene Interesse von Eigentümer*innen und Investor*innen, so dass die Vorstellungen der EKD-Studie von 1984 schon bald zum Ausdruck einer sozialromantischen Vorstellung wurden. Unter dem Eindruck der deutschen Städtelandschaft, die in dieser Zeit nach Bildern einer „Medienstadt“, einer „Einkaufsstadt“ oder einer „Stadt der Wissenschaft“ suchte, ergänzte die EKD die Studie von 1984 um den Text „Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt“ von 2007.19Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026. Ausgehend von der zunehmenden Polarisierung innerhalb der Stadt sowie zwischen „Verlierer“- und „Gewinnerstädten“ zeichnete dieser Text ein eher disparates, skeptisches, zuweilen sogar katastrophisches Bild der zukünftigen Stadt.20Vgl. Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026, 20ff. Der Schwerpunkt des EKD-Textes liegt auf der sich daraus ergebenden Rolle der Kirche in der Stadt: Ausgehend von der christologischen Ämterlehre21Vgl. Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026, 47ff., also vom priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Jesu Christi, fokussiert der EKD-Text auf eine kompetente liturgische Gestaltung der Gottesdienste in den Stadtkirchen, auf eine ansprechende Bildungsarbeit in den Stadtakademien sowie auf die diakonisch-anwaltschaftliche Arbeit. Die Kirche nimmt damit einen stellvertretenden Dienst im Sinne einer humanen Stadtgestaltung wahr; sie ist „Teil der Stadt und zugleich ihr Gegenüber“.22Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026, 52.

    3.5 Die veränderte Diskussionslage in der Gegenwart

    Die veränderte Diskussionslage zwischen den beiden EKD-Dokumenten aus den Jahren 1984 und 2007 zeigt, dass die Kirche nur noch in einem schwindenden Maße an städteplanerischen Prozessen aktiv Anteil nehmen kann: Waren in der Vergangenheit „Rathaus“ und „Kirche“ ein zentraler, zusammenhängender Bestandteil der Stadt und damit Motor der Stadtentwicklung,23Vgl. Wabel, Thomas: Die nahe ferne Kirche. Studien zu einer protestantischen Ekklesiologie in kulturhermeneutischer Perspektive, Tübingen 2010. so wird durch die fortschreitende Säkularisierung und religiöse Diversifizierung in den Städten die Rolle der Kirchen24Vgl. David, Phillipp/Erne, Thomas/Krüger, Malte Dominik/Wabel, Thomas (Hg.): Bauen – Wohnen – Glauben. Lebendige Architektur und religiöse Räume, Leipzig 2023. in einem bedeutsamen Maße abnehmen.25Vgl. epd-Dokumentation 36 (2015) vom 01.09.2025: Theologie der Stadt – Berichte aus dem Theologischen Labor Berlin. Hinzu kommt, dass die Kirchen selbst vor enormen Herausforderungen stehen, die vorhandenen Immobilien im Eigenbesitz angesichts der nötigen Klimaneutralität und wegen der zurückgehenden Ressourcen überhaupt noch zu erhalten. Zeitgleich nehmen die sozialethischen Herausforderungen in den Städten zu: Der Zugang zum bezahlbaren Wohnraum, die zunehmende Verdichtung, steigende Mobilität und ökologische Belastungen lassen die Stadt zu dem Ort werden, an dem sozialethische Perspektiven konkret werden (müssen). 

    4. Ein Modell von Urbanität für die Zukunft

    4.1 Die Stadt in den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG)

    Ziel 11 der 2015 beschlossenen Sustainable Development Goals der UN (SDG) bietet einen Rahmen, in dem sich die Stadtentwicklung der Zukunft bewegen soll: SDG 11 nimmt von den oben skizzierten sozialethischen Fragestellungen wesentliche Herausforderungen auf und gibt der zukünftigen Stadtentwicklung eine Zielperspektive.26Goal 11 | Department of https://sdgs.un.org/goals/goal11 Economic and Social Affairs, abgerufen am 01.02.2026. Unter der Überschrift „Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten“ (SDG 11) finden sich u. a. folgende Unterziele: „Bis 2030 den Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und zur Grundversorgung für alle sicherstellen und Slums sanieren“ (SDG 11.1), „Bis 2030 die Verstädterung inklusiver und nachhaltiger gestalten und die Kapazitäten für eine partizipatorische, integrierte und nachhaltige Siedungsplanung und -steuerung in allen Ländern verstärken“ (SDG 11.3) oder „Bis 2030 den allgemeinen Zugang zu sicheren, inklusiven und zugänglichen Grünflächen und öffentlichen Räumen gewährleisten, insbesondere für Frauen und Kinder, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen“ (SDG 11.7). In den späten 2020er Jahren ist die Menschheit mehr denn je von der Erreichung dieser Ziele entfernt: Nach dem Fortschrittsentwicklungsbericht des Jahres 2024 leben 1,1 Milliarden Menschen in städtischen Slums; 80 % der klimaschädlichen Treibhausgase werden in den Städten ausgestoßen und 70 % des Abfalls in urbanen Regionen erzeugt – mit wachsender Tendenz.27Vgl. BMZ (Hg.): Positionspapier Nachhaltige Stadtentwicklung, Berlin 2023, https://www.bmz.de/de/aktuelles/publikationen/163312-163312, abgerufen am 01.02.2026. Eine durchgängig nachhaltige Entwicklung in den Städten im Sinne der sieben Unterziele von SDG 11 ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft.

    4.2 Die Stadt als offene, sorgende „Gartenstadt“

    In christlich-sozialethischer Perspektive kann es angesichts dieser Entwicklungen hilfreich sein, sich auf den Kernbestand der biblischen Vision einer neuen Stadt mit ihren offenen Toren zurückzubesinnen und die Stadt als offene „Gartenstadt“ zu visualisieren.28Vgl. Meireis, Torsten/Johrendt, Lukas/Wustmanns, Clemens: Die Stadt als Garten. Zum Recht auf urbanes Wohnen im Nachhaltigkeitskontext. In: Ethik und Gesellschaft 1 (2022): Wohnvermögen, https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/974, abgerufen am 05.07.2026. Ebenezer Howard  oes-gnd-icon waiting... hatte 1889 dazu unter Aufnahme biblischer Motive sowie unter Einfluss des Sozialisten Robert Owen  oes-gnd-icon waiting... das Konzept der „Garden Cities of Tomorrow“29Howard, Ebenezer: Garden Cities of Tomorrow, London 1902. entwickelt: Auf öffentlichem Grund und Boden sollte unter Anwendung genossenschaftlicher Modelle um ein wirtschaftliches Zentrum der Innenstadt herum eine lockere Bebauung „im Grünen“ entstehen, um die Vorzüge des Lebens auf dem Land und in der Stadt miteinander zu verbinden. In der Gegenwart ist eine „Gartenstadt im Grünen“ auf Grund der zurückzunehmenden Versiegelung des Bodens nicht mehr denkbar; vielmehr geht es darum, innerhalb des urbanen Gebäude-Bestandes das Konzept einer kompakten und nutzungsgemischten, sozial integrierenden, offenen, sorgenden und ökologisch nachhaltigen Stadt zu entwickeln und zu forcieren.30Vgl. Sennett, Richard: Die offene Stadt. Eine Ethik des Bauens und Bewohnens, Berlin 2018, 300ff. Zentrales Problem einer jeden Umstrukturierung der existierenden Städte ist dabei auf der einen Seite die Bodenfrage31Vgl. dazu z. B. den Beitrag von Degan, Julian: Gerechtigkeit durch Bodenbesteuerung?, https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/issue/view/252, abgerufen am 01.02.2026. sowie auf der anderen Seite die Frage der Mobilität („Verkehrswende“).32Vgl. Meireis, Torsten/Johrendt, Lukas: The garden city as a commons. Social-ethical perspectives on the new housing question. Verbum et Ecclesia 2024, https://doi.org/10.4102/ve.v45i2.3191, abgerufen am 01.02.2026.

    4.3 Anregende Beispiele für eine Stadt der Zukunft in der Gegenwart

    Gelingende Beispiele mehrerer Metropolen, in denen Modelle dieses Konzepts erprobt werden, könnten und können auf andere Großstädte und Megacitys ausstrahlen: Dazu gehört z. B. die Stadtentwicklung Barcelonas in der Form begrünter und verkehrsberuhigter Superblocks.33Vgl. Pérez, Katherine/Palència, Laia/José López, Maria/León-Gómez, Brenda Biaani/Puig-Ribera, Anna/Gómez-Gutiérrez, Anna/Nieuwenhuijsen, Mark/Carrasco-Turigas, Glòria/Borrell, Carme: Environmental and health effects of the Barcelona superblocks, 2025, https://doi.org/10.1186/s12889-025-21835-z, abgerufen am 01.02.2026. Mehrere klassische Häuserblocks werden zu einem Superblock zusammengefasst, um die der Verkehr herumfließt. Damit wird innerhalb der Superblocks der Platz frei für Grünflächen sowie für Begegnungs-, Sozial- und Bewegungsräume. Großstädte wie Berlin oder Bogota versuchen, das von Salvador Rueda  oes-gnd-icon waiting... entwickelte Stadtentwicklungs-Konzept zu übertragen. Ein anderes Beispiel ist der Pop-up-Urbanismus in der Stadt Wien oder in München: In den sogenannten „Grätzl-Oasen“ bzw. den „Schani-Gärten“, ehemaligen Parkflächen, können Bürgerinnen und Bürger Wiens gärtnern, entspannen oder künstlerisch tätig werden. Der partizipatorische Ansatz wirkt der Einsamkeit in den Städten entgegen. Pop-up-Urbanismus, auch „Taktischer Urbanismus“ genannt, kann sich anregend auf stadtplanerische Entwicklungen auswirken. Oder: In Paris wird das 15-Minuten-Konzept realisiert.34Vgl. Kabisch, Nadja/Egerer, Monika: Resetting the clock by integrating urban nature and its biodiversity into the 15-minute city concept, Oktober 2025, https://doi.org/10.1038/s41467-025-65170-8, abgerufen am 01.02.2026. Alle wichtigen Lebensbereiche (Wohnen, Einkaufen, Gesundheitsversorgung, Freizeitgestaltung, der Möglichkeit nach auch Arbeit) sollen in überschaubaren Quartieren zur Verfügung stehen, die in maximal 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind.

    5. Fazit

    Städte werden so mehr und mehr zu einem Beispiel und Experimentierfeld dafür, ob eine politische, nachhaltige und gerechte Steuerungsfähigkeit der globalen Netzpunkte möglich ist und wie sie gelingen kann. Im besten Fall entsteht auf diesem Weg ein neues Leitbild von Urbanität, das eine gewisse Nähe zum ökumenischen Leitbild der „Verantwortlichen Gesellschaft“, aber auch zu biblischen Bildern und Visionen besitzen könnte. Wenn dort von der zukünftigen Stadt oder der himmlischen Heimat die Rede ist, geht es vorrangig um ein Bild für die Geborgenheit bei Gott. Die biblischen Bilder lassen sich deswegen sozialethisch nicht unmittelbar auswerten, und doch fordern sie zur Verantwortung für die menschengerechte, humane und nachhaltige Entwicklung einer Stadt auf, in deren Mitte die Macht steht, von der Ströme „lebendigen Wassers“ (Offb 22,1Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes,Zur Bibelstelle) ausgehen – ganz im Sinne von SDG 11.

    Weiterführende Literatur

    Cox, Harvey: Stadt ohne Gott?, Stuttgart 1965.

    Evangelische Kirche in Deutschland (Hg.): Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung, Gütersloh 1984.

    Gehl, Jan: Städte für Menschen, Berlin 2015.

    Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarktes. Die neue Rolle der Global Cities, Weinheim 1996.

    Sennett, Richard: Die offene Stadt. Eine Ethik des Bauens und Bewohnens, Berlin 2018.

    Evangelischer Pressedienst (Hg.): Theologie der Stadt – Berichte aus dem Theologischen Labor Berlin, epd-Doku 36 (2015), 01.09.2015.

    Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umwelt Veränderungen (WBGU) (Hg.): Der Umzug der Menschheit. Die transformative Kraft der Städte, Berlin 2016.

    Einzelnachweise

    • 1
      Vgl. Holl, Peter u. a. (Hg.): Urban 21. Der Expertenbericht zur Zukunft der Städte, Berlin 2000.
    • 2
      Zu aktuellen Zahlen vgl. den Annual Report von UN-Habitat: UN-Habitat (Hg.): Annual Report 2025, Nairobi 2025.
    • 3
      Vgl. zur ethischen Einordnung der Globalisierungsprozesse: Hübner, Jörg: Globalisierung als Herausforderung für Theologie und Kirche, Stuttgart 2004.
    • 4
      Vgl. Sassen, Saskia: Metropolen des Weltmarkts. Die neue Rolle der Global Cities, Weinheim 1998.
    • 5
      Vgl. dazu insgesamt: Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umwelt Veränderungen (WBGU) (Hg.): Der Umzug der Menschheit. Die transformative Kraft der Städte, Berlin 2016, 43ff.
    • 6
    • 7
      Vgl. Wengst, Klaus: Pax Romana. Anspruch und Wirklichkeit, München 1986; Wengst, Klaus: „Wie lange noch?“ Schreien nach Recht und Gerechtigkeit – eine Deutung der Apokalypse des Johannes, Stuttgart 2010.
    • 8
      Vgl. dazu Schüssler Fiorenza, Elisabeth: Das Buch der Offenbarung. Vision einer gerechten Welt, Stuttgart 1991, 134ff.
    • 9
      Cox, Harvey: Stadt ohne Gott, 4. Auflage, Stuttgart 1968.
    • 10
      Cox, Harvey: Stadt ohne Gott, 4. Auflage, Stuttgart 1968, 62.
    • 11
      Cox, Harvey: Stadt ohne Gott, 4. Auflage, Stuttgart 1968, 209.
    • 12
      Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984.
    • 13
      Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 25.
    • 14
      Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 44.
    • 15
      Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 52ff.
    • 16
      Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 64ff.
    • 17
      Menschengerechte Stadt. Aufforderung zur humanen und ökologischen Stadterneuerung. Studie der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Hannover 1984, 126.
    • 18
      Vgl. Opaschowski, Horst Werner: Besser leben, schöner wohnen? Leben in der Stadt der Zukunft, Darmstadt 2005.
    • 19
      Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026.
    • 20
      Vgl. Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026, 20ff.
    • 21
      Vgl. Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026, 47ff.
    • 22
      Gott in der Stadt. Perspektiven evangelischer Kirche in der Stadt. EKD-Text 93, Hannover 2007, https://www.ekd.de/ekd_texte93_7.htm, abgerufen am 01.02.2026, 52.
    • 23
      Vgl. Wabel, Thomas: Die nahe ferne Kirche. Studien zu einer protestantischen Ekklesiologie in kulturhermeneutischer Perspektive, Tübingen 2010.
    • 24
      Vgl. David, Phillipp/Erne, Thomas/Krüger, Malte Dominik/Wabel, Thomas (Hg.): Bauen – Wohnen – Glauben. Lebendige Architektur und religiöse Räume, Leipzig 2023.
    • 25
      Vgl. epd-Dokumentation 36 (2015) vom 01.09.2025: Theologie der Stadt – Berichte aus dem Theologischen Labor Berlin.
    • 26
    • 27
      Vgl. BMZ (Hg.): Positionspapier Nachhaltige Stadtentwicklung, Berlin 2023, https://www.bmz.de/de/aktuelles/publikationen/163312-163312, abgerufen am 01.02.2026.
    • 28
      Vgl. Meireis, Torsten/Johrendt, Lukas/Wustmanns, Clemens: Die Stadt als Garten. Zum Recht auf urbanes Wohnen im Nachhaltigkeitskontext. In: Ethik und Gesellschaft 1 (2022): Wohnvermögen, https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/974, abgerufen am 05.07.2026.
    • 29
      Howard, Ebenezer: Garden Cities of Tomorrow, London 1902.
    • 30
      Vgl. Sennett, Richard: Die offene Stadt. Eine Ethik des Bauens und Bewohnens, Berlin 2018, 300ff.
    • 31
      Vgl. dazu z. B. den Beitrag von Degan, Julian: Gerechtigkeit durch Bodenbesteuerung?, https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/issue/view/252, abgerufen am 01.02.2026.
    • 32
      Vgl. Meireis, Torsten/Johrendt, Lukas: The garden city as a commons. Social-ethical perspectives on the new housing question. Verbum et Ecclesia 2024, https://doi.org/10.4102/ve.v45i2.3191, abgerufen am 01.02.2026.
    • 33
      Vgl. Pérez, Katherine/Palència, Laia/José López, Maria/León-Gómez, Brenda Biaani/Puig-Ribera, Anna/Gómez-Gutiérrez, Anna/Nieuwenhuijsen, Mark/Carrasco-Turigas, Glòria/Borrell, Carme: Environmental and health effects of the Barcelona superblocks, 2025, https://doi.org/10.1186/s12889-025-21835-z, abgerufen am 01.02.2026.
    • 34
      Vgl. Kabisch, Nadja/Egerer, Monika: Resetting the clock by integrating urban nature and its biodiversity into the 15-minute city concept, Oktober 2025, https://doi.org/10.1038/s41467-025-65170-8, abgerufen am 01.02.2026.
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