Nachweise in SysLex
Anerkennung(Autor*in )
| Veröffentlicht | 19. August 2026 |
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| Exzerpt | Die Kategorie der Anerkennung gehört zu den Grundbegriffen modernen Sozialdenkens. Mit ihr wird die fundamentale Bedeutung sozialer Beziehungen für die Entwicklung menschlichen Selbstseins thematisiert, das in der Moderne zum Gegenstand von Aushandlung und Kampf wird. Im philosophischen Diskurs wird Anerkennung einerseits als Bedingung eines gerechten Zusammenlebens verstanden. Andererseits wird gerade die Unmöglichkeit vollständig gelingender Anerkennung hervorgehoben. Im theologischen Kontext werden die unter Menschen stets brüchigen Anerkennungsverhältnisse häufig mit einer unbedingten Anerkennung durch Gott kontrastiert, die als Inhalt einer modernisierten Rechtfertigungslehre verstanden werden kann. Zugleich lässt sich bereits in biblischen Texten ein Ethos der Anerkennung nachweisen, das die bedingungslose („göttliche“) Anerkennung des Menschen in sozialen Beziehungen verwirklicht sieht. Dass sich solche Verhältnisse jedoch nie ohne die unerzwingbare Beteiligung des Subjekts verwirklichen lassen, ist die kritische Einsicht einer die Freiheit des Glaubens anerkennenden Theologie. |
| Sachschlagwort | Glauben, Identität, Person, Rechtfertigung, Relation, Selbstsein |
| Version | 1.0 |
Existenz(Autor*in )
| Veröffentlicht | 18. August 2026 |
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| Exzerpt | Den Begriff „Existenz“ findet man in philosophischen und theologischen Schriften mit zwei Grundbedeutungen: als ontologischer Ausdruck – eng verbunden mit dem Seinsbegriff und theologisch relevant für das Denken über Gottes Verhältnis zur Welt – und als anthropologischer Ausdruck, also als Wort, das das menschliche Leben mit seinen Grenzen, seiner Freiheit und Sterblichkeit meint, geprägt vom Existentialismus des 20. Jahrhunderts. Während die ontologische Fassung aus antiker und scholastischer Tradition stammt, entstand die anthropologische mit Impulsen von modernen Denkern wie Schelling |
| Sachschlagwort | Gott, Hermeneutik, Leben, Mensch, Religionsphilosophie, Schöpfung, Sein, Sprache, Subjekt, Welt, Wirklichkeit |
| Version | 1.0 |
Identität(Autor*in )
| Veröffentlicht | 18. August 2025 |
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| Exzerpt | Nach einer lebensweltlichen Hinführung (1) erläutert der Artikel die beiden wichtigsten Quellen des Identitätsbegriffs: die neuzeitliche Philosophie (2) sowie die moderne Sozialpsychologie (3). Die religiöse Dimension der Identität (4) wird exemplarisch anhand der Symbole „Schöpfung“, „innerer Mensch“ und „Erlösung“ ausgewiesen (5). |
| Sachschlagwort | Gemeinschaft, Politik, Religion, Selbstbewusstsein |
| Version | 1.0 |
Selbstbewusstsein(Autor*in )
| Veröffentlicht | 24. Februar 2026 |
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| Exzerpt | Mit dem Begriff „Selbstbewusstsein“ wird auf eine Beziehung rekurriert, die ein Subjekt zwar permanent zu sich selbst einnimmt, derer es sich jedoch nur in bestimmten Reflexionsakten gewahr wird. Diese Beziehung ermöglicht es einem Subjekt in formalpragmatischer Hinsicht, sich zu sich selbst, zu anderen und zu Gott aus der Teilnehmerperspektive der ersten Person zu verhalten. Unter Formalpragmatik wird dabei die epistemischen Voraussetzungen der Bezugnahme eines Menschen auf sich selbst, die Welt und Gott verstanden. Aus diesen Verhältnissen wiederum lassen sich ethische (mit Blick auf die Handlungen), anthropologische (mit Blick auf die den Handlungen zugrunde liegende Autonomie) und theologische Konsequenzen (mit Blick auf die existentielle Vorfindlichkeit des eigenen Seins) ableiten. In stark verkürzter Form gedenkt der vorliegende Artikel an die historische Entwicklung zu erinnern (1.) und sodann in systematischer Hinsicht eine Reihe von neuralgischen Stichwörtern zumindest zu benennen (2.), ohne allerdings eine der Breite angemessene oder der Komplexität tiefgreifende Darstellung entwickeln zu können. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Bewusstsein, Gott, Mensch, Reflexion, Subjekt, Welt |
| Version | 1.0 |
Subjektivität(Autor*in )
| Veröffentlicht | 9. Juni 2026 |
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| Exzerpt | Subjektivität bezeichnet ein zentrales Moment menschlichen Bewusstseins, das Wahrnehmung, Denken, Handeln und Selbstdeutung prägt. Sie ist unverzichtbare Grundlage existenzieller Erfahrung, Erkenntnis und moralischer Motivation. Zugleich begegnet eine grundlegende Spannung zwischen subjektivem Erleben und den objektiven Strukturen der modernen Welt. In religiöser Perspektive erscheint Subjektivität als Quelle lebendiger Glaubenserfahrung, steht jedoch nicht selten im Konflikt mit institutionellen, traditionsgebundenen Formen von Religion. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Erfahrung, Glauben, Individuum, Mensch, Offenbarung, Person, Religion, Tradition |
| Version | 1.0 |

