Nachweise in SysLex
Antisemitismus/ Antijudaismus (ethisch)(Autor*in )
| Verwandte Artikel | |
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| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
| Exzerpt | Die Kulmination des Modernen Antisemitismus in der Schoah stellte nicht nur eine Zäsur für das jüdische Leben in Europa und weltweit dar, sondern auch für die christlich-theologische Ethik. Vor dem Hintergrund von Theodor Adornos
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| Sachschlagwort | Christentum, Diskriminierung, Gewalt, Intersektionalität, Judentum, Kirche, Schoah |
| Version | 1.0 |
Befreiungstheologie(Autor*in )
| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
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| Exzerpt | Die Befreiungstheologie ist eine theologische und soziale Bewegung, genauer: eine Vielzahl von Bewegungen, die sich zunächst in den christlichen Gemeinschaften entwickelten und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bald in allen großen religiösen Traditionen Ausdruck fanden. Die „Befreiungstheologie“ ist also keine einheitliche Denkschule oder Bewegung. Vielmehr ist „Befreiungstheologie“ die Bezeichnung für eine Familie von Standpunkten, die sich um bestimmte grundlegende Lehren oder Orientierungsprinzipien gruppieren, von denen einige auch von nichtreligiösen Befreiungsbewegungen geteilt werden. Trotz ihrer Unterschiede haben die meisten Theologien der Befreiung die folgenden vier Orientierungsprinzipien gemeinsam. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Gerechtigkeit, Gewalt, Politische Theologie, Rassismus, Römisch-Katholische Kirche, Solidarität, Unterdrückung |
| Version | 1.0 |
Intergeschlechtlichkeit(Autor*in )
| Veröffentlicht | 15.05.2025 |
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| Exzerpt | Varianten des Geschlechtlichen, die nicht auf binäre Pole reduziert sind, gehören zur anatomischen und physiologischen Vielfalt menschlicher Körper. Geschlechtsorgane oder -merkmale können mehrdeutig sein und spiegeln nicht zwangsläufig die Kategorien von Weiblichkeit oder Männlichkeit wider. Dies sollte weder medizinisch, psychologisch noch ethisch als Problem betrachtet werden, wird jedoch häufig in Verbindung mit religiösen Annahmen so interpretiert. Der Artikel beleuchtet insbesondere systematisch-theologische Perspektiven und thematisiert an verschiedenen Stellen ein Denken von Andersheit, das durch den Gottesbegriff und ein pluralitätsorientiertes Schöpfungsverständnis angestoßen wird. Dies hat konstruktive und anerkennungsrelevante Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir Gesellschaft, Zukunft, Sozialität und den Körper verhandeln. Das transformative Potenzial dieser theologischen Sichtweise auf die Realität ist auch für das Thema Intergeschlechtlichkeit von Bedeutung. Was bereits in der feministischen und queer-theologischen Diskussion aufgezeigt wurde – nämlich die Vielfalt des Geschlechtsdenkens innerhalb des Christentums – kann auf ein ethisches Anliegen bezogen werden. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anerkennung, Ethik, Gerechtigkeit, Geschlecht, Gewalt, Kindheit, Konsens, Medizinethik |
| Version | 1.0 |
Pazifismus(Autor*in )
| Veröffentlicht | 30.10.2026 |
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| Exzerpt | Der Pazifismus, als Begriff um 1900 geprägt, hat historische Wurzeln in religiösen Traditionen – vom östlichen Tötungsverbot über die christliche Bergpredigt bis hin zu Denkern wie Kant und Tolstoi, deren Ideen Persönlichkeiten wie Gandhi und Martin Luther King Jr. prägten. Begrifflich lässt er sich in verschiedene Grundtypen unterteilen, darunter den kategorischen, den konditionalen, den prinzipiellen und den pragmatischen Pazifismus, die sich vor allem hinsichtlich der Bedingungslosigkeit des Gewaltverzichts unterscheiden. Im deutschsprachigen Raum erlebte die Friedensbewegung im 20. Jahrhundert mehrere Hochphasen – von den Debatten um Wiederbewaffnung und Atomwaffen bis zu den Massenprotesten der 1980er Jahre –, wobei kirchliche Akteur*innen stets eine zentrale Rolle spielten. Heute gilt der gerechte Frieden als friedensethisches Leitbild, das militärische Gewalt allenfalls als letztes Mittel akzeptiert und christlichen Pazifismus zwar nicht als allgemeine politische Theorie, aber als wertvollen Impuls für Gewissensbildung und zivile Konfliktlösung würdigt. |
| Sachschlagwort | Ethik, Freiheit, Gerechtigkeit, Gewalt, Kirche, Normen, Verantwortung, Vergebung, Versöhnung, Werte, Ökumene |
| Version | 1.0 |
Sexualität(Autor*in )
| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
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| Exzerpt | Sexualität ist dem Menschen nicht einfach gegeben, sondern zur Gestaltung aufgegeben. Diese Überzeugung bildet den übergreifenden Horizont der theologischen Reflexion über Sexualität, in der Vorstellungen darüber, was Sexualität ist, mit Vorstellungen darüber einhergehen, wie Sexualität zu sein hat. In der traditionellen Sexualethik entstanden daraus Normengefüge, die detailliert regelten, wem was wann wie und mit wem erlaubt oder verboten war. Dagegen ist in den letzten Jahrzehnten eine stärkere Beziehungsorientierung der Sexualethik zu beobachten: Nicht mehr einzelne sexuelle Handlungen stehen im Mittelpunkt, sondern die Umstände und Bedingungen ihres Zustandekommens und Vollzugs. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Beziehung, Fortpflanzung, Freiheit, Fruchtbarkeit, Gewalt, Humanität, Identität, Interaktionsmoral, Konsensmoral, Lust, Machtmissbrauch, Menschenwürde, Selbstbestimmung, Sexualethik, Sexualität |
| Version | 1.0 |
Soldat*in(Autor*in )
| Veröffentlicht | 29.10.2026 |
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| Exzerpt | Soldat*innen sind Angehörige der Streitkräfte, die im Auftrag des Staates militärische Gewalt androhen oder einsetzen. Ihr Berufsbild hat sich im Laufe der Geschichte stark verändert. Die Bundeswehr versteht Soldat*innen heute als „Staatsbürger*innen in Uniform“, die an das Grundgesetz, die Menschenwürde sowie die demokratische Kontrolle gebunden sind. Das Leitbild der Inneren Führung betont verantwortungsbewusstes Handeln, Gewissen, demokratische Werte und Frieden als Grundlage des soldatischen Dienstes. Aus evangelischer Sicht kann Militärdienst unter bestimmten Bedingungen dem Gerechten Frieden dienen. Der Einsatz militärischer Gewalt bringt dabei ethische Konflikte und die Gefahr des Schuldigwerdens mit sich. |
| Sachschlagwort | Befehl, Beruf, Demokratie, Ethik, Gerechter Frieden, Gewalt, Gewissen, Menschenwürde, Politik, Recht, Streitkräfte, Verteidigung |
| Version | 1.0 |
Transgeschlechtlichkeit(Autor*in )
| Veröffentlicht | 01.05.2025 |
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| Exzerpt | Mit dem Begriff Transgeschlechtlichkeit oder Transgender wird von Betroffenen das als persönlich zentral beschriebenes Erleben von Inkongruenz zu Sinnbestimmungen des Geschlechtlichen beschrieben, die von aussen vorgenommen werden und von bestimmten Geschlechtsmerkmalen auf erlebte Geschlechtlichkeit schliessen. Für Personen aus dem Spektrum Trans ist das Einnehmen der geschlechtlichen Positionen, die dem inneren Erleben entspricht, eine Frage des Lebens überhaupt. Transgeschlechtlichkeit ist daher einerseits zunehmend in einen theologischen Konsensbereich über die Vielgestaltigkeit der Erlebensgrundlagen und Ausdrücke von Persönlichkeit auf der Basis von Körperlichkeit gerückt. Andererseits findet in der Gesellschaft und animiert durch autoritative und rechtspopulistische Politikstile zunehmend eine Verknüpfung von Transgeschlechtlichkeit mit Debatten statt, die an der ethischen und politischen Berücksichtigungsfähigkeit nicht-binärer Körperdarstellungen zweifeln oder diese vehement zurückweisen, auch mit biblischen Begründungsversuchen. Der Artikel orientiert Debatten um Geschlecht, Transgeschlechtlichkeit und queer theology und diskutiert die systematisch-theologische Relevanz von Transgeschlechtlichkeit. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anerkennung, Begehren, Berücksichtigung, Beziehung, Ethik, Familie, Gerechtigkeit, Geschlechtlichkeit, Gewalt, Partnerschaft, Politik, Subjekt, Verletzung |
| Version | 1.0 |
