Familie

Nachweise in SysLex

Alltag(Autor*in )
Veröffentlicht24.07.2025
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Mit dem Begriff „Alltag“ verbinden sich in der Theologie unterschiedliche Denktraditionen. Findet sich der Begriff vor allem in den Handlungsfelddiskursen der Praktischen Theologie, so eröffnet die Reflexion des „Alltags“ auch für die Systematische Theologie wichtige Perspektiven und ist durch sie maßgeblich geprägt. In diesem Artikel wird die interdisziplinäre Entwicklung des Alltagsbegriffs sowie seine theologische Adaption skizziert.

SachschlagwortArbeit, Familie, Frömmigkeit, Gottesdienst, Spiritualität
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Ehe(Autor*in )
Veröffentlicht13.02.2026
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Die Ehe gilt seit biblischen Zeiten als grundlegende Form menschlicher Gemeinschaft und erfährt im Verlauf der Geschichte tiefgreifende Wandlungen. Mit der Reformation wird sie von Martin Luther als weltlicher Stand göttlicher Ordnung verstanden und als Rahmen für Gemeinschaft, Verantwortung und Sittlichkeit bestimmt. In der Neuzeit entwickelt sie sich zu einer partnerschaftlichen Lebensform, die auf Liebe, Gleichberechtigung und individueller Entscheidung gründet. Aktuelle theologische und gesellschaftliche Debatten thematisieren Fragen nach Freiheit, Fairness und Geschlechterrollen, wodurch die Ehe als Spiegel fortwährender Aushandlungsprozesse über das gute Leben in Gemeinschaft erscheint.

SachschlagwortAbhängigkeit, Beziehung, EKD, Ehe, Eltern, Emotion, Ethik, Familie, Feminismus, Frau, Freiheit, Gemeinschaft, Gender, Geschlechtlichkeit, Kinder, Martin Luther, Nächstenliebe, Ordnungstheologie, Partnerschaft, Verantwortung
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Ehrenamt(Autor*in )
Veröffentlicht29.10.2026
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Das Ehrenamt, eine Entwicklung der bürgerlicher werdenden Gesellschaft im 19. Jahrhundert, unterliegt parallel zu den Veränderungen in der Gesellschaft einem Strukturwandel. Empirische Untersuchungen liefern seit den späten 1990er Jahren dazu eine Fülle von Einsichten: Innerhalb Deutschlands sind fast 40 % der Bürger*innen ehrenamtlich tätig, wobei das Engagement im Sport oder für Menschen mit Unterstützungsbedarf überwiegt. Dieses freiwillige Engagement wird in einer wachsenden Zahl jenseits der Vereine, Verbände und Institutionen inmitten der Zivilgesellschaft wahrgenommen. Zugleich verändert sich die Motivlage ehrenamtlicher Tätigkeit – weg von der „Aufopferung“ und der moralischen Verpflichtung hin zur Bereicherung und Zufriedenheit des Lebens. Auch innerhalb der Kirchen lässt sich dieser Prozess anhand von Untersuchungen, die vornehmlich in den 2010er Jahren stattfanden, beobachten. Die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (2024) zeigt zugleich, wie bedeutsam die Rolle der Kirche als Ort der Würdigung vorhandener Kompetenzen für den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft ist. Auf dieser Grundlage wird es sinnvoll sein, auch in Zukunft zu einer Theologie des Ehrenamtes zu finden, die sich an der paulinischen Charismenlehre orientiert und von dort aus zur Stärkung des Ehrenamtes im kirchlichen Umfeld fähig wird.

SachschlagwortBarmherzigkeit, Bürger*in, Dienst, Dienstgemeinschaft, Familie, Gemeinwohl, Kirche, Kirchenmitgliedschaft, Partizipation, Sport, Zivilgesellschaft
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Geschlecht(Autor*in )
Veröffentlicht23.12.2025
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Geschlecht kann als eine grundlegende Ordnungskategorie der Sprache wie der Gesellschaft verstanden werden, die zwischenmenschliche Verhältnisse und soziale Institutionen strukturiert. Auf diese Weise normieren Geschlechterordnungen das Zusammenleben, indem sie bestimmte Praktiken, Lebensformen usw. unterstützen oder begrenzen. Die subtilen Muster und Dynamiken von Geschlecht durchdringen alle Bereiche der Gesellschaft und damit auch von Religion und Theologie, sowohl explizit als auch implizit.

SachschlagwortBeziehung, Familie, Fürsorge, Gerechtigkeit, Geschlechtlichkeit, Kinder, Partnerschaft, Sexualität
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Transgeschlechtlichkeit(Autor*in )
Veröffentlicht01.05.2025
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Mit dem Begriff Transgeschlechtlichkeit oder Transgender wird von Betroffenen das als persönlich zentral beschriebenes Erleben von Inkongruenz zu Sinnbestimmungen des Geschlechtlichen beschrieben, die von aussen vorgenommen werden und von bestimmten Geschlechtsmerkmalen auf erlebte Geschlechtlichkeit schliessen. Für Personen aus dem Spektrum Trans ist das Einnehmen der geschlechtlichen Positionen, die dem inneren Erleben entspricht, eine Frage des Lebens überhaupt. Transgeschlechtlichkeit ist daher einerseits zunehmend in einen theologischen Konsensbereich über die Vielgestaltigkeit der Erlebensgrundlagen und Ausdrücke von Persönlichkeit auf der Basis von Körperlichkeit gerückt. Andererseits findet in der Gesellschaft und animiert durch autoritative und rechtspopulistische Politikstile zunehmend eine Verknüpfung von Transgeschlechtlichkeit mit Debatten statt, die an der ethischen und politischen Berücksichtigungsfähigkeit nicht-binärer Körperdarstellungen zweifeln oder diese vehement zurückweisen, auch mit biblischen Begründungsversuchen. Der Artikel orientiert Debatten um Geschlecht, Transgeschlechtlichkeit und queer theology und diskutiert die systematisch-theologische Relevanz von Transgeschlechtlichkeit.

Artikelsammlung
SachschlagwortAnerkennung, Begehren, Berücksichtigung, Beziehung, Ethik, Familie, Gerechtigkeit, Geschlechtlichkeit, Gewalt, Partnerschaft, Politik, Subjekt, Verletzung
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