Beruf

Nachweise in SysLex

Arbeit(Autor*in )
Veröffentlicht01.05.2025
Exzerpt

Das moderne Konzept der Arbeit fasst diese als in der Regel sinnvolle, produktive, kreative und gesellschaftlich notwendige Tätigkeit zur Herstellung lebensdienlicher Güter und Dienstleistungen. Sie ist mit einem normativen Sinn unterlegt, der Arbeit mit materieller Teilhabe, politischer Teilnahme, sozialer Anerkennung und einem guten Leben verbindet. Die Herausbildung dieses Konzepts geht wesentlich auf die reformatorische Aufwertung des alltäglichen Dienstes am Nächsten und die protestantische Aufklärung zurück. Diese normative Grundierung stellt auch im Kontext digitalisierter Arbeit die moralischen Prinzipien bereit, anhand derer Ausbeutung, Zwangsarbeit, mangelnde Wertschätzung und Arbeitsleid in theologischer Ethik – und darüber hinaus – kritisiert werden können und müssen.

Artikelsammlung
SachschlagwortAnerkennung, Beruf, Berufung, Digitalisierung, Kapitalismus
Version1.0
Berufung(Autor*in )
Veröffentlicht19.03.2026
Exzerpt

Die Rede von Berufung gehört zum festen Bestandteil christlicher Existenz und kirchlichen Lebens. Mit dem Wort Berufung werden personale Glaubenserfahrungen, kirchliche Anerkennungsprozesse und die Gestaltung individueller Lebenswege beschrieben. Der Begriff wird in einem weiten Sinn verwendet, um das Wirken Gottes, das allen Menschen gilt und in der Geschichte konkret wird, zu explizieren. Im engeren Sinn wird er auf besondere Formen christlichen Lebens, auf Profession und Dienstämter angewendet. Im Kontext soziologischer und spiritueller Individualisierung des Christentums und der Pluralisierung christlicher Gemeinschaften und Lebensformen ist der Berufungsbegriff attraktiv und perspektivenreich, aber auch erklärungsbedürftig und kritikwürdig.

SachschlagwortAmt, Arbeit, Aufgabe, Beruf, Berufung, Ekklesiologie, Gemeinschaft, Gewissheit, Gott, Identität, Macht, Offenbarung, Relation, Subjekt, Verantwortung
Version1.0
Soldat*in(Autor*in )
Veröffentlicht29.10.2026
Exzerpt

Soldat*innen sind Angehörige der Streitkräfte, die im Auftrag des Staates militärische Gewalt androhen oder einsetzen. Ihr Berufsbild hat sich im Laufe der Geschichte stark verändert. Die Bundeswehr versteht Soldat*innen heute als „Staatsbürger*innen in Uniform“, die an das Grundgesetz, die Menschenwürde sowie die demokratische Kontrolle gebunden sind. Das Leitbild der Inneren Führung betont verantwortungsbewusstes Handeln, Gewissen, demokratische Werte und Frieden als Grundlage des soldatischen Dienstes. Aus evangelischer Sicht kann Militärdienst unter bestimmten Bedingungen dem Gerechten Frieden dienen. Der Einsatz militärischer Gewalt bringt dabei ethische Konflikte und die Gefahr des Schuldigwerdens mit sich.

SachschlagwortBefehl, Beruf, Demokratie, Ethik, Gerechter Frieden, Gewalt, Gewissen, Menschenwürde, Politik, Recht, Streitkräfte, Verteidigung
Version1.0