Anika Christina Albert

Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an der Universität Bielefeld

Nachweis in SysLex

Artikel (als Autor*in)

Demokratiebildung
Veröffentlicht29.10.2026
Exzerpt

Der Beitrag untersucht Demokratiebildung als zentrale Aufgabe politischer wie auch evangelischer Bildungsarbeit. Ausgangspunkt ist ein umfassendes Verständnis, das über rein kognitive Wissensvermittlung hinaus auf Konfliktfähigkeit, Partizipation und gesellschaftliche Mitgestaltung zielt. Angesichts wachsender gesellschaftlicher Komplexität und Pluralisierung sowie autoritärer und populistischer Tendenzen wird herausgearbeitet, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern durch Bildung vermittelt, praktisch erfahren und gemeinsam gestaltet werden muss. Unter Rückgriff auf John Deweys Konzept der Demokratie als Lebensform wird die Bedeutung partizipativer, erfahrungsbezogener und kooperativer Lernprozesse hervorgehoben.

SachschlagwortBildung, Demokratie, Freiheit, Partizipation, Pluralität, Politik
Version1.0
Helfen
Veröffentlicht29.10.2026
Exzerpt

Der Beitrag untersucht das Phänomen des Helfens aus anthropologischer, gesellschaftlicher und insbesondere aus theologischer Perspektive. Ausgehend von einer grundlegenden Bestimmung des Helfens als wechselseitiger Unterstützung und als Möglichkeit zur Förderung von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe werden zunächst unterschiedliche Dimensionen und Entwicklungslinien helfenden Handelns nachgezeichnet. Dabei wird insbesondere der Wandel von informeller, zwischenmenschlicher Unterstützung hin zu formalisierten und professionalisierten Formen des Hilfehandelns in Sozialer Arbeit und Diakonie betrachtet. Im Anschluss werden theologisch-ethische Begründungen und Kritiken des Helfens herausgearbeitet.

SachschlagwortGabe, Gegenseitigkeit, Hilfe, Reziprozität, Selbstbestimmung, Teilhabe, Unterstützung
Version1.0

Peer Reviewed Artikel

Ehrenamt(Autor*in )
Veröffentlicht29.10.2026
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Das Ehrenamt, eine Entwicklung der bürgerlicher werdenden Gesellschaft im 19. Jahrhundert, unterliegt parallel zu den Veränderungen in der Gesellschaft einem Strukturwandel. Empirische Untersuchungen liefern seit den späten 1990er Jahren dazu eine Fülle von Einsichten: Innerhalb Deutschlands sind fast 40 % der Bürger*innen ehrenamtlich tätig, wobei das Engagement im Sport oder für Menschen mit Unterstützungsbedarf überwiegt. Dieses freiwillige Engagement wird in einer wachsenden Zahl jenseits der Vereine, Verbände und Institutionen inmitten der Zivilgesellschaft wahrgenommen. Zugleich verändert sich die Motivlage ehrenamtlicher Tätigkeit – weg von der „Aufopferung“ und der moralischen Verpflichtung hin zur Bereicherung und Zufriedenheit des Lebens. Auch innerhalb der Kirchen lässt sich dieser Prozess anhand von Untersuchungen, die vornehmlich in den 2010er Jahren stattfanden, beobachten. Die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (2024) zeigt zugleich, wie bedeutsam die Rolle der Kirche als Ort der Würdigung vorhandener Kompetenzen für den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft ist. Auf dieser Grundlage wird es sinnvoll sein, auch in Zukunft zu einer Theologie des Ehrenamtes zu finden, die sich an der paulinischen Charismenlehre orientiert und von dort aus zur Stärkung des Ehrenamtes im kirchlichen Umfeld fähig wird.

SachschlagwortBarmherzigkeit, Bürger*in, Dienst, Dienstgemeinschaft, Familie, Gemeinwohl, Kirche, Kirchenmitgliedschaft, Partizipation, Sport, Zivilgesellschaft
Version1.0