Nathalie Eleyth

Dr. theol. Nathalie Eleyth wurde an der Ruhr-Universität Bochum mit einer Dissertation zu Sexarbeit in evangelisch-ethischer Perspektive promoviert und ist Senior Teaching Assistant am Institut für Sozialethik der Universität Zürich. Dort arbeitet sie an ihrer Habilitation zu Rassismuskritik und Kritischem Weißsein in der evangelischen Sozialethik. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Sexualethik – insbesondere in der kritischen Sexarbeitsforschung – sowie in rassismuskritischer und postkolonialer Theologie, Kritischem Weißsein, Intersektionalität und Körperlichkeit.

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Artikel (als Autor*in)

Rassismus/ Rassismuskritik (ethisch)
Veröffentlicht16. Januar 2026
Exzerpt

Der Artikel entfaltet Rassismus als historisch gewachsene Ideologie und strukturelles Herrschaftsverhältnis, das auf der Konstruktion von Differenz, Hierarchisierung und der Privilegierung von Weißsein beruht. Er zeigt auf, wie Rassismuskritik als analytische, reflexive und widerständige Praxis rassistische Macht- und Wissensordnungen herausfordert, Privilegien markiert und alternative Perspektiven eröffnet. Im Fokus steht die theologische Ethik: Aus christlicher Perspektive ist Rassismus unvereinbar mit der Gottebenbildlichkeit aller Menschen und stellt zugleich ein ekklesiologisches Problem dar, das Umkehr und Transformation erfordert. Zugleich wird deutlich, dass rassismuskritische Perspektiven in der deutschsprachigen theologischen Ethik bislang kaum wahrgenommen werden, aber notwendig sind, um zu tragfähigen ethischen Erkenntnissen zu gelangen.

Artikelsammlung
SachschlagwortGesellschaft, Herrschaft, Ideologie, Macht, Sprache, Unterdrückung
Version1.0