Falk Wagner

Nachweise in SysLex

Erwähnt in

Anerkennung(Autor*in )
Veröffentlicht19.08.2026
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Die Kategorie der Anerkennung gehört zu den Grundbegriffen modernen Sozialdenkens. Mit ihr wird die fundamentale Bedeutung sozialer Beziehungen für die Entwicklung menschlichen Selbstseins thematisiert, das in der Moderne zum Gegenstand von Aushandlung und Kampf wird. Im philosophischen Diskurs wird Anerkennung einerseits als Bedingung eines gerechten Zusammenlebens verstanden. Andererseits wird gerade die Unmöglichkeit vollständig gelingender Anerkennung hervorgehoben. Im theologischen Kontext werden die unter Menschen stets brüchigen Anerkennungsverhältnisse häufig mit einer unbedingten Anerkennung durch Gott kontrastiert, die als Inhalt einer modernisierten Rechtfertigungslehre verstanden werden kann. Zugleich lässt sich bereits in biblischen Texten ein Ethos der Anerkennung nachweisen, das die bedingungslose („göttliche“) Anerkennung des Menschen in sozialen Beziehungen verwirklicht sieht. Dass sich solche Verhältnisse jedoch nie ohne die unerzwingbare Beteiligung des Subjekts verwirklichen lassen, ist die kritische Einsicht einer die Freiheit des Glaubens anerkennenden Theologie.

SachschlagwortGlauben, Identität, Person, Rechtfertigung, Relation, Selbstsein
Version1.0
Dialektische Theologie(Autor*in )
Veröffentlicht30.10.2026
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Die Dialektische Theologie (1922–1933) gilt als die wirkmächtigste theologische Bewegung des deutschsprachigen Protestantismus des 20. Jahrhunderts, welche die christliche Theologie noch immer prägt.[1] Als theologisch-kirchlicher Aufbruch nach dem Ersten Weltkrieg zeichnet sie sich vor allem durch die Zentrierung des Wortes und der Offenbarung Gottes aus.

[1] Vgl. Thomas, Günter, Art. Dialektische Theologie, in: Metzlers Lexikon Religion. Gegenwart – Alltag – Medien (2005), 249–251; Korsch, Dietrich (Hrsg.), Karl Barth. Dialektische Theologie, Leipzig 2018, 5.

Artikelsammlung
SachschlagwortDialektik, Jesus Christus, Krise, Offenbarung, Vernunft, Wort Gottes
Version1.0
Tod Gottes (Autor*in )
Veröffentlicht01.05.2025
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Dargestellt werden Motive der Tod-Gottes-Idee in der Religions-, Kultur-, Literatur-, Philosophie- und Theologiegeschichte. Markante Kennzeichen der Rede vom Tod Gottes sind ihr kultureller Variantenreichtum, ihre produktive Mehrdeutigkeit und ihr wiederkehrendes Irritationspotential. Die Verbindung von Tod und Gott irritiert geläufige Vorstellung von Gott und Tod, unsterblich und sterblich.

Artikelsammlung
SachschlagwortAtheismus, Glauben, Gott, Kreuz, Nihilismus, Religionskritik, Säkularismus
Version1.0
Wirtschaft(Autor*in )
Veröffentlicht16.09.2025
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Die „Wirtschaft“ ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zur dominanten Bestimmungsgröße des alltäglichen Lebens geworden. Grundlegend ist die Frage, wie wirtschaftliches Handeln koordiniert und ordnungspolitisch gestaltet werden soll. Im Prozess der Ökonomisierung aller wirtschaftlichen und zunehmend auch nicht-wirtschaftlichen Lebensbereiche kommt dem Geld tendenziell die Bedeutung der alles bestimmenden Wirklichkeit zu. Die ethische Herausforderung besteht darin, Geld und Wirtschaft in einen Horizont der „Lebensdienlichkeit“ einzubetten.

Artikelsammlung
SachschlagwortArbeit, Arbeitsteilung, Armut, Digitalisierung, Digitalwirtschaft, Geld, Gerechtigkeit, Kapitalismus, Lohn, Markt, Marktwirtschaft, Nachhaltigkeit, Naturkatastrophe, Preis, Revolution, Schöpferische Zerstörung, Sozialismus, Wert, Wirtschaft, Ökonomisierung
Version1.0