[17] Doch soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen, wie Gott einen jeden berufen hat. Und so ordne ich es an in allen Gemeinden. [18] Ist jemand als Beschnittener berufen, der bleibe beschnitten. Ist jemand als Unbeschnittener berufen, der lasse sich nicht beschneiden. [19] Die Beschneidung ist nichts, und die Unbeschnittenheit ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten. [20] Ein jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde.
[21] Bist du als Knecht berufen, so sorge dich nicht; doch kannst du frei werden, so nutze es umso lieber. [22] Denn wer im Herrn als Knecht berufen ist, der ist ein Freigelassener des Herrn; desgleichen wer als Freier berufen ist, der ist ein Knecht Christi. [23] Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte. [24] Brüder und Schwestern, bleibt alle vor Gott, worin ihr berufen seid.
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Berufung(Author )
| Published | 19 March 2026 |
|---|---|
| Excerpt | Die Rede von Berufung gehört zum festen Bestandteil christlicher Existenz und kirchlichen Lebens. Mit dem Wort Berufung werden personale Glaubenserfahrungen, kirchliche Anerkennungsprozesse und die Gestaltung individueller Lebenswege beschrieben. Der Begriff wird in einem weiten Sinn verwendet, um das Wirken Gottes, das allen Menschen gilt und in der Geschichte konkret wird, zu explizieren. Im engeren Sinn wird er auf besondere Formen christlichen Lebens, auf Profession und Dienstämter angewendet. Im Kontext soziologischer und spiritueller Individualisierung des Christentums und der Pluralisierung christlicher Gemeinschaften und Lebensformen ist der Berufungsbegriff attraktiv und perspektivenreich, aber auch erklärungsbedürftig und kritikwürdig. |
| Keyword | Amt, Arbeit, Aufgabe, Beruf, Berufung, Ekklesiologie, Gemeinschaft, Gewissheit, Gott, Identität, Macht, Offenbarung, Relation, Subjekt, Verantwortung |
| Version | 1.0 |
