Jesaja 2,1–5

[1] Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. [2] Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, [3] und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. [4] Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
[5] Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des Herrn!

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Allversöhnung/ Allerlösung(Author )
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Published25 June 2026
Excerpt

Die Lehre von der Allversöhnung (griech. Apokatastasis panton), seltener Allerlösung oder Wiederbringung aller Dinge, besagt, dass dank der Versöhnungstat Christi alles Geschaffene in Gottes Reich eingehen wird. Die Allversöhnungslehre reagiert auf die biblischen Aussagen, dass die Liebe Gottes der gesamten Schöpfung gilt. Bereits in der Alten Kirche formuliert, wurde die Lehre im 6. Jahrhundert verurteilt. Mehrheitlich wurde von da an durch Mittelalter, Reformation und Neuzeit ein doppelter endzeitlicher Ausgang mit der Rettung der Glaubenden und der Verwerfung der Ungläubigen gelehrt. Die von der Lehre von der Apokatastasis panton formulierten theologischen Probleme sind aber bis in die Gegenwart virulent geblieben. Dies gilt umso mehr in einer global gewordenen Welt, in welcher die religiöse und weltanschauliche Pluralität zur allgemeinen Erfahrung geworden ist.

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KeywordAllerlösung, Apokatastasis panton, Eschatologie, Freiheit Gottes, Freiheit des Menschen, Freiheit, Hoffnung, Jüngstes Gericht, Reich Gottes, Sünde
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