Jennifer A. Herdt

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Artikel (als Autor*in)

Eudaimonismus
Veröffentlicht29. August 2025
Exzerpt

Der Eudaimonismus ist eine Form der ethischen Reflexion, die sich auf die Eudaimonia, das höchste Gut des menschlichen Lebens, und seine Beziehung zur Tugend konzentriert. Das frühe und mittelalterliche christliche Denken, das diesen Fragehorizont von der griechischen Moralphilosophie übernahm, formte ihn in Bezug auf die biblischen ethischen Traditionen um, in deren Mittelpunkt die rechte Beziehung zu Gott stand. Gott wurde als finis ultimus (wörtl. letztes Ziel) und höchstes Gut verstanden. In freundschaftlicher Verbindung zu ihm sei das Glück zu finden. Der ekstatische, selbsttranszendierende Charakter dieser Tradition ging in der frühen Neuzeit mit dem Aufkommen des Utilitarismus verloren. Zeitgenössische Debatten über den Eudaimonismus drehen sich um die Frage, ob er unangemessen selbstbezogen ist.

SachschlagwortAgape, Glück, Liebe, Quietismus, Tugend, Utilitarismus, Wohlstand, finis ultimus, höchstes Gut
Version1.0

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Artikel (als Autor*in)

Eudaimonism
Veröffentlicht1. Mai 2026
Exzerpt

Eudaimonism is a form of ethical reflection focused on eudaimonia, the highest good for human life, and its relationship to virtue. Early and medieval Christian thought, inheriting this pattern of thought from Greek moral philosophy, reshaped it in relation to biblical ethical traditions centered on right relationship to God; God was understood as final end and highest Good, in friendship with whom happiness is to be found. The ecstatic, self-transcending character of this tradition was lost in the early modern period, with the rise of utilitarianism. Contemporary debates about eudaimonism center around the question of whether it is improperly self-regarding.

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