Konzeption ESL

Profil

Das Evangelische Soziallexikon (ESL) ist ein Standardwerk des Sozialen Protestantismus – in den bisher neun gedruckten Auflagen und nun in der digitalen Fassung. Es will über sozialethische Fragen informieren, unterschiedliche Positionen erkennbar machen und damit den evangelischen Standpunkt verdeutlichen: sachkundig, dialogisch, weltoffen und mit theologischer Begründung.

  • Sachkundig: Die Artikel bieten grundlegende Informationen zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Von Expert*innen mit hoher Kompetenz für sozialethische Fragen werden die grundlegenden Aspekte und Herausforderungen benannt.
  • Dialogisch und weltoffen: Nicht eine Position, sondern die unterschiedlichen Positionen zur gesellschaftlich relevanten Frage werden im Artikel dargestellt. Die/Der interessierte Leser*in kann sich ein Bild von den Positionen machen, die vertreten werden. Zugleich soll der Bezug des evangelischen Standpunkts zu nicht-religiösen Begründungen in den Artikeln erkennbar werden. Es geht uns um den Dialog mit anderen Anschauungen – das ist eben evangelisch!
  • Theologische Begründung: Warum der evangelische Standpunkt so eingenommen wird, stellen die Artikel mit einer nachvollziehbaren theologischen Begründung dar.

Das ESL wird von acht Herausgeber*innen aus dem Bereich Sozialethik und Diakonie verantwortet, welche die Pluralität evangelischer Positionen abbilden. In fünf Facharbeitsgruppen werden die Artikel zu den Bereichen „Ethik des Sozialen“, „Wirtschafts- und Unternehmensethik“, „Ethik des Politischen“, „Diakonie“ und „Technik-, Umwelt-, Bio- und Medizinethik“ begutachtet.

Zielgruppe

Das ESL wendet sich an Praktiker*innen in Kirchen und Gemeinden, diakonischen Werken und Unternehmen, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen. Auch Studierende und Lehrende der Theologie, der Sozialwissenschaften, der Sozialen Arbeit oder anderen Disziplinen möchten wir mit dem ESL erreichen und freuen uns über alle Interessierten, die eine grundlegende Orientierung in sozialethischen Themen suchen.

Technische Umsetzung

Das ESL arbeitet mit den Herausgeber*innen von SysLex zusammen, stimmt mit ihnen Stichworte ab und nutzt die technischen Voraussetzungen, die in der Konzeption des SysLex benannt worden sind. Die wissenschaftlichen Standards, die SysLex voraussetzt, finden auch im ESL Anwendung.

Geschichte

Das ESL wurde 1954 zum ersten Mal von Friedrich Karrenberg herausgegeben. In neun gedruckten Auflagen wurden die gesellschaftlich relevanten Themen dargestellt. Kam das Stichwort in den gedruckten Auflagen schon vor, werden diese Artikel im Anhang des ESL-digital aufgelistet – für diejenigen, die sich für die Behandlung des Stichworts im Laufe der letzten acht Jahrzehnte interessieren.

Unterstützer*innen und Kooperationen

Ohne die großzügige Unterstützung von Zuschussgebern wäre dieses Projekt nicht realisiert worden. Dazu gehören (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Ecclesia
  • Evangelische Bank
  • Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Württemberg
  • Evangelische Kirche im Rheinland
  • Evangelische Stiftung Protestantismus, Bildung, Kultur
  • KD-Bank-Stiftung
  • Sozialwissenschaftliches Institut der EKD
  • Sparkassenverband Baden-Württemberg
  • Stiftung Sozialer Protestantismus