Nachweise in SysLex
Abendmahl(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Das Abendmahl ist neben der Taufe das zentrale christliche Sakrament. Entsprechend soll es auf eine von Gott selbst bestimmte Weise dessen Präsenz in der Welt ermöglichen. Als formalisierte Speisung mit Brot und Wein vollzogener Ritus beruht es auf den neutestamentlichen Berichten von Jesu letztem Abendmahl mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. In der konfessionellen Vervielfältigung des Christentums haben die Gestalt der Mahlfeier, vor allem aber die Interpretationsweisen der Vergegenwärtigung Christi zu Zerwürfnissen geführt, die die gemeinsame Grundlage – dass es um eine Form der Repräsentation Christi geht – in den Hintergrund haben rücken lassen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Amt, Gabe, Gegenwart Gottes, Geist Gottes, Gemeinschaft, Jesus Christus, Kirche, Rechtfertigung, Sakrament |
| Version | 1.0 |
Angst(Autor*innen )
| Veröffentlicht | 20. Juni 2025 |
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| Exzerpt | Angst ist Teil des menschlichen Lebens – und in höchstem Maße ambivalent: Sie kann erfahren werden als momentane oder länger anhaltende Lähmung, als Gefühl sozialer Enge und persönlicher Bedrängnis oder als gezielt eingesetztes politisches Machtinstrument; sie kann aber auch lebensförderlich sein. Theologische Perspektiven nehmen die Angst als Existenzial auf und verarbeiten sie im Zusammenspiel mit Gegenbegriffen wie Mut, Hoffnung und Vertrauen oder weisen auf das erlösende Potenzial des christlichen Glaubens und der mit ihm verbundenen Praxis hin. |
| Sachschlagwort | Böses, Gefühl, Glauben, Hoffnung, Jüngstes Gericht, Mensch, Sterben, Sünde, Vulnerabilität |
| Version | 1.0 |
Antisemitismus/ Antijudaismus (religionsphilosophisch)(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Aufgrund seiner Unschärfe, v. a. jedoch mit Blick auf seine Entstehung gilt der Begriff des Antisemitismus als umstritten; eingeführt und in Gebrauch genommen wurde er 1879 als programmatische Selbstbezeichnung einer politisch-sozialen Bewegung, die sich als Antisemitenliga die Bekämpfung des Judentums zum Ziel gesetzt hatte. Aktuell wird der Begriff als Substantiv (Antisemitismus, Antisemit:innen) und Attribut (antisemitisch) weitestgehend umgangssprachlich genutzt. Er dient seinem Zweck als diskursbewährter Terminus und zielt ab auf eine benennende Identifikation von Äußerungen, Einstellungen und Praktiken, die auf einer judenfeindlichen Grundhaltung beruhen oder als judenfeindlich gelesen werden können. Strittig ist, ob und inwiefern etwa religiöse Distanzierungen, nationale Antizionismen und politisch konnotierte Israelfeindlichkeiten gleichberechtigt unter diesen Containerbegriff der Umgangssprache zu subsummieren und zu reflektieren sind. |
| Sachschlagwort | Antijudaismus, Antisemitismus, Antizionismus, Diskriminierung, Genozid, Intersektionalität, Israel, Judentum, Rassismus |
| Version | 1.0 |
Apokalyptik(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | Apokalyptik ist sowohl eine literarische Form als auch eine religiöse Denkweise, die im Frühjudentum entstand und an die bis heute theologisch und kulturell immer wieder angeknüpft wird. In der systematischen Theologie wird vor allem das Verhältnis von Apokalyptik und Eschatologie kontrovers diskutiert. In politischen und kontextuellen Theologien interessiert die zeitkritische Anwendung apokalyptischer Kategorien. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anthropozän, Dystopie, Eschatologie, Geschichte, Jenseits, Jüngstes Gericht, Kosmos, Krise, Politische Theologie, Reich Gottes, Schöpfung, Utopie, Welt, Zukunft |
| Version | 1.0 |
Eudaimonismus(Autor*in )
| Veröffentlicht | 29. August 2025 |
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| Exzerpt | Der Eudaimonismus ist eine Form der ethischen Reflexion, die sich auf die Eudaimonia, das höchste Gut des menschlichen Lebens, und seine Beziehung zur Tugend konzentriert. Das frühe und mittelalterliche christliche Denken, das diesen Fragehorizont von der griechischen Moralphilosophie übernahm, formte ihn in Bezug auf die biblischen ethischen Traditionen um, in deren Mittelpunkt die rechte Beziehung zu Gott stand. Gott wurde als finis ultimus (wörtl. letztes Ziel) und höchstes Gut verstanden. In freundschaftlicher Verbindung zu ihm sei das Glück zu finden. Der ekstatische, selbsttranszendierende Charakter dieser Tradition ging in der frühen Neuzeit mit dem Aufkommen des Utilitarismus verloren. Zeitgenössische Debatten über den Eudaimonismus drehen sich um die Frage, ob er unangemessen selbstbezogen ist. |
| Sachschlagwort | Agape, Glück, Liebe, Quietismus, Tugend, Utilitarismus, Wohlstand, finis ultimus, höchstes Gut |
| Version | 1.0 |
Frieden(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Der Artikel bietet einen Überblick, wie der Topos des „Friedens“ innerhalb der christlichen Tradition als ethische Aufgabe verstanden, wahrgenommen und konzeptualisiert wird. In Konzentration auf die protestantische Tradition wird zunächst die Fachdisziplin christlicher Friedensethik definiert und deren Aufgabenfeld vorgestellt. Dem folgt ein historischer Abriss zur Genese christlicher Friedensethik anhand zentraler theologiegeschichtlicher Entwicklungen, Diskurse und Quellentexte. Die anschließende Darstellung gegenwärtiger Friedensgefährdungen zeigt die lebensweltliche Relevanz christlicher Friedensethik und deren problem- und realitätsbewusste Ausrichtung auf. In einem vierten Abschnitt werden theologische Perspektiven vorgestellt, die für eine ethische Bearbeitung des Friedensthematik leitend sein können. |
| Sachschlagwort | EKD, Friedensethik, Friedenstheologie, Gerechter Frieden, Pazifismus, rechtserhaltende Gewalt, Ökumenischer Rat der Kirchen |
| Version | 1.0 |
Gerechtigkeit (dogmatisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Das Thema der Gerechtigkeit als Gerechtigkeit Gottes und des Menschen spielt in den biblischen Büchern eine zentrale Rolle und prägt das christliche Bild von Gerechtigkeit. Während es in der Vergangenheit häufig auf die Vergebung der Sünden des Einzelnen durch Gottes barmherzige Gerechtigkeit bezogen wurde, wird die Gerechtigkeit Gottes gegenwärtig stärker auch als gerechtigkeitsstiftendes Handeln in der Geschichte verstanden und auf die Praxis der Gerechtigkeit der Gläubigen bezogen. Angesichts der Ungerechtigkeiten der Welt bleibt das Thema der Gerechtigkeit zentral auch für den ökumenischen und interreligiösen Dialog. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Barmherzigkeit, Befreiungstheologie, Bund, Eigenschaften Gottes, Erwählung, Israel, Jesus Christus, Rechtfertigung, Satisfaktion, Sünde, Tugend, Vergebung, Werkgerechtigkeit |
| Version | 1.0 |
Gesetz(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | In der Theologie des Gesetzes treffen dogmatische, ethische und exegetische Fragen aufeinander. Neben der Frage nach einer ethischen Orientierung am Willen Gottes stehen hier auch die Heilsbedeutung des Gesetzes vor allem in seiner Unterscheidung und Zuordnung zum Evangelium in der Diskussion. Daneben ist aber auch immer zu fragen, wie und woran der sich im Gesetz ausdrückende Wille Gottes erkennbar ist. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Dekalog/ Zehn Gebote, Dialektische Theologie, Ethik, Evangelium, Fundamentalethik, Gesetz, Kirchenkampf, Naturrecht, Neuluthertum, Ordnungstheologie, Queere Theologie, Reformation, Schöpfungsordnung, Situationsethik, Tora, Wort Gottes |
| Version | 1.0 |
Gewissen(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Wenn von Gewissen gesprochen wird, sind in der Regel Situationen im Blick, in denen Individuen stark moralisch oder religiös gebunden sind und diese Bindungen zu Konflikten führen. Für die protestantische Theologie im Gefolge Martin Luthers |
| Sachschlagwort | Bibel, Ethik, Freiheit, Individuum, Recht, Theologie |
| Version | 1.0 |
Glück(Autor*in )
| Veröffentlicht | 16. Dezember 2025 |
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| Exzerpt | In der Theologiegeschichte wurde der Glücksbegriff lange stiefmütterlich behandelt. Das liegt zum einen daran, dass bis zur Reformation vor allem die Glückseligkeit als jenseitiges Heil als Ziel des menschlichen Lebens und Strebens gedacht wurde. „Glück“ als irdisches Gut und im Hier und Jetzt Gegebenes kommt erst mit der Neuzeit in den Fokus. Der Versuch einer zeitgenössischen Definition muss mit einem stark subjektivistischen Verständnis von Glück umgehen: „Glück ist das, was Menschen sich darunter vorstellen.“[1] Zwischen Glücksforschern und -angeboten unterschiedlichster Weltanschauungen sucht die christliche Theologie in den letzten Jahrzehnten wieder verstärkt nach einer anschlussfähigen, biblisch reflektierten Orientierung für das menschliche Streben nach Glück. |
| Sachschlagwort | Anthropologie, Begehren, Existenz, Gefühl, Gegenwart Gottes, Heil, Leben, Leid, Lust, Mensch, Philosophie, Reich Gottes, Würde, höchstes Gut |
| Version | 1.0 |
Gnade(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | „Gnade“ indiziert den Kernsachverhalt von Gottes Weltzuwendung. Das Wort ist eine theologische Bündelungsmetapher von enormer Konzentration: Weite Teile des biblischen Erzählgeflechts und ihrer anderen Textgruppen samt zugrundeliegender Axiomatik lassen sich (auch) auf „Gnade“ hin verdichten, sodass keine Kurzbeschreibung des christlichen Glaubens ohne dies Kennwort auskommt. Freilich müssen diese Bündelungen aufgelöst werden, um sie zu verstehen, und zwar sowohl im Blick auf das bleibend Wichtige des Glaubens als auch auf jetzt anstehende Herausforderungen hin. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Anerkennung, Befreiung, Erwählung, Exklusivpartikel, Gabe, Liebe Gottes, Molinismus, Pelagianismus, Prädestination, Rechtfertigung, Teilhabe, Vergöttlichung, Wiedergeburt |
| Version | 1.0 |
Hölle(Autor*in )
| Veröffentlicht | 17. Juni 2025 |
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| Exzerpt | Es lassen sich drei Hauptpositionen zur Hölle unterscheiden. Erstens die augustinische Sicht der Hölle als Ort der ewigen Strafe, die die westliche Tradition prägte, verbunden mit der Vorstellung eines Fegefeuers (römisch-katholisch) oder ohne Fegefeuer (protestantisch). Zweitens: In der östlichen Tradition machten universalistische Tendenzen die Hölle zu einer Übergangsphase, nach der alle gerettet werden sollen. Drittens der Annihilationismus, demzufolge die Gläubigen ewig leben, während die Verdammten für immer vernichtet werden. Unterschiedliche Auslegungen der biblischen Schrift führen zu einer Verbreitung aller drei Optionen. Inzwischen hat der moderne Humanismus die augustinische Option unter Druck gesetzt. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Auferstehung, Gerechtigkeit, Gericht, Gottesliebe, Reue, Satan, Sühne, Sünde, Teufel, Tod |
| Version | 1.0 |
Mensch (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Theologische Anthropologie markiert eine Schnittstelle zwischen Dogmatik und Ethik. Als Disziplin, die sich auch selbst so bezeichnet, ist sie eine relativ junge Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Bereits die biblischen Texte stecken jedoch voller impliziter Anthropologie. Neuere Entwürfe thematisieren neben Menschenwürde und Menschenrechten vor allem die Körperlichkeit des Menschen. Fragen nach dem sozialen Leben und der Verantwortung des Menschen und solche nach dem Umgang mit Diversität, Fragmentarität und Vulnerabilität rücken in den Mittelpunkt. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Freiheit, Gender, Gerechtigkeit, Intersektionalität, Mensch, Menschenrechte, Sexualität, Teilhabe, Tier, Vielfalt, Vulnerabilität, Würde |
| Version | 1.0 |
Offenbarung (katholisch)(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
| Exzerpt | Der Artikel untersucht den Begriff der Offenbarung in seiner sprachlichen, theologischen und philosophiegeschichtlichen Entwicklung. Ausgehend von einer normalsprachlichen Bedeutungsanalyse wird gezeigt, wie das religiöse Verständnis von Offenbarung als grundlegende Veränderung des Gottes- und Weltbezugs zu deuten ist. Dabei werden Spannungen zwischen Vernunft und Offenbarung, insbesondere seit der neuzeitlichen Religionskritik, adressiert. Historische Linien von der biblischen Apokalypsis bis zur modernen Theologie verdeutlichen die Entwicklungen instruktions- und kommunikationshermeneutischer Offenbarungsbegriffe. Auf der Grundlage wird ein systematischer selbstmitteilungshermeneutischer Offenbarungsbegriff skizziert und mit aktuellen Diskursbrennpunkten (interreligiöse Verständigung, Kritik an Anthropozentrismus u. a.) herausgefordert. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Glauben, Gott, Gotteserkenntnis, Jesus Christus, Katholisch, Kommunikation, Mensch, Offenbarung, Religionskritik, Selbstmitteilung, Vernunft, Wort Gottes, interreligiöser Dialog |
| Version | 1.0 |
Rechtfertigung(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Der Begriff der Rechtfertigung ist ein Zentralbegriff evangelischer Theologie. In seinem theologischen Sinn unterscheidet er sich grundlegend vom außertheologischen Sprachgebrauch. Im alltagssprachlichen Verständnis wird von Rechtfertigung gesprochen, wenn Menschen sich für ein bestimmtes Verhalten oder eine Handlung vor einer anderen Instanz rechtfertigen bzw. verantworten. Theologisch bezieht sich Rechtfertigung auf das Verhältnis des Menschen zu Gott und bezeichnet ein Handeln Gottes, durch das Gott dem Menschen von der Ungerechtigkeit seiner Sünde befreit und ihm Gerechtigkeit zuerkennt. Die Fragen, wie Gott den Menschen rechtfertigt, inwiefern es sich bei der Rechtfertigung um einen Akt der göttlichen Gnade handelt, ob und in welcher Weise der Mensch zu seiner Rechtfertigung beitragen kann und worin das Heilsame der Gerechtigkeit besteht, sind in der theologischen Diskussion seit der Antike Gegenstand theologischer Reflexion und Debatten. |
| Sachschlagwort | Erlösung, Gerechtigkeit, Heil, Jesus Christus, Schuld, Soteriologie, Sünde, Vergebung |
| Version | 1.0 |
Reich Gottes (ethisch)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 10. März 2026 |
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| Exzerpt | Mit diesem Begriff ist entsprechend der „Vaterunser“-Bitte Jesu („Dein Reich komme!“; Mt 6,10) die Herrschaft Gottes gemeint, in deren adventliches Präsent-Werden man „wartend und eilend“ einbezogen wird. Weil das Reich Gottes kommt und mit seinem Kommen die irdischen Verhältnisse grundlegend verändert werden, ist es auch von erheblichem moralischem und politischem Einfluss und als solches Gegenstand der ethischen Reflexion. Das Reich Gottes bricht in der von Jesus konstituierten Beziehung zum Vater bereits an und ist eben nicht nur zukünftig, sondern auch gegenwärtig, nicht nur transzendent, sondern auch immanent, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Das im Kommen begriffene Reich Gottes wirft die grundlegende ethische Frage auf, wie sich menschliches Handeln zum Handeln Gottes verhalten kann und soll. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Christologie, Gesellschaft, Kirche, Politik, Staat |
| Version | 1.0 |
Taufe(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Die Taufe ist ein in allen christlichen Kirchen praktiziertes Ritual, das verschiedene theologische Deutungsaspekte in sich vereint. In den konfessionellen Traditionen werden verschiedene dieser Aspekte unterschiedlich betont. Vor allem die unterschiedliche Praxis im Hinblick auf die Taufe von Kleinkindern – aber nicht nur – führen zu Problemen hinsichtlich der gegenseitigen Anerkennung der Taufe. Im ökumenischen Dialog sind bisher mehrere Vorschläge gemacht worden, um diese zu lösen. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Geist Gottes, Glauben, Kirche, Leib Christi, Ritus, Sakrament, Vergebung, Ökumene |
| Version | 1.0 |
Theodizee(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
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| Exzerpt | Dieser Artikel bietet eine Einführung in das Theodizeeproblem und die Versuche seiner argumentativen Bewältigung. Dazu werden wirkmächtige religionsphilosophische und theologische Konzepte sowie deren Kritik besprochen. Die Analyse führt schließlich zum Plädoyer für eine leidsensible Theologie, die die Theodizeefrage bewusst offenhält. |
| Sachschlagwort | Allmacht, Allwissenheit, Böses, Gerechtigkeit, Gotteslehre, Leid, Liebe, Macht, Übel |
| Version | 1.0 |
Trinität(Autor*in )
| Veröffentlicht | 30. September 2025 |
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| Exzerpt | „Trinität“ (Dreieinigkeit/Dreifaltigkeit) ist der Versuch, das Wesentliche des christlichen Glaubens zu benennen. Christ*innen glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist und sie führen diesen Glauben auf das Wirken des Heiligen Geistes zurück. Gehören der Sohn und der Geist zu Gott dazu, dann ist es sein Wesen, sich dem Menschen zuzuwenden. Der trinitarische Gottesgedanken will daher zum Ausdruck bringen, dass Gott Liebe ist. Die Trinitätslehre, die dieses Bekenntnis begrifflich entfaltet, war immer auch umstritten. Aus theologischer Perspektive wird gefragt, ob es legitim ist, vom Handeln Gottes auf sein Wesen zu schließen; andere Religionen bezweifeln den monotheistischen Charakter des Christentums; diskutiert wird schließlich, inwiefern der trinitarische Gottesgedanken heteronormative und patriarchale Vorstellungen religiös fundiert. |
| Artikelsammlung | |
| Sachschlagwort | Homoousios, Hypostase, Immanente Trinität, Liebe, Modalismus, Monotheismus, Offenbarung, Passion, Perichoresis, Rechtfertigung, Soziale Trinitätslehre, Subordinatianismus, Tritheismus, filioque, Ökonomische Trinität |
| Version | 1.0 |
Würde(Autor*in )
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| Veröffentlicht | 1. Mai 2025 |
| Exzerpt | Die Würde ist aufgrund ihrer Offenheit anschlussfähig für unterschiedliche Zeiten, Kontexte und Anwendungsfelder. Die damit einhergehende Unbestimmtheit und Vagheit macht auf die Klärungs- und Konkretisierungsbedürftigkeit der Würde aufmerksam. Es werden zwei Stränge von Würde unterschieden, nämlich eine bedingte Würde, die aufgrund von bestimmten Eigenschaften, Fähigkeiten oder Anerkennung zugesprochen wird, und eine unbedingte Würde, die voraussetzungslos und unbedingt gilt. |
| Sachschlagwort | Anerkennung, Autonomie, Biomedizin, Cyborg, Gnade, Gottebenbildlichkeit, Medizinethik, Menschenrechte, Person, Rechte, Tier |
| Version | 1.0 |
Zukunft(Autor*in )
| Veröffentlicht | 23. Juni 2025 |
|---|---|
| Exzerpt | Der Artikel behandelt die Zukunft zunächst im Allgemeinen von der Zukunftserfahrung und ihrer sprachlichen Erfassung ausgehend hinsichtlich sprachlicher Logiken der Zukunft und deren ontologischen, d. h. die Existenz betreffenden Realitätszuschreibungen (1–4). Speziell theologische Aspekte werden durch die Unterscheidung von Futur und Advent, deren Bedeutung für die Ethik, verschiedene Vorstellungen von Eschatologie, die sich an unterschiedlichen Konzeptionen des Reiches Gottes ausrichten, der Apokalyptik, Utopien und Dystopien sowie der Hoffnung auf die Vollendung der Welt entfaltet (5–10). Der letzte Abschnitt zeigt, dass sich Zukunftsvorstellung und Gotteslehre wechselseitig bedingen (11). |
| Sachschlagwort | Advent, Apokalyptik, Das Neue, Dystopie, Eschatologie, Futur, Parusie, Utopie, Zeit |
| Version | 1.0 |
Nachweise in SysLex [English]
Antisemitism/ Antijudaism (Philosophy of Religion)(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | The vagueness of the term antisemitism – especially with regard to its origins – renders it controversial. It was first introduced and deployed in 1879 as the programmatic self-designation of a political-social movement – the “Anti-Semitic league” (“Antisemitenliga”) – whose goal was to combat Judaism. Currently, the term is mostly used colloquially either as a noun (antisemitism, antisemites) or as an attribute (antisemitic). It serves its purpose as a tried and tested term that remains discursively effective and whose role is to identify expressions, attitudes, and practices that are rooted in an antisemitic attitude or that can be interpreted as antisemitic. It is, however, disputed whether and to what extent religiously motivated anti-judaism, national anti-Zionism, and politically motivated hostility toward Israel can all be subsumed equally under, and thought about by means of, this colloquially used “container-term” (Containerbegriff). |
| Version | 1.0 |
Baptism(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | Baptism is a ritual practiced in all Christian churches that combines in itself various theological interpretive dimensions. The denominational traditions emphasize these dimensions differently. Diverging practices with regard to infant baptism in particular – but not only this – create difficulties for a mutual recognition of baptism. Ecumenical dialogues have so far made numerous suggestions for how to solve these difficulties. |
| Artikelsammlung | |
| Version | 1.0 |
Democracy(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | This article examines how democracy can be a way of enacting fundamental Christian commitments. It opens with a definition and then assesses the scriptural precedents for a commitment to democracy. The article closes by outlining the key modern theological arguments that exhort active involvement in democratic struggles for justice and liberation as well as responsibility for developing and sustaining democratic political systems. The entry as a whole outlines a theological grammar of democracy, providing a means to evaluate theologically whether a particular polity or form of politics is democratic. |
| Version | 1.0 |
Eudaimonism(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
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| Exzerpt | Eudaimonism is a form of ethical reflection focused on eudaimonia, the highest good for human life, and its relationship to virtue. Early and medieval Christian thought, inheriting this pattern of thought from Greek moral philosophy, reshaped it in relation to biblical ethical traditions centered on right relationship to God; God was understood as final end and highest Good, in friendship with whom happiness is to be found. The ecstatic, self-transcending character of this tradition was lost in the early modern period, with the rise of utilitarianism. Contemporary debates about eudaimonism center around the question of whether it is improperly self-regarding. |
| Version | 1.0 |
Hell(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | Three main positions concerning hell can be distinguished. First, the Augustinian view of hell as place of eternal punishment, which stamped the Western tradition, with the variation of a purgatory (Roman-Catholic) or without it (Protestant). Second, in the Eastern tradition, universalist tendencies rendered hell a transitional phase after which all shall be saved. Third, annihilationism states that while believers live eternally, the damned are destroyed forever. Diverse interpretations of Biblical Scripture lead to a proliferation of all three options. Meanwhile, modern humanism has put the Augustinian option under pressure. |
| Artikelsammlung | |
| Version | 1.0 |
Justification(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | The concept of justification is central in Protestant theology. Its theological meaning differs fundamentally from its meaning in non-theological language. In everyday language, the term refers to the act of explaining, or accounting for, a particular behavior or action before another entity. Within theology, it designates the relationship between human beings and God. It designates a divine act through which God frees human beings from the injustice of their sins and bestows righteousness on them. Questions about how God justifies, to what extent justification is an act of divine grace, whether and in what way human beings can contribute to their justification, and what constitutes the healing power of righteousness have been the subject of theological reflection and debate since ancient times. |
| Version | 1.0 |
Last Supper(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | Alongside baptism, the Last Supper is the core Christian sacrament. Accordingly, it is intended to facilitate God’s presence in the world in a way determined by God. Based on the New Testament accounts of Jesus’ final meal with his disciples on the night before his crucifixion, the Last Supper is a formalized rite involving the eating of bread and the drinking of wine. With the multiplication of Christian denominations, disagreements have emerged concerning the form of the meal celebration and, above all else, the ways of interpreting the presence of Christ. These disagreements have overshadowed the common foundation in all Christian denominations – namely, that the Last Supper is a way of representing Christ. |
| Artikelsammlung | |
| Version | 1.0 |
Law(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | Dogmatic, ethical, and exegetical questions intertwine with each other in the theology of law. Along with the question regarding an ethical orientation towards God’s will, what is also under discussion in the theology of the law is the law’s significance for salvation, especially in its distinction from, and relationship to, the Gospel. In addition, we must also always ask how, and by what means, the will of God is expressed in the law. |
| Artikelsammlung | |
| Version | 1.0 |
Peace(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | This article offers an overview of how “peace” is understood, perceived, and conceptualized as an ethical task within the Christian tradition. Focusing on the Protestant tradition, it first defines the discipline of Christian peace ethics and introduces its range of tasks. This is followed by an overview of the genesis of Christian peace ethics that concentrates on central developments in the history of theology, discourses, and textual sources. The outline of contemporary threats to peace that follows demonstrates the real-world relevance of Christian peace ethics and its orientation toward concrete problems and reality. The fourth section sketches theological perspectives that can guide an ethical approach to the theme of peace. |
| Version | 1.0 |
Theodicy(Autor*in )
| Veröffentlicht | 1. Mai 2026 |
|---|---|
| Exzerpt | This article offers an introduction to the problem of theodicy and the arguments that have attempted to cope with it. To this end, it discusses the concepts from the philosophy of religion and theology that have been influential as well as the criticisms of them. Ultimately, the analysis makes the plea for a theology that is sensitive to suffering and that deliberately keeps open the theodicy question. |
| Version | 1.0 |

